Anhang Geprüft

Vorbemerkung

Der vorliegende Konzernabschluss ist auf die das operative Geschäft der Merck-Gruppe führende Merck KGaA als Obergesellschaft aufgestellt. Gemäß den Vorschriften des Publizitätsgesetzes wird zusätzlich ein Konzernabschluss auf die E. Merck KG (bis einschließlich 31. Dezember 2008 E. Merck OHG), den Komplementär der Merck KGaA, dessen Kapitalanteil am 31. Dezember 2008 bei 70,3 % lag, aufgestellt. Dieser schließt die Merck KGaA und ihre Tochtergesellschaften ein. Beide Abschlüsse werden beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und sind danach unter www.ebundesanzeiger.de abrufbar.

Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS)

Der auf die Merck KGaA als Obergesellschaft aufgestellte Konzernabschluss der Merck-Gruppe ist nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Dabei finden gemäß § 315a HGB die am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) Anwendung.

Im Geschäftsjahr 2008 hatten folgende Änderungen von Standards und folgende Interpretation erstmals verbindliche Geltung:

  • Änderung des IAS 39 und des IFRS 7: „Umklassifizierung von Finanzinstrumenten“
  • IFRIC 11 „IFRS 2 – Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen“

Durch die neuen Regelungen ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Folgender Standard und folgende Änderungen von Standards sowie folgende Interpretationen gelten ab dem Geschäftsjahr 2009 verbindlich:

  • IFRS 8 „Geschäftssegmente“
  • Überarbeitete Fassung des IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“
  • Überarbeitete Fassung des IAS 23 „Fremdkapitalkosten“
  • Änderung des IAS 32 und des IAS 1: „Kündbare Finanzinstrumente und bei Liquidation entstehende Verpflichtungen“
  • Änderung des IFRS 1 und des IAS 27: „ Anschaffungskosten von Anteilen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlich geführten Unternehmen oder assoziierten Unternehmen“
  • Änderung des IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütung“
  • „Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards“
  • IFRIC 13 „Kundenbindungsprogramme“
  • IFRIC 14 „IAS 19 – Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung“

Durch die neuen Regelungen erwarten wir aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Weiterhin wurden folgende Änderungen von Standards vom International Accounting Standards Board (IASB) sowie folgende Interpretationen vom International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) in englischer Sprache veröffentlicht und noch nicht von der EU anerkannt:

  • Änderung des IAS 27 „Consolidated and Separate Financial Statements“
  • Änderung des IAS 39 „Financial Instruments: Recognition and Measurement: Eligible Hedged Items“
  • Änderung des IAS 39 und des IFRS 7: „Reclassification of Financial Assets: Effective Date and Transition“
  • Überarbeitete Fassung von IFRS 1 „First-time Adoption of International Financial Reporting Standard“
  • Überarbeitete Fassung des IFRS 3 „Business Combinations“
  • IFRIC 12 „Service Concession Arrangements“
  • IFRIC 15 „Agreements for the Construction of Real Estate“
  • IFRIC 16 „Hedges of a Net Investment in a Foreign Operation“
  • IFRIC 17 „Distributions of Non-cash Assets to Owners“
  • IFRIC 18 „Transfers of Assets from Customers“

Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwarten wir durch die neuen Regelungen aus heutiger Sicht nicht.

Konsolidierungskreis

Einschließlich der Obergesellschaft Merck KGaA, Darmstadt, werden im Abschluss der Merck-Gruppe 178 Gesellschaften vollkonsolidiert. Ein assoziiertes Unternehmen wird nach der Equity-Methode bewertet. Wegen untergeordneter Bedeutung werden 40 Beteiligungen nicht konsolidiert und unter den langfristigen Finanzanlagen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2008 wurden 10 Gesellschaften erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. 24 Gesellschaften wurden – zum Großteil aufgrund von Unternehmensverschmelzungen – entkonsolidiert.