Geschäftsbezogene Risiken Geprüft

Merck integriert sein Risikomanagement in die Prozesse der kontinuierlichen Geschäftsplanung. Mögliche negative Entwicklungen, beispielsweise Änderungen der Kundennachfrage oder geänderte politische Rahmenbedingungen, werden in den Risikoberichten beschrieben und bewertet. Somit können wir bei Ereignissen, die von der Planung abweichen, frühzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen. Risiken bei Investitionsentscheidungen werden durch die Anwendung detailliert ausgearbeiteter Richtlinien gemindert.

Zum 31. Dezember 2009 betrieb die Merck-Gruppe 54 Produktionsstandorte in 26 verschiedenen Ländern und hat für wichtige Produkte das Risiko von Lieferengpässen durch geeignete Maßnahmen minimiert. Gesamterlöse und Ergebnis der Merck-Gruppe stützen sich auf eine Vielzahl pharmazeutischer und chemischer Produkte für verschiedene Branchen. Diese Diversifikation trägt zu einer Risikominderung bei, da sich die Märkte in ihrer Struktur und ihren Konjunkturzyklen unterscheiden. Sie ist auch Ausdruck der Merck-Strategie, ein integriertes Pharma- und Chemieunternehmen bleiben zu wollen.

Auf mögliche Risiken eines geänderten Marktumfelds, zum Beispiel durch eine mögliche Fortsetzung der globalen Wirtschaftskrise, weitere Kostendämpfungsmaßnahmen im Gesundheitswesen oder neue Wettbewerbsprodukte, versuchen wir uns durch kontinuierliche Marktbeobachtung in den Sparten vorzubereiten, um entsprechend vorausschauend handeln zu können. Konjunkturbedingten Nachfrageänderungen, besonders für den Unternehmensbereich Chemie, begegnet Merck mit einer temporären Anpassung der Produktionskapazitäten.

Die speziellen Risiken der pharmazeutischen Entwicklung werden durch das in der Merck-Gruppe eingeführte Portfolio- und Projektmanagementsystem permanent überwacht. Im Zuge des Portfoliomanagements bewerten wir die Forschungsgebiete und alle Projekte in der Entwicklungs-Pipeline regelmäßig und richten sie, wenn nötig, neu aus. Für Merck als forschendes Pharmaunternehmen besteht das Risiko, dass Entwicklungsprojekte abgebrochen werden müssen, mitunter erst nach hohen Investitionen in einer späten klinischen Phase. Entscheidungen – etwa beim Übergang in die nächste Phase der klinischen Entwicklung – werden so getroffen, dass Risiken so gering wie möglich gehalten werden. Es besteht trotzdem die Gefahr, dass unerwünschte Nebenwirkungen unserer pharmazeutischen Produkte erst nach der Zulassung beziehungsweise Registrierung entdeckt werden und eine Einschränkung der Zulassung oder Rücknahme vom Markt zur Folge haben.

Arzneimittel unterliegen auf vielen Absatzmärkten sich ändernden und zunehmend restriktiven Vorgaben betreffend Preisbildung, Kostenerstattung und Zulassung. Diese können die Rentabilität unserer Produkte negativ beeinflussen sowie den Erfolg von Markteinführungen und Neuzulassungen gefährden.