Leichte Schwäche im 2. Halbjahr Geprüft durch KPMG

Die Entwicklung der Merck-Aktie wurde im Jahr 2007 immer wieder von Meldungen über die Sparte Merck Serono und Spekulationen über das Flüssigkristallgeschäft geprägt. Erheblich beeinflusst wurden die Aktienmärkte in der zweiten Jahreshälfte von Sorgen über steigende Energiekosten sowie von Ausfällen der Subprime-Hypothekendarlehen und ihre potenziellen Auswirkungen auf die globale Wirtschaft.

Der Kauf von Serono wurde am 5. Januar 2007 abgeschlossen. Im Verlauf des Monats Januar stieg der Aktienkurs um 14 % von 78,54 € (Jahresschlusskurs 2006 im Xetra®-Handel) auf 89,46 €. Gründe hierfür waren ein steigender Enthusiasmus hinsichtlich des möglichen Beitrags der neuen Sparte Merck Serono zu Unternehmensgewinn und Cash Flow sowie positive Meldungen aus klinischen Studien. So wurde unter anderem bekannt gegeben, dass in der CRYSTAL-Studie der klinischen Phase III mit Erbitux® zur Erstlinien-Behandlung des metastasierenden Kolorektalkarzinoms der primäre Endpunkt erreicht wurde. Am 10. April stieg der Aktienkurs erstmals über die 100-€-Marke auf 100,10 €. Verschiedene Einflussfaktoren lassen sich ausmachen: die Kapitalerhöhung um 2 Mrd €, weitere positive Meldungen im Zusammenhang mit klinischen Studien und Antragstellungen bei Arzneimittelzulassungsbehörden, die Ankündigung des bevorstehenden Verkaufs der Generika-Sparte und die sich abzeichnende Aufnahme von Merck in den deutschen Börsenindex DAX®.

Kursentwicklung und Einflussfaktoren auf die Merck-Aktie im Jahr 2007

Kursentwicklung und Einflussfaktoren auf die Merck-Aktie im Jahr 2007 (Liniendiagramm)

Infolge der Anfang Juni veröffentlichten Einzelheiten zur CRYSTAL-Studie auf dem Amerikanischen Onkologie-Kongress ASCO erreichte die Aktie am 15. Juni ihren bisher höchsten Schlusskurs von
106,55 € – eine Kurssteigerung von knapp 36 % gegenüber dem Jahresschlusskurs 2006. Danach gab der Aktienkurs mit der im Juli beginnenden Subprime-Krise aufgrund von Gewinnmitnahmen nach. Verstärkt wurde dieser Trend im September durch aufkommende Unsicherheiten hinsichtlich der langfristigen Geschäftsentwicklung des Flüssigkristallgeschäfts. Spekulationen ließen die Aktie innerhalb weniger Handelstage um mehr als 15 % fallen. Es folgte eine Konsolidierungsphase. Im Oktober präsentierte Merck bei der Veröffentlichung der Zahlen des 3. Quartals ein aktualisiertes Portfolio der Sparte Merck Serono. Hier wurden Details zu den einzelnen Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie die neue Struktur der F&E-Organisation vorgestellt. Vom Tief in der zweiten Jahreshälfte am 16. November bei 80,06 € erholte sich die Aktie in den letzten Handelswochen. Die Merck-Aktie schloss zum Jahresende mit 88,30 €. Somit lag die Marktkapitalisierung des Unternehmens Ende 2007 bei
19,2 Mrd €.