Weltwirtschaft in gutem Zustand
Die Weltwirtschaft befand sich im Jahr 2007 nach Untersuchungen des Internationalen Währungsfonds IMF und der OECD in einem sehr robusten Zustand, als sie im Sommer des Jahres von einer Finanzkrise getroffen wurde – ausgelöst durch Probleme am Immobilienmarkt in den USA. Die Folgen der Turbulenzen für die weltwirtschaftliche Entwicklung blieben jedoch bisher begrenzt. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Welt wuchs 2007 nach IMF-Angaben um 4,9 % verglichen mit 5,0 % Wachstum im Jahr zuvor.
In den USA verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum merklich. Das BIP stieg 2007 um 2,2 %, verglichen mit 2,9 % im Jahr 2006. Getragen wurde dieses Wachstum hauptsächlich von privaten Konsumausgaben, obwohl der private Wohnungsbau rückläufig war. Die japanische Wirtschaft verlor 2007 an Fahrt, so dass sich dort die Zuwachsrate des BIP bei weiterhin stagnierenden Verbraucherpreisen von 2,4 % auf 1,9 % verringerte. Der private Konsum überwand seine Schwächephase des Jahres 2006, wuchs aber weniger stark als erwartet. Die kräftige wirtschaftliche Expansion der Volksrepublik China setzte sich im Jahr 2007 mit einer BIP-Zuwachsrate von 11,4 % fort, verglichen mit 11,1 % im Jahr 2006.
Die konjunkturelle Entwicklung innerhalb der Eurozone war 2007 trotz der Turbulenzen erfreulich. Das BIP stieg um 2,6 % verglichen mit 2,8 % im Jahr 2006. Deutschlands Wirtschaft verzeichnete 2007 – nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts – einen Anstieg des BIP um 2,5 % im Vergleich zu 2,9 % im Jahr 2006. Dieser Anstieg gelang trotz dämpfender Effekte der Umsatzsteuererhöhung und der Unsicherheiten an den Kapitalmärkten. Getragen war das Wachstum von einer Zunahme der Ausrüstungsinvestitionen und von hoher Nachfrage aus dem Ausland, nicht aber vom Privatkonsum, der weiterhin auch wegen der Fiskalpolitik – zum Beispiel der Mehrwertsteuererhöhung – stagnierte.
Weltweites Wachstum der Pharma- und Chemiemärkte
Der weltweite Pharmamarkt wuchs nach Angaben der Marktforscher von IMS Health im Jahr 2007 zwischen 6 % und 7 %. Die 13 weltweit wichtigsten Pharmamärkte legten um 4 % zu und erreichten ein Volumen von 415 Mrd US $. Knapp die Hälfte davon entfiel auf die USA, die ein Wachstum von 4 % verzeichneten. Der weltweit zweitbedeutendste Markt blieb Japan mit einem Anstieg um 4 % auf 58 Mrd US $. Die fünf wichtigsten europäischen Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien kamen zusammen auf eine Marktgröße von 107 Mrd US $ und legten um 3 % zu.
Der europäische Verband CEFIC, der etwa die Hälfte aller weltweiten Chemieunternehmen vertritt, berichtet, dass die europäische Chemieindustrie im Jahr 2007 die Produktion um 2,7 % steigern konnte. Nach Informationen des deutschen Verbands der chemischen Industrie (VCI) legte die Produktion der deutschen Chemieunternehmen im Jahr 2007 um 4,5 % und der Umsatz um 7,5 % zu.

