[32] Eigenkapital Geprüft

Eine starke Eigenkapitalausstattung ist für Merck wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Auf Basis unseres Finanzkonzeptes überprüft die Geschäftsleitung regelmäßig verschiedene Kennzahlen zur Kapitalausstattung des Unternehmens. Das Eigenkapital-Gearing (Verhältnis der Schulden und der Pensionsrückstellungen zum Eigenkapital) und die Eigenkapitalquote sind hierbei wichtige Kennzahlen.

Im Geschäftsjahr wurden im Rahmen des bestehenden Aktienoptionsprogramms weitere 8.000 Stückaktien ausgegeben, was zu einer Zunahme auf insgesamt 64.621.126 Stückaktien führte. Der bei der Ausgabe von Aktien durch die Merck KGaA über den Nennbetrag hinaus erzielte Betrag wird in der Kapitalrücklage ausgewiesen. Die Rücklagen enthalten zudem die Gewinnrücklagen und den Bilanzgewinn der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse. Der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung beinhaltet die Unterschiede aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften. Die Währungsumrechnungsdifferenzen haben das Eigenkapital im Geschäftsjahr um 878,0 Mio € erhöht (Vorjahr: um 205,8 Mio € verringert). Der Bestand an Währungsumrechnungsdifferenzen im Eigenkapital belief sich danach zum 31. Dezember 2008 auf 529,6 Mio € Gewinne (Vorjahr: 348,4 Mio € Verluste).

Grundlage für die Anteile anderer Gesellschafter ist das bilanzierte Eigenkapital der betreffenden Tochtergesellschaften, gegebenenfalls nach Anpassung an die Bilanzierungsmethoden der Merck-Gruppe sowie anteilige Konsolidierungsbuchungen. Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital beinhalten im Wesentlichen die Fremdanteile an der Merck Ltd. Indien, der Merck Serono S.A., Schweiz, der PT Merck Tbk, Indonesien, und der Merck Ltd., Thailand.

Die Ergebnisverwendung umfasst neben den Dividendenzahlungen an die Aktionäre der Merck KGaA und an Minderheitsgesellschafter bei Tochtergesellschaften der Merck-Gruppe auch die gesellschaftsvertraglichen Ergebnisabführungen der Merck & Cie KG an E. Merck KG sowie die satzungsmäßige gegenseitige Ergebnisabführung zwischen E. Merck KG und der Merck KGaA. Entsprechend den Kapitalverhältnissen partizipiert E. Merck KG zu 70,27 % am Ergebnis der Merck KGaA und umgekehrt die Merck KGaA zu 29,73 % am Ergebnis von E. Merck KG. Das der Ergebnisverteilung zugrunde liegende Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abzüglich Gewerbeertragsteuer der Merck KGaA beträgt 180,0 Mio €. Von dem Ertrag der Merck KGaA wurden 126,5 Mio € an die E. Merck KG abgeführt (Vorjahr: 65,1 Mio € Gewinnabführung). Im Jahr 2008 wurden von der Merck & Cie KG 34,9 Mio € (Vorjahr: 30,4 Mio €) abgeführt. Das für die Ergebnisverteilung zugrunde liegende Ergebnis der E. Merck KG beläuft sich auf 5,9 Mio € (Vorjahr: –7,2 Mio €) Hieraus resultiert eine Ergebnisübernahme seitens der Merck KGaA in Höhe von 1,8 Mio € (Vorjahr: –2,1 Mio €).

Für das Geschäftsjahr 2007 wurde je Aktie eine Dividende in Höhe von 1,20 € zuzüglich eines Bonus von 2,00 € ausgeschüttet. Der Gewinnverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2008 sieht eine Ausschüttung von 1,50 € je Aktie vor. Dies entspricht einem Gesamtbetrag von 96,9 Mio € bezogen auf die Kommanditaktionäre.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals aus der Marktbewertung von Finanzinstrumenten im Zusammenhang mit IAS 39.

XLS

in Mio €

Zur Veräußerung verfügbare kurz- und langfristige Finanzanlagen

Derivative Finanz-
instrumente

Gesamt

Stand 1.1.2008

0,9

0,1

1,0

Anpassung an Marktwerte

–45,4

53,9

8,5

Umgliederungen in die Ergebnisrechnung

29,6

20,6

50,2

Umgliederungen in Vermögenswerte

Folgebewertung im Geschäftsjahr

–15,8

74,5

58,7

 

 

 

 

Latente Steuern im Eigenkapital

–0,1

–10,5

–10,6

Stand 31.12.2008

–15,0

64,1

49,1

Im Rahmen des von der Hauptversammlung 2000 der Merck KGaA beschlossenen Aktienoptionsprogramms für obere Führungskräfte ist die Schaffung von bedingtem Kapital zur Ausgabe von Aktienbezugsrechten in Höhe von 5.720.000 € genehmigt worden. Hieraus ergab sich eine maximale Anzahl von 2.200.000 auszugebenden Aktienoptionen. Es wurden 2.153.500 Optionen, verteilt auf zwei Tranchen, gewährt. Jede Option berechtigte zum Erwerb einer Aktie der Merck KGaA, sofern die Ausübungsvoraussetzungen erfüllt waren. Die Laufzeit des Programms betrug für beide Tranchen sechs Jahre. Beide Tranchen besaßen eine Ausübungssperrfrist von 25 Monaten. Die Ausübung der Bezugsrechte war nach der Ausübungssperrfrist nur dann erlaubt, wenn der Stichtagskurs 30 % höher als der Ausübungskurs war. Für den Ausübungskurs war der Mittelwert der Merck-Aktie im Frankfurter XETRA-Handel von 30 Börsentagen vor dem Tag der Ausgabe des Bezugsrechts maßgeblich. Außerdem bestanden Ausübungssperrzeiträume von jeweils zwei Kalenderwochen vor dem Tag der Veröffentlichung des ersten und dritten Quartalsberichts sowie von acht Kalenderwochen vor dem Tag der Veröffentlichung der Halbjahres- und Jahresberichte. Die erste Tranche umfasste bei Gewährung 766.500 Optionen. Diese konnte von 2002 bis 2006 ausgeübt werden. Die zweite Tranche umfasste bei Gewährung 1.387.000 Optionen. Diese Aktienoptionen konnten ab Mai 2004 bis zum 8. April 2008 zu einem Ausübungskurs von 32,73 € ausgeübt werden, sofern die Merck-Aktie zu einem Kurs von mindestens 42,55 € notierte. Ab Ausübung der Optionen sind die Aktien für das laufende und die folgenden Geschäftsjahre voll dividendenberechtigt.

Die Entwicklung des Bestands aller Optionen der zweiten Tranche zum Bezug von Aktien der Merck KGaA kann aus folgender Tabelle entnommen werden:

XLS

 

2008

2007

Ausstehende Optionen zum 1.1.

20.000

40.310

Während der Periode ausgeübte Optionen

8.000

20.310

Während der Periode verfallene Optionen

12.000

0

Ausstehende Optionen zum 31.12.

0

20.000

 

 

 

davon ausübbar am 31.12.

0

20.000

Erfasste Kapitalerhöhung (in Mio €)

0,2

0,7

Der gewichtete Durchschnitt des Aktienkurses der Aktie der Merck KGaA im XETRA-Handel bei Ausübung der Aktienoptionen betrug im Geschäftsjahr 81,05 €.