Prognose zur Entwicklung der Weltwirtschaft Geprüft

Das wirtschaftliche Umfeld, in dem sich Merck bewegt, wird von verschiedenen Stellen unterschiedlich prognostiziert. Gleich ist allen Prognosen, dass sie für 2010 von Wachstum ausgehen, unklar ist aber die Stabilität der oft als fragil bezeichneten Erholung. Um einen Überblick zu geben und die Abweichungen zwischen den Prognosen zu dokumentieren, stellen wir die BIP-Wachstumsprognosen unterschiedlicher Institute tabellarisch dar. Merck orientiert sich an den Vorhersagen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Prognosen führender internationaler Organisationen für 2010 und 2011 im Vergleich

XLS

 

 

 

 

Entwicklung BIP (in %)

Quelle

2010

2011

Welt

IWF

3,9

4,3

 

OECD

1,9

2,5

 

Weltbank

2,7

3,2

USA

IWF

2,7

2,4

 

OECD

2,5

2,8

 

Weltbank

2,5

2,7

Japan

IWF

1,7

2,2

 

OECD

1,8

2,0

 

Weltbank

1,3

1,8

EU

IWF

1,0

1,6

 

OECD

0,9

1,7

 

Weltbank

1,0

1,7

Deutschland

IWF

1,5

1,9

 

OECD

1,6

1,9

 

Eurostat

1,2

1,7

China

IWF

10,0

9,7

 

OECD

10,2

9,3

 

Weltbank

9,0

9,0

Indien

IWF

7,7

7,8

 

OECD

7,3

7,6

 

Weltbank

7,5

8,0

Brasilien

IWF

4,7

3,7

 

OECD

4,5

4,5

 

Weltbank

3,6

3,9

Die OECD rechnet für die 30 OECD-Staaten mit einem weltweiten BIP-Anstieg von 1,9 % im Jahr 2010 und einem um 2,5 % wachsenden BIP im Jahr 2011. Die US-Volkswirtschaft soll 2010 um 2,5 % und im Folgejahr um 2,8 % wachsen.

Die Volkswirtschaft der Euro-Zone wächst den Prognosen zufolge mit 0,9 % im Jahr 2010 leicht und 2011 mit 1,7 % etwas stärker. In Deutschland rechnet die OECD für 2010 mit einem BIP-Anstieg von 1,6 % und für 2011 mit 1,9 %.

Für Japan prognostizieren die Ökonomen 2010 einen Wert von 1,8 % und für 2011 von 2,0 %. China bleibt eine Lokomotive des globalen Aufschwungs – Grund hierfür ist, dass dieses Land von der Finanzkrise nur geringfügig betroffen war und der Staat ein massives Konjunkturprogramm aufgelegt hatte.

Auch über die zu erwartenden Arbeitslosenzahlen herrscht Unsicherheit bei den Prognosen. Die EU-Kommission geht von einem hohen Anstieg der Arbeitslosenzahlen vor allem in Deutschland aus. Dort soll die Arbeitslosenquote im Jahr 2010 auf 9,2 % steigen. Für die USA rechnet die OECD mit dem Höhepunkt der Arbeitslosigkeit bereits Mitte 2010, in der Euro-Zone hingegen erst Anfang 2011 und in Deutschland gar erst Mitte 2011.