Consumer Health Care
Umsatzerlöse nach Regionen
Consumer Health Care – Umsatzerlöse nach Regionen (Tortendiagramm)

Wachstum im Schlüsselmarkt Europa

Europa bleibt der bedeutendste Markt für die Sparte Consumer Health Care. 70 % der Gesamterlöse wurden hier erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen sie um 3,0 % leicht an. Wichtigste Märkte waren Frankreich und Großbritannien mit 90 Mio € beziehungsweise 77 Mio € Umsatzerlösen, gefolgt von Deutschland mit 40 Mio €.

Die französische Tochtergesellschaft Merck Médication Familiale konnte ihre Umsatzerlöse um 4,6 % steigern – zum großen Teil dank der weiterhin guten Entwicklung des probiotischen Multivitaminpräparats Bion®3, dessen Umsatzerlöse trotz des generellen Marktrückgangs um 73 % stiegen.

Die Umsatzerlöse in Großbritannien gingen um 11 % zurück. Bis in das Jahr 2007 hinein wirkte sich die Rücknahme einiger Seven-Seas-Fischölprodukte aus. Diese war bereits im 1. Quartal 2006 notwendig geworden, nachdem in den Produkten ein verunreinigter Inhaltsstoff eines Zulieferers nachgewiesen worden war.

In Deutschland erhöhten sich die Umsatzerlöse um 14 %. Erheblich dazu beigetragen hat der anhaltende Erfolg der strategisch wichtigen Marken, zum Beispiel der von Femibion®. Die Umsatzerlöse mit diesem Vitaminpräparat für schwangere Frauen stiegen um 44 %. Ebenfalls sehr erfolgreich zeigte sich das Erkältungspräparat Nasivin®, das um 19 % zulegte, sowie Kytta®-Salbe, mit der um 13 % höhere Umsatzerlöse erzielt werden konnten.

Sehr gut entwickelte sich das Geschäft in Polen. Dort verbesserten sich die Umsatzerlöse um 21 %, dank einem Plus von 22 % bei Nasivin® und dank der erfolgreichen Markteinführung einer Produktlinien-Erweiterung von Kidabion®. Das Wachstum in Belgien von 9,0 % ist unter anderem auf den Anstieg bei Omnibionta® zurückzuführen: Unter diesem Markennamen führte Merck sowohl ein Metafolin®-Präparat (Femibion®) für die Gesundheit von Frauen als auch ein probiotisches Multivitaminpräparat (Bion®3) zum täglichen Schutz der Gesundheit in den Markt ein.

Kontinuierlicher Erfolg in Lateinamerika

In Lateinamerika konnten die Umsatzerlöse um 17 % gesteigert werden. In Venezuela erhöhten sie sich dank des Erfolgs von Cebion® und des Fischöl-Präparats Maxepa® sogar um 49 %. In Mexiko, für Consumer Health Care der größte Markt in der Region, konnte die Sparte weiterhin auf den anhaltenden Erfolg wichtiger Produkte aufbauen – beispielsweise den um 12 % gewachsenen Umsatzerlösen von Diabion®, einem speziell für Diabetiker und Menschen mit Diabetes-Risiko entwickelten Präparat.

Dagegen blieben die Umsatzerlöse in der Region Asien, Afrika und Australien stabil. Die Verkäufe in Indien entwickelten sich mit einem Plus von 21 % sehr erfreulich, in Indonesien verzeichneten sie leichtes Wachstum von 3,4 % – trotz der Engpässe in der Lieferkette, die sich dort negativ auf das Geschäft mit dem Vitaminpräparat Sangobion® auswirkten.

Expansion in Japan und China

Ihre starke Position im weltweiten Selbstmedikationsmarkt wird die Sparte Consumer Health Care durch weiteres Wachstum festigen, insbesondere durch einen gezielten Ausbau ihrer Marken in den wichtigen Schlüsselmärkten. Investitionen in neue und vielversprechende Märkte wie Japan und China werden dies flankieren. So ist Bion®3, das Flaggschiff von Consumer Health Care, seit Juni 2007 auf dem japanischen Markt erhältlich und wird dort von SATO Pharmaceutical vermarktet, dem sechstgrößten Selbstmedikations-Unternehmen in Japan. In China brachte Merck im 4. Quartal 2007 den Multivitamin-Sirup Kidabion® für Kinder auf den Markt.

Mit der Stärkung ihrer strategisch wichtigen Marken wird die Sparte Consumer Health Care auch weiterhin ihr Geschäft ausbauen. Darüber hinaus werden innovative Konzepte getestet, um die Reichweite und die Bedeutung dieser Marken zu erweitern. Nach Prognosen von Nicholas Hall soll der Selbstmedikationsmarkt bis 2011 weltweit auf ein Volumen von 72 Mrd € wachsen. Dies entspricht einem jährlichen Wachstum von etwa 4,7 %. Die Sparte Consumer Health Care geht davon aus, die Zuwächse ihrer Gesamterlöse weiter über diesem Branchendurchschnitt zu halten.