Europa blieb mit 3.374 Mio € – bei einem Minus von 4,2 % – auch weiterhin die größte Region. Trotz eines Umsatzrückgangs um 1,9 % löste Deutschland Frankreich als umsatzstärkstes europäisches Land der Merck-Gruppe ab. Die Umsatzerlöse in Deutschland in Höhe von 708 Mio € wurden mehrheitlich vom Unternehmensbereich Pharma erzielt. Knapp 20 % der Umsätze entfielen auf den Unternehmensbereich Chemie. In Frankreich lagen die Umsatzerlöse bei 685 Mio €, wobei der Unternehmensbereich Pharma den Löwenanteil ausmachte. Insgesamt verzeichneten wir dort ein Minus von 12 % – sowohl bei Merck Serono aufgrund von Generikawettbewerb als auch in der Chemie, vor allem bei Pigmenten. Einzig die Sparte Consumer Health Care konnte wachsen.
Merck-Gruppe | Umsatzerlöse nach Regionen

Im US-amerikanischen Markt konnten wir unsere Umsatzerlöse 2009 um 18 % auf 1.075 Mio € steigern. Hauptumsatzträger mit einem Plus von 23 % ist der Unternehmensbereich Pharma. Der Unternehmensbereich Chemie, auf den rund ein Fünftel der Umsatzerlöse entfiel, stagnierte – in einem Krisenjahr ein erfreuliches Ergebnis.
In Lateinamerika konnten wir 2009 um 17 % auf 942 Mio € zulegen. Unser wichtigster Markt ist Brasilien. Die Umsätze stiegen dort um 6,0 % an, wobei der Unternehmensbereich Chemie stagnierte und der Unternehmensbereich Pharma ein Plus von 7,0 % erreichen konnte. Deutlich wachsen konnten wir auch in Kolumbien, Ecuador und Argentinien.
In der Region Asien, Afrika und Australien legte Merck um 1,8 % zu. Südkorea ist für Merck hier mit Umsatzerlösen von 347 Mio € nach wie vor der größte Markt, mehrheitlich für die Chemie, und dort hauptsächlich für das Geschäft mit Flüssigkristallen. Der Unternehmensbereich Pharma trug in diesem Land knapp 10 % zu den Umsätzen bei – mit steigender Tendenz. Der Unternehmensbereich Chemie hingegen verzeichnete einen Umsatzrückgang um 15 %. Taiwan, der zweitgrößte Markt, erreichte im für die Chemie schweren Jahr 2009 mit 337 Mio € ein Umsatzplus von 1,7 %. Der Unternehmensbereich Pharma wuchs um 9,9 %, der Unternehmensbereich Chemie, der dort rund 90 % der Gesamtumsätze ausmachte, legte um 0,9 % zu.
In Japan – ein Land, in dem Merck lange nur mit dem Chemiegeschäft präsent war – erzielte der Unternehmensbereich Pharma knapp 43 % der Umsätze, bei einem enormen Wachstum auf das Vierfache. Hierfür war vor allem der Markterfolg des Krebsmedikaments Erbitux® verantwortlich. Damit konnten wir die rückläufige Entwicklung in der Chemie ausgleichen. Insgesamt stiegen die Umsätze in Japan um 8,2 % auf 297 Mio €.
In China hingegen fielen die Umsätze des Unternehmensbereichs Chemie um 15 %, dafür aber legte der Unternehmensbereich Pharma um 11 % zu. Die Umsatzerlöse von 190 Mio € verteilen sich zu rund zwei Dritteln auf den Unternehmensbereich Pharma und ein Drittel auf die Chemie. In Indien wuchsen beide Unternehmensbereiche und erreichten ingesamt ein Wachstum von 7,1 % auf 113 Mio €. Chemie und Pharma machen jeweils in etwa die Hälfte der Umsätze aus.
