Finanzrisiken Geprüft

Merck nutzt Derivate, um Währungsrisiken beziehungsweise Finanzierungskosten zu minimieren, die durch Wechselkurs- oder Zinsschwankungen bedingt sind. Finanzgeschäfte in Fremdwährung werden grundsätzlich kursgesichert. In bestimmten Fällen sichert das Unternehmen zusätzlich erwartete Umsätze und künftige Kosten mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren ab (Details im Anhang unter Management von Finanzrisiken).

Wesentliche Finanztransaktionen mit Kreditrisiko werden ausschließlich mit Banken guter Bonität und einem Mindestrating von A- der Rating-Agentur Standard & Poor’s abgeschlossen. Die Bonität der Geschäftsbanken wird laufend beobachtet, um kurzfristig auf Verschlechterungen reagieren zu können. Es besteht eine „Syndicated Multicurrency Credit Facility“ aus dem Jahr 2007 über 2 Mrd € mit 19 Banken guter Bonität. Durch den positiven operativen Cash Flow, die zentralisierte Liquiditätssteuerung im Konzern und die zur Verfügung stehende „Credit Facility“ mit einer Restlaufzeit von sechs Jahren ist unsere Liquidität langfristig gesichert. Auch im Zusammenhang mit der derzeitigen Finanzkrise sehen wir keinen Kreditengpass für Merck. Aufgrund einer breiten Kundenstreuung ist Merck auf seinen Absatzmärkten ebenfalls nur einem geringen Kreditrisiko ausgesetzt.

Die Wertansätze einzelner Bilanzposten sind dem Risiko sich verändernder Markt- und Geschäftsverhältnisse und damit auch Änderungen der beizulegenden Zeitwerte ausgesetzt. Dadurch können sich Ergebnisbelastungen und Auswirkungen auf die Bilanzrelationen ergeben. Das gilt vor allem für die Anpassung der Buchwerte akquirierter Unternehmen an die jeweiligen Zeitwerte. Insbesondere hat der Anteil des Geschäfts- oder Firmenwerts und sonstiger immaterieller Vermögenswerte im Konzernabschluss infolge der Serono-Akquisition im Jahr 2007 deutlich zugenommen (Details im Anhang unter Immaterielle Vermögenswerte).

Merck hat Verpflichtungen im Zusammenhang mit Pensionszusagen. Der größte Teil der Verpflichtungen ist durch die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen abgedeckt, während der kleinere Teil über fondsfinanzierte Versorgungszusagen abgesichert ist. Die Verpflichtungen werden regelmäßig bewertet, indem jährlich versicherungsmathematische Gutachten erstellt werden. Veränderungen der Bewertungsparameter, zum Beispiel des Zinssatzes, der Gehaltssteigerungsrate oder der Sterbewahrscheinlichkeiten, können negative Auswirkungen auf den Wert der Pensionsverpflichtungen haben und zusätzliche Aufwendungen für Pensionspläne erforderlich machen. Soweit Pensionsverpflichtungen durch Planvermögen gedeckt sind, welches aus verzinslichen Wertpapieren, Aktien, Immobilien und anderen Vermögensanlagen besteht, können sinkende oder negative Renditen dieser Anlagen sich ungünstig auf den Wert des Planvermögens auswirken und somit weitere Zuführungen bedingen.