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Konsequente Weiterentwicklung von Rebif® 

Im Therapiegebiet Neurodegenerative Erkrankungen forscht Merck Serono an der Entwicklung innovativer Medikamente zur Behandlung von Nervenkrankheiten wie Multipler Sklerose und Parkinson-Erkrankung, bei denen ein hoher medizinischer Bedarf an neuen Therapieoptionen besteht. Die Sparte investiert kontinuierlich in die Weiterentwicklung ihres erfolgreichen Multiple-Sklerose-Präparats Rebif® – jüngstes Beispiel ist die Zulassung und Markteinführung einer neuen Formulierung in Europa. Auf Basis klinischer Studien soll das Spektrum der zugelassenen Indikationen erweitert werden, damit beispielsweise mehr Patienten in einem früheren Krankheitsstadium von einer Behandlung mit Rebif® profitieren können. Zu den wichtigsten klinischen Studien, die Merck Serono derzeit zur Weiterentwicklung von Rebif® durchführt, gehört REFLEX. In dieser auf zwei Jahre angelegten Phase-III-Studie an 480 Patienten, die Daten für die Marktzulassung liefern soll, wird die Wirksamkeit der neuen Formulierung von Rebif® in einer neuen Indikation, dem klinisch isolierten Syndrom, untersucht. Die Studienteilnehmer sind Patienten, bei denen bislang nur eine MS-artige Attacke aufgetreten ist und bei denen nur der Verdacht auf MS besteht, aber nach den derzeit gültigen Kriterien noch keine MS diagnostiziert worden ist. Die Studie soll untersuchen, ob diese Patienten von einer früher einsetzenden Therapie mit Rebif® profitieren können. Die Patientenrekrutierung läuft derzeit.

In der auf 40 Wochen angelegten IMPROVE-Studie der Phase IIIb mit 150 MS-Patienten wird die Wirksamkeit der neuen Formulierung von Rebif® gegenüber Placebo untersucht, die Beurteilung erfolgt durch Messung der aktiven Schädigung im Gehirn mittels Kernspintomographie.

Orale MS-Behandlung verbessert Therapieerfolg

Mit Cladribin-Tabletten entwickelt Merck Serono ein Medikament, das bei erfolgreicher Marktzulassung die erste Therapieoption zur oralen Behandlung der schubförmig verlaufenden Multiplen Sklerose wäre. Diese exklusive orale Formulierung eines Nucleosid-Analogons müsste nur einige Male im Jahr über einen Zeitraum von jeweils fünf Tagen einmal täglich eingenommen werden – die Behandlung wird für die Patienten dadurch deutlich bequemer, die Chance für eine höhere Behandlungstreue größer. Derzeit wird die Sicherheit und Wirksamkeit von Cladribin-Tabletten als Monotherapie bei Multipler Sklerose in der auf zwei Jahre angelegten Phase-III-Studie CLARITY mit über 1.300 Patienten untersucht. Im Januar 2007 konnte die Patientenerfassung abgeschlossen werden. Cladribin-Tabletten sind von der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA als Monotherapie zur Behandlung von Patienten mit schubförmiger MS in das beschleunigte Zulassungsverfahren aufgenommen worden. In der ebenfalls im Januar begonnenen Phase-II-Studie ONWARD an 260 Patienten mit aktiver Multipler Sklerose wird die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit von Cladribin-Tabletten als Zusatztherapie zur Behandlung mit Interferon beta – beispielsweise der neuen Formulierung von Rebif® – untersucht.

Neuer Wirkmechanismus zur Behandlung der Parkinson-Krankheit

Auch Safinamid, ein oral verabreichtes Alpha-Aminoamid-Derivat mit einem neuartigen Wirkmechanismus, befindet sich in der späten Phase der klinischen Entwicklung. Gemeinsam mit Newron entwickelt Merck Serono Safinamid als Zusatztherapie, um die Parkinson-Krankheit im frühen sowie im mittleren bis späten Stadium zu behandeln – zusätzlich zur Behandlung mit einer festen Dosis eines einzelnen Dopamin-Agonisten beziehungsweise Levodopa. Ergebnisse einer sechs Monate dauernden Phase-III-Studie mit Safinamid als Zusatztherapie zu Dopamin-Agonisten bei Parkinson-Patienten im Frühstadium der Krankheit wurden im Mai auf der 59. Jahrestagung der American Academy of Neurology präsentiert. Die Daten zeigten, dass der Zusatz von 50 bis 100 mg Safinamid zu einer Verbesserung der motorischen Symptome führt. Eine zwölfmonatige Verlängerungsstudie dieser Halbjahresstudie, deren Ergebnisse im August veröffentlicht wurden, erreichte zwar nicht den primären Endpunkt, nämlich eine Verzögerung des Zeitpunkts, an dem das Behandlungsschema angepasst werden muss. Wertet man jedoch die Daten aus den beiden Safinamid-Dosisgruppen getrennt aus, so zeigte eine später durchgeführte Analyse, dass Safinamid in einer einmal täglich verabreichten Dosis von 50 bis 100 mg diesen Zeitpunkt hinauszögert. Mit der MOTION-Studie wurde Ende des Jahres 2007 eine Phase-III-Studie begonnen, die Safinamid in diesem Dosisbereich als Zusatztherapie zu einer Behandlung mit einem Dopamin-Agonisten im frühen Stadium der Parkinson-Erkrankung untersucht.

Merck Serono entwickelt Atacicept gemeinsam mit ZymoGenetics für die Behandlung von Multipler Sklerose. Voraussichtlich 2008 werden Phase-II-Studien beginnen, die in dieser Indikation die entzündungshemmende Wirkung von Atacicept untersuchen soll.

Last update 18.02.2008, © Merck KGaA, Darmstadt, Germany