Wir entwickeln Produkte und Technologien, die das Leben von Menschen verbessern. Kontinuierlich halten wir Ausschau nach bahnbrechenden Entwicklungen und Trends. Forschung und Entwicklung (F&E) sowie Innovation sind die Basis unseres Erfolges. Rund 2,1 Mrd. € gaben wir 2017 für F&E aus. Vor allem neue Technologien und die fortschreitende Digitalisierung ermöglichen es uns, innovative Produkte, Dienstleistungen und zukunftsweisende Geschäftsmodelle zu schaffen. Zugleich erhöht die Digitalisierung die Geschwindigkeit, mit der neue Ideen auf den Markt kommen können. Die Chancen, die sich daraus ergeben, wollen wir nutzen.

Forschungs- und Entwicklungsausgaben nach Unternehmensbereich – 2017 

Unser Ansatz für Innovation und Digitalisierung

Unsere drei Unternehmensbereiche Healthcare, Life Science und Performance Materials haben Strategien festgelegt, um zum Wohl der Patienten und unserer Kunden neue Produktentwicklungen voranzutreiben. Dank der Vielseitigkeit unserer Unternehmensbereiche haben wir Zugang zu einer breiten Palette von Technologien und tiefen Einblick in verschiedene Märkte. Beides verschafft uns bei der Entwicklung neuer Produkte einen Wettbewerbsvorteil. Um diese Chance zu nutzen, haben wir 2017 eine unternehmensinterne Organisation aufgebaut, die Innovationen zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen und sogar über die Geschäftsstrategie unseres Unternehmens hinaus erleichtern soll: Die neue Konzernfunktion „Strategie und Transformation“ unterstützt einen durchgängigen Prozess, der sich vom generellen Festlegen der Innovationsrichtung über die Ideenfindung, die Inkubation und das Wachstum von Projekten bis hin zur Etablierung langfristiger Geschäftsmodelle erstreckt.

Wir investieren laufend in zukunftsträchtige Ideen. Um Schwerpunkte zu setzen, analysieren wir aktuelle Megatrends. Anschließend ermitteln wir die Innovationsfelder, in denen wir Potenzial für neue Geschäfte sehen. Über das aktuelle Portfolio unseres Unternehmens hinaus wollen wir Innovationsprojekte von der ersten Idee bis zu einem funktionierenden Geschäftsmodell entwickeln. Dies kann nur gelingen, wenn unsere Unternehmensbereiche eng zusammenarbeiten – und wenn wir uns für Impulse von außen öffnen. Unser durchgängiger Innovationsprozess soll genau dies erreichen.

Auf dieser Basis suchen und fördern wir Ideen und Projekte von der Ideenfindungsphase an. Am Ende der Ideenfindungsphase gehen vielversprechende Projekte in die sogenannte Inkubations- und Wachstumsphase über. In dieser Phase stellen wir den verschiedenen Projektteams eine geeignete Umgebung zur Verfügung, um ihr Geschäftsmodell auszuarbeiten. Der Verlauf der Projekte wird in einem schlanken Prozess mit festgelegten Entscheidungspunkten überwacht. An jedem dieser Entscheidungspunkte werden die Fortschritte anhand strenger Kriterien bewertet. Alle Aktivitäten werden von Experten unterstützend begleitet; darunter sind Experten für das Design von Geschäftsmodellen, für Geschäftsentwicklung und Marktforschung sowie für agile Methoden. Ziel ist es, dass die neuen Produkte oder Dienstleistungen nach der Markteinführung einen messbaren Beitrag zu unserem wirtschaftlichen Erfolg leisten.

Digitale Innovationen vorantreiben

Ein Schwerpunkt unserer Innovationsarbeit liegt im Bereich der Digitalisierung. Wir wollen das Potenzial nutzen, das darin für unsere Geschäftsentwicklung steckt. Dazu vereinbaren wir zunehmend neue strategische Kooperationen mit Organisationen, die andere Perspektiven einbringen. Hier erwarten wir Fortschritte in den folgenden Bereichen, die wir für besonders vielversprechend halten.

