Vorreiter im Chemikalienrecht
Seit 2007 ist die EU-Verordnung REACH in Kraft. Sie steht für „Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals” und sieht vor, dass Hersteller und Importeure nur solche Chemikalien vermarkten dürfen, für die der Nachweis einer sicheren Verwendung erbracht ist. 2008 haben wir sämtliche betroffenen Stoffe vorregistriert und damit die Voraussetzungen für die endgültige Registrierung innerhalb der unterschiedlichen Übergangsfristen geschaffen. Daneben haben wir alle notwendigen Vorbereitungen zur Umsetzung des „Global Harmonisierten Systems zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien“ (GHS) getroffen. Die auf einer UN-Vereinbarung basierende EU-Verordnung trat am 20. Januar 2009 in Kraft. Die neuen Elemente der GHS-Gefahrenkommunikation wie zum Beispiel Gefahrenpiktogramme und Signalwörter lösen die bisherigen Gefahrensymbole und -bezeichnungen ab. Dies führt zu einer weiteren Verbesserung von Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz im Umgang mit unseren Produkten.
Umweltmanagementsystem 14001: Unter einem Dach
Aus unserer Umweltverantwortung haben wir uns entschieden, das Umweltmanagementsystem aller Produktionsstandorte nach dem internationalen Standard ISO 14001 zertifizieren zu lassen. Diese Norm sieht vor, dass die Umweltleistung in einem Verbesserungsprozess laufend erfasst und optimiert wird. An Stelle der bisherigen Einzelzertifikate baut Merck dabei erstmals auf ein Grupppenzertifikat, das für alle Standorte gilt. Im Jahr 2008 wurden die deutschen Standorte Darmstadt, Gernsheim, Mainz, Hohenbrunn und Frankfurt sowie Tres Cantos in Spanien zertifiziert. Bis 2010 sollen alle anderen Produktionsstandorte folgen.
Schutz von Mensch und Umwelt
Im Jahr 2008 haben wir unsere Prozesse im Umwelt-, Sicherheits- und Qualitätsmanagement weiter verbessert und verfeinert. Die Aufwendungen für Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit beliefen sich auf insgesamt 131 Mio €. Darin enthalten sind Investitionen, laufende Kosten und abgerufene Rückstellungen. Im Jahr 2008 lagen die direkten CO2-Emissionen von Merck bei 164.000 Tonnen. Das entspricht einem leichten Anstieg um 1 %. 2008 haben wir die Voraussetzungen geschaffen, die CO2-Emissionen im kommenden Jahr nach dem „Greenhouse Gas Protocol“ zu berichten. Dieser häufig genutzte Berichtsstandard schließt nicht nur die direkten CO2-Emissionen aus der Nutzung von Erdgas, Öl und anderen Energieträgern ein, sondern auch die indirekten Emissionen, wie etwa die anteiligen CO2-Mengen aus dem Verbrauch von Strom.
