Als Wissenschafts- und Technologieunternehmen suchen wir fortlaufend nach neuen Lösungen und müssen uns kontinuierlich weiterentwickeln. Engagierte und neugierige Mitarbeiter sind entscheidend für unsere Innovationsfähigkeit – und damit auch für unseren Erfolg. Wir brauchen eine Unternehmenskultur, die das Wissen unserer Mitarbeiter stärkt, ihnen spannende Perspektiven eröffnet und sie dazu motiviert, die Entwicklung unseres Unternehmens aktiv mitzugestalten. Das ehrliche Feedback jedes Einzelnen zeigt uns, in welchen Bereichen wir uns noch verbessern können.

Unser Ansatz, um Mitarbeiter einzubeziehen

Wir wollen ein Arbeitsumfeld schaffen, das unsere Mitarbeiter ermutigt, querzudenken und neue Lösungen zu finden. Nur so können sie innovative Ideen entwickeln und Marktchancen entdecken. Um das Engagement aller Mitarbeiter zu fördern, haben wir uns klare Ziele gesetzt und daraus entsprechende Maßnahmen abgeleitet.

Wir wollen die Bedürfnisse der Menschen verstehen, die für uns arbeiten. Deshalb führen wir regelmäßig Mitarbeiterbefragungen durch. Die Ergebnisse liefern uns entscheidende Hinweise, wo wir noch besser werden können. Nach jeder Befragung planen wir konkrete Verbesserungsmaßnahmen, die von den jeweiligen Einheiten gesteuert werden.

Wie wir unsere Mitarbeiter einbeziehen

Der HR-Bereich „Engagement and Inclusion“, der sich mit den Themen Mitarbeiterbindung, Vielfalt und Wertschätzung auseinandersetzt, konzipiert und steuert unsere Mitarbeiterbefragungen.

Darüber hinaus binden wir regelmäßig und umfassend lokale Arbeitnehmervertretungen in Unternehmensentscheidungen ein. In Deutschland gibt es in 14 Gesellschaften unseres Konzerns Arbeitnehmervertretungen. Lokale Betriebsräte sowie ein Konzernbetriebsrat vertreten die Mitarbeiter und diskutieren Themen wie Entgelt, Arbeitszeit oder Umstrukturierungen. Die Interessen der leitenden Angestellten vertritt der sogenannte Sprecherausschuss. Auf europäischer Ebene ist das Merck-Euroforum unsere Mitarbeitervertretung. Hier geht es vor allem um die wirtschaftliche Lage, die Beschäftigungssituation und wesentliche Veränderungen im Unternehmen.

Unsere Mitarbeiter verstehen

2017 starteten wir auf Basis der letztjährigen Mitarbeiterbefragung zahlreiche Initiativen zur Verbesserung des Arbeitsumfelds. Im Bereich unserer IT-Infrastruktur haben wir die Leistung von Programmen wie Skype und Outlook erhöht, Netzwerke aktualisiert und den IT-Support optimiert. Zudem verbesserten wir die Abläufe zur Rekrutierung und zur Integration neuer Mitarbeiter, weiterhin optimierten wir in unserem Intranet die Suchfunktion und den mobilen Zugriff. Darüber hinaus begannen wir ein Projekt, das den Aufbau einer Wissenschaftlergemeinschaft bei uns fördern soll. Um uns noch besser innerhalb unseres Unternehmens sowie mit unseren Wettbewerbern vergleichen zu können, werden alle Mitarbeiterbefragungen konzernweit in jährlichen Abständen durchgeführt. Auf diese Weise sorgen wir für einen regelmäßigen Austausch zwischen Mitarbeitern, Führungskräften und dem Top-Management.

Innovative Ideen belohnen

2017 haben unsere Mitarbeiter rund 2.000 Verbesserungsvorschläge über unser deutschlandweites Ideenmanagement eingereicht. Die Ideen sind mit einem Erstjahresnutzen in Höhe von circa 4,6 Mio. € verbunden. Unsere Mitarbeiter erhielten für ihre Ideen Prämien von rund 585.000 €. Mit diesem Konzept wollen wir sie zu kreativem Denken anregen und dazu ermuntern, sich an einer kontinuierlichen Verbesserung der Unternehmensabläufe und -prozesse zu beteiligen. Vorschläge, die in die Praxis umgesetzt werden, belohnen wir mit einer Prämie. Deren Höhe hängt davon ab, welchen Beitrag die Ideen entweder zur Verbesserung unserer Prozesse oder zur Einsparung von Kosten leisten.