  • Forschung und Entwicklung: Digitale Technologien ermöglichen uns den Zugriff auf große Datenmengen und deren schnelle Auswertung. Das beschleunigt unsere Forschung und Entwicklung – vor allem in unserem Unternehmensbereich Healthcare. Hier treiben wir die Entwicklung neuer Arzneimittel voran, um Patienten schneller effektive Medikamente zur Verfügung stellen zu können.
  • Lieferkettenmanagement: Digitale Technologien helfen uns, unser Lieferkettenmanagement zu verbessern. Durch die zentrale Erfassung aller Daten erhalten wir wichtige Informationen in Echtzeit. So können wir beispielsweise weltweit Lieferengpässe vorhersehen und schnell darauf reagieren, um die Versorgungssicherheit von Arzneimitteln zu verbessern.
  • Interaktion mit Kunden: Mithilfe von modernen Methoden zur Datensammlung und zu deren Auswertung können wir kundenrelevante Daten effizienter nutzen. Sie helfen uns, unsere Kunden besser zu verstehen und uns mit ihnen auszutauschen. So können wir unsere Produkte und Dienstleistungen entsprechend anpassen.
  • Digitale Produktinnovationen: Die Digitalisierung ermöglicht es uns, unser bestehendes Produktportfolio beispielsweise um neue digitale Serviceleistungen zu erweitern. Außerdem wollen wir mit innovativen E-Health-Angeboten wie DORA (Diabetes Online Risk Assessment) das Gesundheitsbewusstsein und die Behandlung von Patienten verbessern.

Weitere Informationen zum Thema „Forschung und Entwicklung“ enthält unser Geschäftsbericht 2017.

Wie wir Innovationen vorantreiben

Die Organisation unserer Forschung und Entwicklung entspricht der Struktur unseres Konzerns mit seinen drei Unternehmensbereichen. Jeder Bereich verfolgt unabhängig von den anderen seine Innovationsstrategien mit einer eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Zudem entwickelte unsere Konzernfunktion „Strategie und Transformation“ einen neuen durchgängigen Prozess für bereichsübergreifende und darüber hinausgehende Innovationen. Sie ist auch für die Umsetzung dieses Prozesses verantwortlich und berichtet direkt an Stefan Oschmann, CEO und Vorsitzender der Geschäftsleitung.

Unser „Innovation Committee“ (IC) überwacht die Umsetzung unserer unternehmensbereichsübergreifenden und der darüber hinausgehenden Innovationsprojekte. Aufgabe des IC ist es, sicherzustellen, dass bei der Auswahl solcher Innovationsprojekte ein transparenter und konsistenter Entscheidungsprozess eingehalten wird. Außerdem überprüft es die Fortschritte der laufenden Innovationsprojekte. Das IC setzt sich aus leitenden Managern unserer Konzernfunktionen und der drei Unternehmensbereiche zusammen. Wenn wir uns in einem größeren finanziellen Rahmen an Projekten beteiligen, zieht das IC unsere Geschäftsleitung hinzu.

Wir sind offen für Innovationen in aller Welt. Allerdings sind viele potenzielle Partner für Innovationsprojekte derzeit in der Region „Silicon Valley“ in Kalifornien, USA, ansässig – einem der bedeutendsten Standorte der Hightech-Industrie weltweit. Deshalb bauen wir einen „Silicon Valley Hub“ auf, um den direkten Kontakt zu unseren dortigen Innovationspartnern zu ermöglichen – seien es Unternehmen oder Einrichtungen. Der Leiter unseres künftigen Hubs stellt hierzu ein Team von Technologie-Scouts zusammen, deren Aufgabe es sein wird, das „Innovations-Ökosystem“ im Silicon Valley für uns zu erschließen. Zusätzlich haben wir 2017 die „China Strategy & Transformation Group“ eingerichtet. Sie treibt in China, diesem sich rasch entwickelnden Markt, nicht nur unsere Strategie voran, sondern auch Innovationen und die Digitalisierung innerhalb unserer Unternehmensbereiche und darüber hinaus.

Unser strategischer „Merck Ventures Fund“ stellt bis zu 300 Mio. € für Investitionen in Start-up-Firmen bereit. Die Struktur des Fonds erlaubt uns sowohl Investitionen in externe, unabhängige Start-ups gemäß den Strategien von Healthcare, Life Science oder Performance Materials als auch Investitionen in völlig neue Geschäfte.

Wozu wir uns verpflichten: Schutz innovativer Ideen

Um die absolut vertrauliche Behandlung von sensiblen Informationen sicherzustellen und unsere innovativen Ideen zu schützen, achten wir streng auf die Einhaltung aller Datenschutzrichtlinien. Dies gilt besonders auch beim Schutz des geistigen Eigentums von Digitalisierungsprojekten. Unsere „Policy for Data Protection and Personal Data Privacy“ definiert die Standards, nach denen wir Daten verarbeiten, speichern, nutzen und übermitteln. Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie im Kapitel Compliance.

