Im Unternehmensbereich Chemie lagen die Gesamterlöse 2008 bei 2.123 Mio €, was einem Minus von 1,3 % entspricht. Negative Währungseffekte durch die Umrechnung aus schwachen Währungen wie dem US-$, dem japanischen Yen oder dem koreanischen Won schmälerten unser Wachstum um 6,0 Prozentpunkte, das währungsbereinigt 4,7 % erreichte. Im Laufe des Jahres und besonders im 4. Quartal wirkte sich auch der Wirtschaftsabschwung auf unsere Chemieumsätze aus – hier waren vor allem Lieferungen an Hersteller konsumnaher Produkte betroffen.
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Das Operative Ergebnis von 558 Mio € lag um 12 % unter dem Vorjahreszeitraum. Damit trug der Unternehmensbereich im Geschäftsjahr einen Anteil von 46 % zum Operativen Ergebnis* bei, im Jahr 2007 waren es noch 60 % gewesen. Die Umsatzrendite betrug 26,3 % verglichen mit 29,3 % im Vorjahr. Unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung stiegen um 4,4 % auf 143 Mio €.
Stark von negativen Währungseffekten und der Rezession beeinflusst waren die Gesamterlöse der Sparte Liquid Crystals. Sie fielen um 4,2 % auf 877 Mio €. Währungsbereinigt ergibt sich eine Wachstumsrate von 5,6 %. Da Merck die Grundsubstanzen in Darmstadt produziert, die Umsätze mit Kunden aber in Asien macht und in lokalen Währungen abrechnet, wirken sich die ungünstigen Währungsrelationen direkt auf das Operative Ergebnis aus. Seit dem 4. Quartal sorgt der Wirtschaftsabschwung zudem für einen Einbruch der Verkäufe. Das Operative Ergebnis lag daher mit 391 Mio € um 20 % unter Vorjahr. Die Umsatzrendite sank auf 44,6 % gegenüber 53,1 % im Vorjahr.
Auch die Sparte Performance & Life Science Chemicals litt unter negativen Währungseffekten und im Geschäft mit Effektpigmenten auch unter dem Wirtschaftsabschwung. Die Gesamterlöse stagnierten bei 1.246 Mio €, während währungsbereinigt ein Plus von 4,0 % erzielt wurde. Das Operative Ergebnis stieg um 15 % auf 167 Mio € an. Zurückzuführen ist dies primär auf das niedrige Vorjahresniveau, als wir Einmalaufwendungen für Wertberichtigungen und Restrukturierungen berücksichtigt hatten. Die Umsatzrendite von 13,4 % lag deutlich über den 11,7 % von 2007.
*ohne Berücksichtigung des Segments Konzernkosten und Sonstiges