Außerdem können unsere Mitarbeiter im Zuge unseres weltweiten Innovationsprogramms „Innospire“ in regelmäßigen Abständen Ideen für neue Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle einreichen. Wir nutzen Innospire, um Ideen zu definierten Suchfeldern zu identifizieren – beispielsweise „Biointerfaces and Biosensing“, „Enablers of Precision Farming“ oder künstliche Intelligenz. Aber auch Ideen außerhalb dieser Suchfelder sind willkommen. Im Berichtszeitraum wurden fast 900 Ideen eingereicht. Ende 2017 erfolgte eine Vorauswahl der 18 besten Ideen, die bis Mai 2018 weiter ausgearbeitet werden sollen. Im Anschluss geben wir die Gewinner bekannt.

Besondere Ideen, Teamleistungen und Projekte zeichnen wir jedes Jahr darüber hinaus mit unseren „Merck Awards“ aus. 2017 verlieh die Geschäftsleitung vier Teams mit insgesamt 40 Mitarbeitern „Merck Awards“ in den Kategorien Leistung, Menschen, Technologie sowie in der Sonderkategorie „CEO Award“. Weltweit bewarben sich 70 Teams mit Projekten aus den Unternehmensbereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials sowie aus Konzernfunktionen und geschäftsübergreifend aus verschiedenen Ländern.

Ideen Raum geben

Unser Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt und ist durch Übernahmen gewachsen. Unseren Stammsitz in Darmstadt entwickeln wir zu einer internationalen Konzernzentrale weiter, die unsere Innovationskraft unterstützt. Sie soll flexibles Wachstum ermöglichen und unsere Unternehmensidentität widerspiegeln. Dies unterstützt auch unsere strategische Initiative „EINE globale Konzernzentrale“.

Ein wichtiger Teil unserer Konzernzentrale ist seit Anfang 2018 unser neues Innovationszentrum. Dieses ersetzt unser bisheriges modulares Innovationszentrum. Das neue Zentrum soll unseren Mitarbeitern kreativen Freiraum bieten, um in interdisziplinären Teams an zukunftsweisenden Projekten zu arbeiten – mit dem Ziel, für unser Unternehmen Neugeschäft über die bestehenden Geschäfte hinaus zu entwickeln.

In diesem Innovationszentrum tüfteln 15 Projektteams. Hinzu kommen zahlreiche externe Start-ups, die wir im Zuge des sogenannten „Merck Accelerators“ in der Frühphase ihrer Entwicklung fördern. Die Start-up-Teams ziehen dabei jeweils für drei Monate ins Innovationszentrum ein und erhalten finanzielle Unterstützung, Trainings sowie Zugang zu unseren Experten auf der ganzen Welt. 2018 werden wir das Programm „Merck Accelerator“ erweitern und in Afrika weiter ausrollen. Dabei stehen Standorte mit einer bereits lebendigen oder aufkeimenden Start-up-Kultur im Fokus. Neben der Überarbeitung des Programms unseres ersten Ablegers in Nairobi, Kenia, werden wir weitere kleine Anlaufstellen in Lagos, Nigeria, und Kapstadt, Südafrika, einrichten. In Darmstadt nehmen wir im März das erste Mal bis zu zwölf Start-ups auf.

Von dem gegenseitigen Austausch, der dadurch entsteht, profitieren nicht nur die Start-ups, sondern auch unsere internen Projektteams. Allen Teams steht im Innovationszentrum ein „Makerspace“ zur Verfügung – der es ihnen erlaubt, Prototypen schnell zu entwickeln. Darüber hinaus haben sie Zugang zu einer wissenschaftlichen Bibliothek und einer Online-Plattform. Die Plattform enthält unter anderem Tutorials, Tipps für Projekte sowie Online-Trainings und bietet die Möglichkeit zum Austausch.

Das Innovationszentrum führt regelmäßig Veranstaltungen, Workshops, Seminare und „Webinare“ (Online-Seminare) durch. Dabei stellen wir unseren Mitarbeitern beispielsweise neue Innovationsmethoden wie „“ vor. Das Interesse ist sehr hoch. Außerdem wollen wir den Austausch zu Innovation im Unternehmen stärken und bauen ein konzernweites Botschafternetzwerk für das Innovationszentrum auf.

