Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung erhöhten sich 2008 deutlich um 22 % auf 1.074 Mio €. Dies entspricht 22 % der Gesamterlöse der Sparte. Neben der Onkologie konzentrieren wir uns in der Forschung verstärkt auf innovative Therapien für Fachärzte zur Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen, wie etwa Multipler Sklerose, sowie auf Autoimmun- und Entzündungskrankheiten. Dort wie auch in den Therapiegebieten Endokrinologie und Fruchtbarkeit – wir entwickeln beispielsweise Präparate, die unfruchtbaren Paaren helfen, ihren Kinderwunsch zu erfüllen, sowie Arzneimittel zur Behandlung von Wachstumsstörungen – arbeiten wir gleichzeitig an zahlreichen Entwicklungsprojekten.
Insgesamt engagieren sich rund 2.300 Mitarbeiter dafür, neue Medikamente zu erforschen und zu entwickeln – in erster Linie in Darmstadt, Genf und Boston. In Therapiegebieten mit hohem Spezialisierungsgrad arbeiten sie an den Schnittstellen zwischen innovativer Biotechnologie und etablierter pharmazeutischer Wissenschaft. Ihre gesteigerte Effizienz schlug sich 2008 nicht zuletzt in sieben neuen Forschungsprojekten nieder. Zudem konnten wir drei unserer innovativen Wirkstoffe zur Zulassung einreichen. Darüber hinaus erhielten wir für vier Substanzen die behördliche Zulassung. Um unsere Forschung und Entwicklung zu straffen, haben wir 2008 zehn Forschungsprojekte in der präklinischen oder klinischen Phase gestoppt. Somit setzte sich unsere Forschungs-Pipeline 2008 aus zwölf Phase-I-Projekten, acht Phase-II-Projekten und elf Phase-III-Projekten zusammen.
Mit dem angekündigten Ausbau unseres US-Forschungsstandorts Billerica bei Boston – verbunden mit einer Investition von 50 Mio US-$ – stärken wir unsere biotechnologische Forschung und Entwicklung in den USA. In einem voraussichtlich 2010 fertiggestellten Forschungszentrum sollen rund 200 Forscher und etwa 50 auf Prozessentwicklung und Proteinherstellung spezialisierte Mitarbeiter arbeiten. Gemeinsam suchen sie nach neuen Therapieformen zur Behandlung von Krankheiten, die bisher nur unzureichend behandelt werden können. Die enge Verzahnung von Labors und Proteinproduktion soll den Übergang von der Forschung in die Produktion erheblich beschleunigen.