Innovationszentrum im Mittelpunkt

Nachdem bereits im Mai 2015 unser modulares Innovationszentrum seinen Betrieb aufgenommen hatte, haben wir Anfang 2018 unser Innovationszentrum ebenfalls in Darmstadt fertiggestellt und bezogen. Es wird im Rahmen der 350-Jahr-Feierlichkeiten unseres Unternehmens im Mai offiziell eröffnet. Das Innovationszentrum bietet Mitarbeitern und externen Partnern ein optimales Umfeld, um ihre Ideen weiterzuentwickeln. Wir stellen die nötige Infrastruktur bereit, um zukunftsweisende Projekte voranzutreiben, und geben ihnen moderne Methoden und Instrumente an die Hand. Die im Folgenden beschriebenen Programme stehen im Fokus unserer Arbeit.

Uns mit externen Ideen verbinden: Zusammenarbeit mit Start-ups und anderen Branchen

Zahlreiche Start-up-Firmen entwickeln neue Technologien und innovative Geschäftsmodelle. Unser weltweites Accelerator-Programm fördert diese Start-ups in der Frühphase ihrer Entwicklung. Im Mittelpunkt stehen dabei Projekte in den Geschäftsfeldern unserer Unternehmensbereiche sowie Projekte zu anderen aktuellen Trends. Im Gegenzug erhalten wir nicht nur Einblick in die innovative Gründerszene und können Markttrends frühzeitig erkennen; unser Ziel ist es auch, die Start-up-Firmen für eine zukünftige Zusammenarbeit mit unseren eigenen Innovationsprojekten oder unseren Unternehmensbereichen zu verbinden.

Als Ergänzung unseres Accelerator-Programms unterstützten wir 2017 sogenannte in Israel, den USA, Deutschland und Italien sowie eine „Virtual Challenge“ in Afrika. Bei einem Hackathon entwickeln Studierende und junge Unternehmer aus unterschiedlichen Bereichen in kurzer Zeit Lösungen für definierte Fragestellungen. Als Ergebnis des ersten Hackathons, den wir 2016 in Afrika veranstalteten, haben wir das Start-up „Peach Technologies“ in unser Accelerator-Programm in Nairobi, Kenia, aufgenommen. Das junge Unternehmen entwickelte eine elektronische Patientenakte und setzte sich in Nairobi gegenüber 200 Mitbewerbern durch.

Für die 198 Teilnehmer an unserem Online-Wettbewerb „Virtual Challenge“ bestand die Herausforderung darin, Lösungen für existierende Probleme in Afrika zu finden. Zu den Beispielen gehören eine bessere und effektivere Gesundheitsversorgung, eine sicherere Lebensmittelproduktion und eine bessere sanitäre Wasserversorgung. Als Sieger der „Virtual Challenge 2017“ wurde das Projekt „Zelij Invent“ ausgewählt, das eine Lösung für die Herstellung von Bodenbelägen aus Kunststoffabfall vorschlägt. Dieses Projekt wird für sechs Monate von uns finanziert und unterstützt; es hat somit gute Chancen zur anschließenden Teilnahme am Accelerator-Programm.

Darüber hinaus unterstützten wir das Start-up-Programm „Highest 1877“ der Technischen Universität (TU) Darmstadt. Gemeinsam organisierten wir im März 2017 einen sogenannten Gründerstammtisch im Innovationszentrum. Etwa 50 Gründer von Start-up-Unternehmen und andere wichtige Akteure aus den Bereichen Innovationen und Unternehmertum nahmen daran teil.

Ende 2016 sind wir eine zweijährige Partnerschaft mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA eingegangen. Wir wollen Synergieeffekte bei Innovation, Digitalisierung und Materialforschung nutzen. In diesem Rahmen sponserten wir 2017 gemeinsam mit dem Unternehmen Airbus die „Sustainable Exploration Challenge“ als Teil des Programms „ESA Space Exploration Masters“. Die Challenge richtet sich speziell an Start-ups und sucht nach Lösungen für einen längeren Aufenthalt im All, etwa durch die Nutzung besonderer chemischer oder biologischer Prozesse. Außerdem fand im Oktober 2017 der „Space2Health Hackathon“ in unserem Innovationszentrum statt. Mithilfe von Daten aus der Gesundheits- und Raumfahrtindustrie erarbeiteten die Teilnehmer Lösungen für spezifische Herausforderungen.

