Konzernkosten und Sonstiges Geprüft

Das Segment Konzernkosten und Sonstiges besteht aus den Konzernverwaltungskosten, dem Finanzergebnis, Steuern sowie bestimmten Sondermaßnahmen, die nicht einzelnen Sparten zugeordnet sind.

Die Konzernverwaltungskosten betreffen vorwiegend die Merck KGaA und umfassen typische Holdingfunktionen. Dazu gehören beispielsweise die zentralen Finanz- und Rechnungswesen- sowie Steuerbereiche und zentrale Einkaufs-, Kommunikations- oder Personal-Abteilungen – sofern ihre Leistungen nicht den Sparten zugeordnet werden können. Zu den Konzernkosten zählen auch die Aufwendungen für zentrale, nicht zugeordnete IT-Funktionen und so genannte Corporate-IT-Projekte im Zusammenhang mit dem Ausbau und zur Harmonisierung von IT-Systemen innerhalb der Merck-Gruppe.

Das Operative Ergebnis des Segments Konzernkosten und Sonstiges belief sich im Jahr 2009 auf –78 Mio € im Vergleich zu –81 Mio € im Vorjahr. Im Geschäftsjahr sind dem Segment keine Sondermaßnahmen zugeordnet, da wir diese bei den operativen Sparten buchten.

Das Finanzergebnis lag 2009 bei –134 Mio € und verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahreswert von –156 Mio €. Die Veränderung um 22 Mio € resultiert primär aus gesunkenen Zinsanteilen für Kurssicherungsgeschäfte. Zum einen haben sich im Berichtsjahr die unterschiedlichen Währungs-Zinsniveaus stärker angeglichen, zum anderen war das Volumen an getätigten Kurssicherungsgeschäften insgesamt geringer.

Bereinigte Steuerquote konnte reduziert werden

Die Steueraufwendungen umfassen die Körperschaft- und Gewerbesteuern der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der Gesellschaften im Ausland. Die Position enthält neben den effektiven Steuern auch latente Steuern, die die unterschiedlichen Wertansätze zwischen den Steuerbilanzen der Konzerngesellschaften und der Konzernbilanz berücksichtigen. Letztere resultieren überwiegend aus den Abschreibungen der im Zuge der Kaufpreisallokation für Serono angesetzten immateriellen Vermögenswerte sowie aus latenten Steuern für die Zuführung von Rückstellungen im Konzern. Außerdem wurden im Jahr 2009 aktive latente Steuern auf Verlustvorträge gebildet. Die um Sondermaßnahmen bereinigte Steuerquote verringerte sich von 25,8 % auf 21,6 %. Dazu beigetragen hat im Jahr 2009 einerseits die Nutzung von Verlustvorträgen, für die kein latenter Steueranspruch bestand, und andererseits die Bildung aktiver latenter Steuern für die zukünftige Nutzung von Verlustvorträgen.

Der Free Cash Flow lag 2009 bei –511 Mio €, der Basis Free Cash Flow kam auf –496 Mio € gegenüber –470 Mio € im Vorjahr. Neben den Ausgaben für die Konzernverwaltung sind hier vor allem die Zins- und Steuerzahlungen enthalten. Die Veräußerungseinflüsse im Basis Free Cash Flow betrafen sowohl 2009 als auch 2008 nachträgliche Zahlungen für den 2007 erfolgten Verkauf des Generikageschäfts und beziehen sich auf nachträgliche Steuerzahlungen sowie Rechtsberatungskosten.

Konzernkosten und Sonstiges | Kennzahlen

XLS

 

 

 

 

in Mio €

2009

2008

Δ in %

Gesamterlöse

6,6

Bruttoergebnis

–2,7

F&E

Operatives Ergebnis

–78

–81

Sondermaßnahmen

Free Cash Flow

–511

–581

Basis Free Cash Flow

–496

–470