Wir legen großen Wert darauf, dass sich unsere Führungskräfte kontinuierlich fortbilden und weiterentwickeln. Nur so können sie auf die vielfältigen Bedürfnisse ihrer Teammitglieder eingehen. Bei uns arbeiten viele Teams standortübergreifend und international zusammen. Aus der Vielfalt an unterschiedlichen Kompetenzen und Erfahrungen ihrer Mitglieder ergibt sich großes Potenzial, das unsere Führungskräfte nutzen sollen. Wir unterstützen sie dabei, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Auch bei der Weiterbildung unseres Führungsnachwuchses spielt die weltweite Zusammenarbeit eine immer wichtigere Rolle. Unsere Managementprozesse sind grundsätzlich international ausgerichtet.

Unser Ansatz zur guten Führung

Unser strategisches Kompetenzmodell beschreibt Kernkompetenzen, nach denen Mitarbeiter aller Hierarchieebenen in unserem Konzern handeln sollen. Die sechs Kernkompetenzen lauten: Sinnhaft, Zukunftsorientiert, Innovativ, Ergebnisorientiert, Gemeinschaftlich und Stärkend. Im Arbeitsalltag leisten diese Kernkompetenzen einen wichtigen Beitrag zu unserem Erfolg. Das Kompetenzmodell bildet die Grundlage aller Entwicklungsmaßnahmen in der Personalarbeit – für die Mitarbeiter, aber vor allem auch für unsere Führungskräfte. Sie haben eine wichtige Vorbildfunktion und sind damit für die erfolgreiche Verankerung des Kompetenzmodells in unserem Unternehmen von großer Bedeutung. Das Kompetenzmodell definiert zudem die Führungskultur, mit der wir unser Geschäft voranbringen wollen.

Unser Kompetenzmodell

Die Wirkung unserer Entwicklungsmaßnahmen messen wir im Rahmen des sogenannten Performance- und Potenzialmanagement-Prozesses. Unsere Beschäftigten bewerten außerdem bei Mitarbeiterbefragungen unter anderem die Qualität der Führung im Unternehmen.

Wie wir gute Führung organisieren

Unsere Führungskräfte gehen auf die Bedürfnisse unserer vielfältigen Belegschaft ein. Dazu stellen wir ihnen Hilfsmittel und Daten zur Verfügung. Gleichzeitig können sie durch speziell entwickelte Tools auf transparentes Feedback zugreifen, um die Auswirkungen ihrer Entscheidungen zu verfolgen.

Managementprogramm für Führungskräfte

Um die Kompetenzen unserer Führungskräfte mit Personalverantwortung zu stärken, haben wir in den letzten Jahren drei verschiedene Programme ins Leben gerufen: Das Programm „Managerial Foundation“ vermittelt Grundlagen der Führung, beispielsweise Kommunikationstechniken, Führungsstile, Konfliktmanagement, Motivation oder emotionale Intelligenz. Das Programm „Advanced Management“ umfasst Themen wie Veränderungsmanagement, Selbstreflektion und Resilienz (Widerstandskraft). Zudem vermittelt es Coaching-Methoden, die den Übergang von einer ersten Führungsrolle zur Führung multifunktionaler und -nationaler Teams unterstützen. Das dritte Programm heißt „Global Leadership“. Es vermittelt Kompetenzen für eine erfolgreiche internationale Zusammenarbeit. 2017 haben wir die Programme „Managerial Foundation“ und „Advanced Management“ weltweit an unterschiedlichen Standorten angeboten. Das Programm „Global Leadership“ wurde in Deutschland, den USA und Dubai durchgeführt.

Bis Ende 2018 sollen mindestens 50 % unserer Führungskräfte mit Personalverantwortung mit 3 und höher an einem der Programme teilgenommen haben. Bis Ende 2017 hatten bereits alle Top-400-Führungskräfte (Rolle 6 und höher) das Programm „Global Leadership“ durchlaufen. Seit Start der drei Programme haben insgesamt etwa über 4.000 Führungskräfte mit Personalverantwortung daran teilgenommen.

Erweitertes Angebot der „Merck University“

Bereits seit 1999 bieten wir in Zusammenarbeit mit internationalen Top-Universitäten das multiregionale und modulare Programm „Merck University“ an. Über einen Zeitraum von zehn Monaten absolvieren die teilnehmenden leitenden Führungskräfte Lerneinheiten zu Führungsmethoden und strategischer Geschäftsentwicklung. 2017 haben wir erstmals das Modul „Leading Innovation and Digitalization“ in Zusammenarbeit mit der amerikanischen „Stanford Graduate Business School“ durchgeführt. 23 obere Führungskräfte nahmen daran teil. Das Modul besteht aus einem achtwöchigen Online-Kurs zum Thema „Innovation Process for Entrepreneurs“ und einer 3,5-tägigen Präsenzphase in Stanford. Insgesamt absolvierten bisher 373 obere Führungskräfte das Programm „Merck University“.

Ebenfalls seit den 1990er-Jahren durchläuft unser Führungsnachwuchs das „International Management Program“. Dabei bearbeiten die Teilnehmer über neun Monate ein bereichsübergreifendes Projekt. Die Ergebnisse werden der Geschäftsleitung präsentiert. Darüber hinaus kooperieren wir mit Universitäten auf der ganzen Welt. So unterstützen wir unsere Mitarbeiter beispielsweise bei einem sogenannten Executive-MBA-Studium.

Potenziale in Wachstumsmärkten nutzen

Bei der Weiterbildung unserer Führungskräfte haben wir auch unsere Wachstumsmärkte im Blick. 2017 fand erneut das „Growth Markets Management Program“ für lokalen Führungsnachwuchs in den Regionen Asien-Pazifik (APAC), Lateinamerika und Mittlerer-Osten-Afrika-Russland-Türkei (MEART) statt. Es umfasst Trainings zu betriebswirtschaftlichen Themen, etwa strategisches Marketing und Finanzanalyse sowie unternehmensspezifische Inhalte zur Strategie oder zur Unternehmenskultur. 2017 integrierten wir für die Region Asien-Pazifik das Thema digitales Marketing in dieses Programm. Ein ähnliches Programm haben wir bereits 2013 in China und im Jahr 2016 im Mittleren Osten und Lateinamerika eingeführt. Bisher haben insgesamt 126 Führungskräfte daran teilgenommen.

Im Berichtszeitraum haben zudem acht Mitarbeiter das einjährige Programm „Afrika kommt!“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) erfolgreich beendet. Das Programm hat das Ziel, Fach- und Führungskräfte aus Subsahara-Afrika zu qualifizieren. So wollen wir einen Beitrag dazu leisten, regionale Kooperationspartner für die deutsche Wirtschaft aufzubauen. Zwölf ehemalige Stipendiaten arbeiten inzwischen in entsprechenden Fach- und Führungsfunktionen für uns: Fünf in ihren Heimatländern Äthiopien, Ghana, Kenia und Nigeria und sieben zunächst noch in Darmstadt. Für den sechsten Jahrgang von „Afrika kommt!“ wurden 2017 sechs neue Kandidaten ausgewählt.

Rollen
Merck arbeitet mit einer marktorientierten Methode zur Bewertung von Positionen im Unternehmen. Um eine konzernweite Vergleichbarkeit zu ermöglichen, wird jede Position bei Merck einer spezifischen Rolle zugeschrieben. Eine übergreifende Stellenarchitektur ermöglicht die Zuordnung der Rollen in insgesamt 11 Level, 15 Funktionen und unterschiedliche Karrieretypen (Core Operations, Services & Support-Gruppen; Experten; Manager; Projektmanager).

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