Im Geschäftsjahr wurden 400 Mio € an Aufwendungen für Sondermaßnahmen gebucht. Diese betrafen primär Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte der Sparte Merck Serono: Wegen stark gesunkener Umsatzerwartungen für das Psoriasis-Medikament Raptiva® wurden Vermögenswerte für Produkttechnologien in voller Höhe wertberichtigt. Hieraus resultierte ein Aufwand von 195 Mio €. Außerdem wurden Lizenzrechte für Enbrel® zur Behandlung von Rheuma und Psoriasis teilweise wertberichtigt, weil sich die Einschätzungen der damit verbundenen Lizenzerlöse geändert haben – sowohl hinsichtlich der Höhe als auch des Zeitpunkts. Hiermit war ein Aufwand von 43 Mio € verbunden. Den Firmenwert unserer früheren Tochtergesellschaft Lexigen haben wir in voller Höhe um 42 Mio € wertberichtigt, nachdem die Forschungsprojekte eingestellt worden waren. Im Geschäftsjahr beendeten wir die Entwicklung der Indikation HIV-assoziiertes adipöses Redistributionssyndrom (HARS) für das hochdosierte rekombinante menschliche Wachstumshormon und schrieben die bislang dafür aktivierten immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig voll um 20 Mio € ab.
Für Finanzanlagen verbuchten wir Wertberichtigungen in Höhe von 29 Mio € wegen nachhaltig gesunkener Börsenkurse. Die Sparte Merck Serono wendete für Restrukturierungen ihres Außendiensts in verschiedenen europäischen Ländern insgesamt 26 Mio € auf.
An den Standorten in den USA und Brasilien restrukturierte der Unternehmensbereich Chemie in der Sparte Performance & Life Science Chemicals. Dafür buchte Merck 46 Mio € als Sondermaßnahmen.
Im Jahr 2007 hatten die Sondermaßnahmen überwiegend die Abschreibung der Vorräte betroffen, die im Rahmen der Kaufpreisallokation für Serono neu bewertet worden waren.
