Forschung & Entwicklung Geprüft

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung erhöhten wir im Jahr 2009 um 10 % auf 1.184 Mio €. Das entspricht 22 % der Gesamterlöse der Sparte Merck Serono. Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten haben drei Schwerpunkte: Onkologie, wo wir nach neuen therapeutischen Optionen für Krebsarten wie Darmkrebs, Lungenkrebs, Kopf- und Halskrebs, Brustkrebs oder Magenkrebs suchen; Neurodegenerative Erkrankungen, wo wir an neuen Therapien für Multiple Sklerose und die Parkinson-Krankheit arbeiten; Autoimmun- und Entzündungskrankheiten, wo wir rheumatologische Indikationen erforschen. Daneben betreiben wir weiterhin Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Fruchtbarkeit. Insgesamt arbeiteten Ende des Jahres rund 2.800 Mitarbeiter für die Sparte im Bereich Forschung und Entwicklung.

Unsere Forschungs-Pipeline umfasst zehn Projekte mit klinischen Studien der Phase III, acht Projekte der Phase II und fünf Projekte der Phase I. Der hohe Anteil an Projekten, die sich in späten Phasen der klinischen Entwicklung befinden und dadurch kostenintensiv sind, begründet unsere deutlich gestiegenen Ausgaben für Forschung und Entwicklung.

Wir positionieren uns weiterhin als Unternehmen, das in Forschung und Entwicklung sowohl die Expertise für kleine Moleküle als auch für Biopharmazeutika besitzt. Diese Strategie gibt uns die Flexibilität, für das jeweils medizinisch relevante molekulare Ziel die am besten geeignete Herangehensweise zu wählen. Da unsere Pipeline viele erfolgversprechende Kandidaten beinhaltet, werden wir weiterhin Projekte priorisieren, um Chancen zu maximieren und Risiken zu kontrollieren – dabei hilft uns die Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen. Die wichtigsten Forschungszentren bleiben Darmstadt, Genf sowie Boston. Zusätzlich werden wir in Peking einen Entwicklungsstandort schaffen, um den asiatischen Raum besser abzudecken und lokale klinische Studien zu erleichtern. In den Jahren 2010 bis 2013 werden wir dort 150 Mio € investieren und über 200 hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Planmäßig laufen die Ausbauarbeiten an unserem Standort Boston, wo wir insgesamt 65 Mio US-$ investieren. Das neue Forschungszentrum wird voraussichtlich Ende 2010 fertiggestellt und Arbeitsplätze für rund 200 Wissenschaftler bieten.