Interne Ideen: Innovationsprojekte sammeln

Wir wollen die große Innovationskraft in unserem Unternehmen noch besser ausschöpfen. Deshalb geben wir unseren Mitarbeitern in aller Welt die Möglichkeit, ihre Ideen über verschiedene Kanäle an uns heranzutragen. Unser Ziel ist es, Ideen zu sammeln, die unsere Unternehmensbereiche verbinden oder über unsere derzeitigen Aktivitäten hinausgehen und das Potenzial haben, zu tragfähigen Geschäftsmodellen zu werden. Im Rahmen unserer Innovationsinitiative „Innospire“ (Innovation und Inspiration) rufen wir unsere Mitarbeiter dazu auf, Ideen für neue Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle einzureichen. Die besten Ideen können dann in einem mehrstufigen Prozess zu Businessplänen ausgearbeitet werden. Weitere Informationen dazu gibt es im Kapitel Mitarbeiter einbeziehen.

Seit 2015 analysiert unser „Innovation Think Tank“ aktuelle Trends und Technologien, um neue Ideen für Innovationsprojekte zu sammeln. Dabei arbeiten wir eng mit internen und externen Experten, Forschungsinstituten und Unternehmen zusammen. Mit offenen Kampagnen unterstützen wir Ideengeber von der ersten Idee bis zur Ausarbeitung eines Businessplans. Unsere Mitarbeiter können ihre Ideen online einreichen und mit unserer Unterstützung, etwa durch Online-Kurse, zur Reife weiterentwickeln.

Die vielversprechendsten Ideen, die aus diesen Ideenkanälen hervorgehen, werden zu Innovationsprojekten. Im Innovationszentrum geben wir Mitarbeitern die Möglichkeit, sich auf ihr Innovationsprojekt zu konzentrieren. Neben finanzieller Förderung bieten wir ihnen ein geschütztes „Ökosystem“, gezielte Unterstützung, klare Führung und Entscheidungsfindung, um Innovationsprojekte effizient zu nachhaltigen künftigen Geschäften zu entwickeln.

Innovator Academy: Innovationsprogramme begleiten

Im Rahmen unserer „Innovator Academy“ führen wir bedarfsorientierte Trainings und Workshops mit Ideengebern, internen Projektteams, Think-Tank-Teilnehmern und Start-ups durch. Auf der Online-Plattform „Traintoinnovate.com“ stellen wir den Programmteilnehmern im Innovationszentrum seit Mai 2017 ergänzende Informationen und Methoden zum Thema Innovation zusammen. Dort können sich Mitarbeiter individuell weiterbilden oder untereinander austauschen.

Zweiter „Displaying Futures Award“ verliehen

Ziel des von unserem Unternehmensbereich Performance Materials verliehenen „Displaying Futures Awards“ ist es, Teams mit einem universitären oder institutionellen Hintergrund zu fördern. 2017 stand dabei der Themenbereich „Flexible Anwendungen auf dem Gebiet der Hybridelektronik“ im Fokus. Die Anzahl der eingereichten Ideen stieg im Vergleich zum Vorjahr von 31 auf 69. Kreative Köpfe aus 22 Ländern reichten ihre Vorschläge ein. Die drei Siegerteams widmen sich Zukunftstechnologien, wie etwa tragbaren Geräten für die Gesundheitsüberwachung, Softrobotik, elektronischen Sensoren oder Verpackungen. Unsere Beurteilung richtete sich nach den Kriterien Neuartigkeit, Geschäftspotenzial sowie Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft. Der „Displaying Futures Award“ ist mit insgesamt 150.000 US-Dollar dotiert.

Nachwuchsförderung als Investition in die Zukunft

Gut ausgebildeter Nachwuchs ist die beste Grundlage für zukünftige Innovationen. Daher möchten wir junge Menschen für Naturwissenschaften begeistern. Schüler, die neugierig auf Chemie und Biologie sind, können in unseren Experimentierlaboren „Junior Lab“ oder „livfe BioLab“ eigenständig forschen und experimentieren. Beide Labore betreiben wir gemeinsam mit der TU Darmstadt.

Darüber hinaus kooperieren wir mit verschiedenen Schulen in der Nachbarschaft unserer Darmstädter Konzernzentrale. Wir unterstützen beispielsweise Lehrkräfte der sogenannten -Fächer mit Unterrichtsmaterial und informieren sie im Rahmen der jährlichen Lehrerfachtagung NaWi-Tage@Merck darüber, wie sie neue Technologien im naturwissenschaftlichen Unterricht nutzen können. Regelmäßig laden wir Schülergruppen zu uns ein, um ihnen Einblick in unsere Forschungsaktivitäten zu gewähren. Außerdem richten wir seit mehr als 30 Jahren den Schülerwettbewerb „Jugend forscht“ aus. Weitere Informationen zu unseren Bildungsinitiativen bietet das Kapitel Gesellschaft.

