Zu Jahresbeginn litt die Merck-Aktie mit dem gesamten DAX® wegen des starken Euros und der hohen Ölpreise unter Befürchtungen eines mäßigen Wirtschaftswachstums in Deutschland. Hierauf folgte eine Zeit der Ungewissheit, in der sich die Merck-Aktie mit den Aktienmärkten in einer Seitwärtsbewegung befand. Ende April erholte sich unsere Aktie wieder und näherte sich ihrem Jahreshöchststand von 93,79 € vom 9. Januar 2008. Erwartungen des Kapitalmarkts über die Zulassung des Krebsmedikaments Erbitux® in der frühen Behandlung von metastasiertem Darmkrebs trugen die Kursentwicklung im 2. Quartal. Am 30. Mai erhielten wir hierzu eine positive Einschätzung eines Komitees der Europäischen Zulassungsbehörde. Zudem profitierte die Merck-Aktie im 2. Quartal davon, dass gute Studienergebnisse für Erbitux® in der Behandlung von metastasiertem Lungenkrebs erwartet wurden. Die Daten präsentierte Merck Anfang Juni 2008 auf dem weltweit wichtigsten Onkologiekongress, der ASCO, in Chicago. Die Markt-Autorisierung zum frühen Einsatz von Erbitux® bei Darmkrebspatienten, die Merck am 23. Juli erhielt, enthält eine breite Kombinationsmöglichkeit mit bestehenden Chemotherapien, allerdings begrenzt sie die Nutzung des Medikaments auf eine bestimmte Patientengruppe (Details im Kapitel Merck Serono).
In einem weiterhin verunsicherten Marktumfeld drückten Gewinnmitnahmen im Juli 2008 die Merck-Aktie. Im September erreichte die Finanzkrise mit dem Konkurs von Lehman Brothers einen weiteren Höhepunkt und schickte die gesamten Aktienmärkte auf Talfahrt. Die Merck-Aktie verzeichnete am 21. November mit einem Preis von 57,67 € ihren Jahrestiefststand, von dem sie sich aber bis zum Jahresende wieder leicht erholen konnte.
