Führende Position behauptet Geprüft

Liquid Crystals | Kennzahlen

XLS

 

 

 

 

in Mio €

2008

2007

Δ in %

Gesamterlöse

877

916

–4,2

Bruttoergebnis

541

611

–12

F&E

85

79

8

Operatives Ergebnis

391

487

–20

Sondermaßnahmen

Free Cash Flow (FCF)

402

425

–5,3

FCF vor Akquisitionen und Veräußerungen

407

425

–4,3

ROS in %

44,6

53,1

 

Liquid Crystals | Gesamterlöse

Liquid Crystals – Gesamterlöse – 5-Jahres-Übersicht (Balkendiagramm)

Die Gesamterlöse der Sparte Liquid Crystals fielen im Jahr 2008 um 4,2 % auf 877 Mio €. Neben der Marktkorrektur aufgrund von Überkapazitäten spielten der Konjunkturabschwung und negative Währungseffekte eine große Rolle. Die Umsatzerlöse werden in US-$ oder lokaler Währung wie zum Beispiel japanischen Yen erzielt. Da die Herstellungskosten zum Großteil in Euro, die Umsatzerlöse aber in derzeit schwachen Währungen gebucht werden, sind die Geschäfte der Sparte nicht auf natürliche Weise gegen Währungseffekte abgesichert. Bereinigt um diese Effekte lag das Wachstum bei 5,6 %.

Das Bruttoergebnis der Sparte erreichte 541 Mio €, ein Minus von 12 % gegenüber dem Vorjahr. Das Operative Ergebnis sank um 20 % auf 391 Mio €, da sich die Währungseffekte unmittelbar auf den Gewinn der Sparte auswirkten. Die Umsatzrendite betrug 44,6 % und lag damit unter dem Vorjahresniveau. Der Free Cash Flow ging lediglich um 5,3 % auf 402 Mio € zurück.

Märkte unterschiedlich betroffen

Den Großteil des Geschäfts realisiert Merck wie bisher mit den großen Displayherstellern in Asien. Die Kunden von Merck sind – genau wie andere Hersteller von Konsumgütern auch – von der weltweiten Wirtschaftskrise, aber auch von Überkapazitäten betroffen. Dies zeigt sich jedoch regional unterschiedlich ausgeprägt: Vor allem bei den Herstellern in Taiwan wurden seit Oktober erste Anzeichen eines Nachfragerückgangs deutlich. In Japan und Südkorea ergibt sich ein positiveres Bild: Hier konnten wir – trotz der auch im letzten Quartal deutlich spürbaren Krise – auf das Gesamtjahr bezogen ein leichtes Umsatzplus erzielen. Der Grund liegt in der unterschiedlichen Struktur der Hersteller: In Taiwan sind vorwiegend Zulieferer für die Elektronikindustrie angesiedelt, bei denen die Elektronikkonzerne ihren Bedarf in Spitzenzeiten mit erhöhter Nachfrage decken. In Japan und Südkorea dominieren dagegen die großen Markenhersteller, die selbst auch Displays herstellen und vorwiegend das höherwertige Preissegment abdecken.

Mittlere Bildschirmgrößen dominieren den Markt

Wichtigste Wachstumstreiber der LCD-Industrie sind nach wie vor Fernsehgeräte und Notebooks. Nachdem der Trend in den letzten Jahren zu immer großformatigeren Bildschirmen ging, verlangsamt sich das Wachstum der großen Formate und der Markt pendelt sich stärker im mittleren Preissegment mit Bildschirmdiagonalen von 32 bis 40 Zoll ein. Für das Jahr 2009 geht das Marktforschungsinstitut DisplaySearch von einer Zunahme der weltweit hergestellten Display-Fläche aus.