Chancen der Digitalisierung nutzen

Anfang 2017 haben wir eine strategische Partnerschaft mit dem kalifornischen Unternehmen Palantir Technologies begonnen. Wir möchten die Datenanalysefähigkeiten von Palantir nutzen, um eine verbesserte und beschleunigte Entwicklung, Vermarktung sowie Bereitstellung von Arzneimitteln zu ermöglichen.

Dazu riefen wir drei gemeinsame Initiativen ins Leben: „Medical Research & Drug Development“ soll den Entwicklungsprozess von Medikamenten beschleunigen. „Global Patient Intimacy“ soll die Erfahrung von Patienten mit Produkten unseres Unternehmens verbessern. „Global Supply Chain“ strebt an, die Bedarfsprognosen in unseren Lieferketten zu verbessern. Parallel dazu haben wir in unserem Unternehmen eigene Fähigkeiten in der Datenanalyse aufgebaut. In Zukunft wollen wir die Technologie von Palantir in allen drei Unternehmensbereichen nutzen.

Intelligente Verpackungsprozesse und Medikamenteninformationen in Echtzeit

Mit unserem Projekt „Smart Packaging“ gestalten wir die Verpackungsprozesse unserer Arzneimittel effizienter und flexibler. Durch das „Internet der Dinge“ haben wir unsere Verpackungsmaschinen vernetzt. Derzeit bewerten wir, welches Potenzial in dieser Technologie steckt, um die Genauigkeit und Verlässlichkeit der Maschinen weiter zu verbessern und gleichzeitig ihre Leistung zu erhöhen. Darüber hinaus reduzieren wir Maschinenausfälle durch eine neue, vorausschauende Instandhaltung. Dank der unternehmensweiten Vernetzung von Systemen und der Nutzung erweiterter Datenanalysen senken wir zudem Abfallmengen von Verpackungen. Weiterhin beschleunigen wir dadurch eine eventuell erforderliche Anpassung von Produktinformationen: Das bedeutet, dass wir unsere Kunden bei neuen Erkenntnissen über unsere Produkte schneller informieren können. Wir analysieren außerdem das Potenzial für sogenannte aktive Verpackungen, mit denen Patienten über ihr Smartphone aktuelle Informationen abrufen können.

Kundenerlebnis mithilfe künstlicher Intelligenz verbessern

Derzeit entwickeln wir sogenannte Chatbots, also textbasierte Dialogsysteme, bei denen man einem Computersystem seine Fragen in natürlicher menschlicher Sprache stellen kann – genauso, als würde man einem anderen eine Nachricht schreiben. Damit sind wir rund um die Uhr für die Fragen unserer Kunden erreichbar. Beispielsweise können Patienten mit Multipler Sklerose künftig über einen solchen Chatbot Nachschub für das Injektionsgerät RebiSmart® ordern. Zukünftige Formen des Bots könnten Patienten sogar daran erinnern, Nachschub zu bestellen, sobald diese Gefahr laufen, die Dosierung nicht mehr einzuhalten. Chatbots sind im Vergleich zu traditionellem Kundenservice für uns zudem kostengünstiger.

Online-Kampagne für Diabetes

In Afrika bleiben etwa 62 % der Diabeteserkrankungen unentdeckt. Um die Früherkennung der Krankheit zu verbessern und das Bewusstsein dafür zu fördern, haben wir im März 2015 gemeinsam mit verschiedenen Partnern die Online-Kampagne DORA (Diabetes Online Risk Assessment) ins Leben gerufen. Menschen in Südafrika, Namibia, Kenia, Äthiopien, Ghana, Nigeria, Mosambik und auf Mauritius können mithilfe ihres Smartphones oder Computers an einem Online-Test teilnehmen. Mit wenigen Klicks finden sie heraus, wie hoch ihr Risiko ist, an Diabetes zu erkranken. Seit dem Start besuchten schon mehr als 740.000 Besucher die DORA-Webseite. Über 100.000 von ihnen führten den Test durch.

Hackathon
Wortschöpfung aus Hacking + Marathon. Ein Hackathon ist eine Veranstaltung, bei der Menschen aus unterschiedlichen Fachrichtungen zusammenkommen. In wenigen Stunden oder Tagen entwickeln sie in Teams innovative Lösungen und Ideen für eine zuvor definierte Problemstellung oder Herausforderung.
MINT
MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

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