[12] Ertragsteuern Geprüft durch KPMG

[ XLS ]

in Mio €

2007

2006

Steuern der Periode aus operativem Geschäft

–235,4

–200,8

Steuern der Periode aus Sondermaßnahmen

–0,1

–8,5

Periodenfremde Steuern

–29,8

13,5

Latente Steuern aus operativem Geschäft

78,1

–6,2

Latente Steuern aus Sondermaßnahmen

210,3

26,2

 

23,1

–175,8

 

 

 

Steuerquote

20,8 %

17,9 %

Steuerquote vor Sondermaßnahmen

28,2 %

25,8 %

Die Steueraufwendungen beinhalten die Körperschaft- und Gewerbeertragsteuern der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften. Durch die Änderung von Steuersätzen bei den einzelnen Gesellschaften ergab sich insgesamt ein latenter Steueraufwand von 21,3 Mio €. Die Veränderungen betreffen im Wesentlichen die Steuerlatenzen aus der Zwischengewinneliminierung. Die latenten Steuern für Sondermaßnahmen beinhalten im Wesentlichen latente Steuern resultierend aus der Neubewertung der Vorräte im Rahmen der Kaufpreisallokation mit der Akquisition der Serono-Gesellschaften im Januar 2007.

Die Überleitung der aktiven und passiven latenten Steuern in der Bilanz einerseits und der latenten Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung andererseits stellt sich wie folgt dar:

[ XLS ]

in Mio €

2007

2006

Veränderung aktiver latenter Steuern gemäß Bilanz

195,1

1,0

Veränderung passiver latenter Steuern gemäß Bilanz

–780,3

–1,9

Veränderung erfolgsneutral gebildeter aktiver/passiver latenter Steuern

30,8

–7,9

Veränderung Konsolidierungskreis Erstkonsolidierung Serono-Gesellschaften

788,0

Veränderung Konsolidierungskreis Entkonsolidierung Generika-Gesellschaften

82,0

Sonstige Konsolidierungskreisänderungen/
Wechselkursänderungen/Sonstige Veränderungen

–27,2

28,8

Latente Steuern gemäß Gewinn- und Verlustrechnung

288,4

20,0

Zum Bilanzstichtag bestanden insgesamt Verlustvorträge in Höhe von 528,0 Mio € (Vorjahr: 137,3 Mio €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Einbeziehung der Serono-Gesellschaften. Die Aktivierung von Verlustvorträgen erfolgt nur dann, wenn ein Ausgleich in absehbarer Zeit wahrscheinlich ist. Der überwiegende Teil dieser Verlustvorträge ist entweder zeitlich unbegrenzt oder bis zu 20 Jahren vortragbar. Auf Verluste bzw. Verlustvorträge in Höhe von zusammen 175,8 Mio € (Vorjahr: 118,4 Mio €) wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet, da im Planungszeitraum mit einem Ausgleich derzeit nicht gerechnet werden kann. Durch die Nutzung von in Vorjahren nicht angesetzten steuerlichen Verlustvorträgen und Steuergutschriften ergab sich im Jahr 2007 eine Verminderung der Ertragsteuerbelastung in Höhe von 8,3 Mio € (Vorjahr: 4,4 Mio €). Für steuerliche Verlustvorträge bestanden zum Bilanzstichtag insgesamt aktivische Steuerlasten in Höhe von 63,9 Mio € (Vorjahr: 5,9 Mio €). Für temporäre Unterschiede auf Anteile an Tochterunternehmen wurden keine latenten Steuerschulden gebildet, da eine Umkehrung dieser Unterschiede nicht absehbar ist. Sonstige temporäre Unterschiede führten zu 400,3 Mio € aktivischen Steuerlatenzen (Vorjahr: 263,2 Mio €).

Die aktiven und passiven latenten Steuern lassen sich inhaltlich folgenden Bilanzpositionen zuordnen:

[ XLS ]

 

31.12.2007

31.12.2006

in Mio €

Aktiva

Passiva

Aktiva

Passiva

Immaterielle Vermögenswerte

41,4

753,9

10,4

16,0

Sachanlagen

6,7

86,8

3,3

64,7

Kurz- und langfristige Finanzanlagen

1,1

1,9

0,6

Vorräte

198,4

15,8

53,6

0,7

Kurz- und langfristige Forderungen/sonstige Vermögenswerte

12,6

1,0

10,1

4,0

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

84,1

15,5

120,8

9,4

Kurz- und langfristige andere Rückstellungen

121,1

4,2

131,4

3,1

Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten

6,2

7,6

3,3

0,3

Steuerliche Verlustvorträge

63,9

5,9

Steuererstattungsansprüche/Sonstiges

27,5

34,5

13,0

Saldierungen aktiver und passiver latenter Steuern

–98,8

–98,8

–69,7

–69,7

Gesamt latente Steuern

464,2

822,4

269,1

42,1

Die folgende Tabelle gibt eine Überleitung für die Steuern basierend auf der theoretischen Steuerquote, die sich bei Anwendung der regulären Steuersätze und ihrer Gewichtung mit dem konsolidierten Konzernbeitrag bei den einzelnen in- und ausländischen Gesellschaften für die Merck-Gruppe ergeben würde, auf die effektiven Steuern vor Sondermaßnahmen und die effektiven Steuern gemäß Gewinn- und Verlustrechnung.

[ XLS ]

in Mio €

2007

2006

Konzernergebnis vor Steuern

–110,9

982,2

Sondermaßnahmen

–775,6

232,6

Konzernergebnis vor Steuern und Sondermaßnahmen

664,7

749,6

 

 

 

Theoretische Steuerquote

30,9 %

26,9 %

Theoretischer Steueraufwand vor Sondermaßnahmen

–205,6

–201,9

Steuereffekt von Gesellschaften mit negativem Konzernbeitrag

–23,6

–1,3

Periodenfremde Steuern

–29,8

13,5

Steueranrechnungen

35,0

15,9

Steuereffekt durch nicht abzugsfähige Aufwendungen/steuerfreie Erträge/Steuervergünstigungen

36,9

–19,7

Steueraufwand vor Sondermaßnahmen

–187,1

–193,5

 

 

 

Steuerquote vor Sondermaßnahmen

28,2 %

25,8 %

 

 

 

Steuern für Sondermaßnahmen

210,2

17,7

Steueraufwand gemäß Gewinn- und Verlustrechnung

23,1

–175,8

 

 

 

Steuerquote gemäß Gewinn- und Verlustrechnung

20,8 %

17,9 %