Innovationen mit jungen Wissenschaftlern entwickeln

Unser „Merck Biopharma Innovation Cup“ richtet sich an Absolventen eines naturwissenschaftlichen oder betriebswirtschaftlichen Studiums, Doktoranden und Postdoktoranden aus aller Welt. Mit dieser Initiative wollen wir unser Unternehmen für junge Talente interessant machen und gleichzeitig ein Forum für neue Ideen bieten. In einem einwöchigen Summer-Camp lernen 30 Teilnehmer, wie Forschung und Entwicklung in der Pharmaindustrie funktionieren. Gemeinsam mit Aktiven und Ehemaligen des Konzerns erarbeiten sie neue, innovative Projektkonzepte. Das Team mit dem besten Konzept erhält 20.000 € Preisgeld.

Anlässlich unserer Jubiläumsfeier 2018 wird es einen besonderen „Merck Innovation Cup“ geben. Im Rahmen dieser größeren „Anniversary Edition“ werden 75 ausgewählte, junge Talente Themen mit Relevanz für alle unsere Unternehmensbereiche bearbeiten. Alle Teilnehmer erhalten darüber hinaus Zugang zur wissenschaftlichen Konferenz „Curious2018 – Future Insight Conference“, die wir anlässlich unseres 350-jährigen Jubiläums 2018 erstmalig ausrichten. 2017 gewann den „Innovation Cup“ ein Team mit einem innovativen Projektvorschlag zur Rolle von natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) in der Krebsimmunologie. Diese Zellen können Tumorzellen und virusinfizierte Zellen erkennen und gezielt abtöten. Insgesamt bewarben sich mehr als 1.400 Wissenschaftler aus der ganzen Welt für den Preis.

Informieren und Austausch fördern

Mit zielgruppenspezifischen Formaten informieren wir unsere Mitarbeiter über aktuelle Themen und regen sie zum Austausch an. Beispiele dafür sind unsere internationale Kollaborationsplattform EVA sowie unsere internationale Mitarbeiterzeitschrift „pro“. Die Zeitschrift erscheint in sieben Sprachen und ist auch als Online-Magazin und App erhältlich. Mit „pro“ erreichen wir mehr als 90 % unserer weltweit rund 52.000 Mitarbeiter in ihrer Landessprache. Zudem gibt es in einigen Ländern auch lokale Ausgaben der „pro“, beispielsweise in Deutschland, Korea, Mexiko und Russland. Verschiedene Newsletter der Unternehmensbereiche ergänzen das Angebot.

Unsere Kollaborationsplattform EVA umfasst das globale Intranet für alle Länder und Unternehmensbereiche und bündelt zudem zahlreiche Anwendungen zur Zusammenarbeit an einer zentralen Stelle. Mit im Monat circa 1,7 Mio. Besuchen ist EVA das wichtigste interne Kommunikationsmedium nach der E-Mail. Darüber hinaus sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter über EVA und durch verschiedene Veranstaltungen für Corporate-Responsibility-Themen.

Mitarbeiterengagement fördern

Im Rahmen unseres „SPARK Global Volunteer Program“ führen Mitarbeiter des Unternehmensbereichs Life Science wissenschaftliche Experimente mit Schülern aus aller Welt durch. Das Ziel ist es, Neugier für Naturwissenschaften zu wecken, um so die nächste Generation zu inspirieren. Städtische und ländliche Schulen profitieren von diesem Programm, während unsere Mitarbeiter zugleich die Möglichkeit erhalten, ihr Wissen weiterzugeben. Weitere Informationen zum „SPARK Global Volunteer Programm“ sowie zu unseren vielfältigen Bildungsprojekten im Umfeld unserer Konzernzentrale finden sich im Kapitel Gesellschaftliches Engagement.

Design Thinking
Design Thinking ist ein Ansatz um neue Ideen zu entwickeln. Angestrebte Lösungen sollen vor allem aus Anwendersicht überzeugend sein. Sie orientieren sich an den Kriterien (technologische) Machbarkeit, (wirtschaftliche) Tragfähigkeit und (menschliche) Erwünschtheit.

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