Seit Oktober 2008 hatte Merck Serono der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA drei virologisch bestätigte Fälle von progressiver multifokaler Leukoenzephalopathie (PML) mit Todesfolge gemeldet. Diese wurden als Nebenwirkungen bei Patienten beobachtet, die mit Raptiva® behandelt worden waren, unserem Medikament zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Schuppenflechte. Die EMA empfahl daraufhin im Februar die Aussetzung der Marktzulassung für Raptiva®. Nach der EMA-Empfehlung haben wir in enger Zusammenarbeit mit den Arzneimittelbehörden nicht nur in Europa, sondern auch in allen anderen unserer Märkte die Abgabe von Raptiva® eingestellt und das Medikament weltweit vom Markt genommen.
Die Umsatzerlöse von Raptiva® sanken durch diesen Verkaufsstopp und Produktrücknahmen auf 4,7 Mio € von 93 Mio € im Vorjahr. Wir buchten 40 Mio € als Sonderaufwendung für alle Kosten dieser Aussetzung der Marktzulassung. Merck Serono wird sich auch in Zukunft auf dem Gebiet der Autoimmun- und Entzündungserkrankungen engagieren, was durch die Entwicklungsprojekte in unserer Pipeline zu so unterschiedlichen Krankheiten wie Lupus und Arthrose unterstrichen wird.
