Wir wollen, dass alle Patienten die bestmögliche medizinische Behandlung erhalten. Dafür benötigen Forschungseinrichtungen, Ärzte, Patientenorganisationen und andere Akteure des Gesundheitswesens umfassende, aktuelle Informationen zu Erkrankungen und Therapien. Wir unterstützen sie dabei: Wir sponsern beispielsweise unabhängige Initiativen und medizinische Weiterbildungsprogramme oder spenden Geld und Sachmittel. Außerdem fördern wir herausragende Forschungsprojekte. Transparenz steht dabei für uns an erster Stelle.

Unser Ansatz für Interaktionen im Gesundheitswesen

Wir unterstützen das Gesundheitswesen mit Informationen sowie mit Geld- oder Sachspenden. Davon profitieren beispielsweise medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften, Universitätskliniken und andere Krankenhäuser, aber auch Patientenorganisationen. Dabei gilt ausdrücklich: Wir wollen keinerlei Einfluss auf Therapien, Verordnungen oder Beschaffungsentscheidungen nehmen. Deshalb verpflichten wir uns zu umfassender Transparenz. Im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben (etwa zum Datenschutz) sowie branchenweiten Kodizes berichten wir detailliert über unsere Spendentätigkeiten. Alle geldwerten Zuwendungen an medizinische Fachkreise, Organisationen des Gesundheitswesens und Patientenorganisationen sowie geldwerte Zuwendungen aus unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten legen wir jährlich offen: Dies gilt in jedem Land innerhalb des Gebiets des europäischen Pharmaverbands EFPIA (European Federation of Pharmaceutical Industries and Association), in denen unser Unternehmen tätig ist. Außerdem erfüllen wir die relevanten Selbstverpflichtungen unserer Branche.

Wie wir Transparenz und Rechtmäßigkeit organisatorisch gewährleisten

Für sämtliche Interaktionen mit Gesundheitssystemen legt unsere Einheit „Group “ interne Richtlinien und die dazugehörigen Überprüfungsprozesse fest. So stellen wir sicher, dass gesetzliche Vorgaben und Transparenzverpflichtungen eingehalten werden. „Group Compliance“ sorgt auch dafür, dass alle beteiligten Mitarbeiter die notwendigen Schulungen und Informationen erhalten. Darüber hinaus dient das „Global Transparency Operations Team“ der Group-Compliance-Einheit als sogenanntes Kompetenzzentrum: Als solches unterstützt es die Berichterstattung über Zuwendungen und begleitet unseren Managementprozess bezüglich Interaktionen mit medizinischen Fachkreisen, Organisationen des Gesundheitswesens, Patienten und Patientenorganisationen.

Unsere Einheit „Internal Audits“ überprüft die Umsetzung vor Ort. Bevor wir eine Partnerschaft oder eine Kooperation mit Dritten eingehen, beziehen wir zudem unsere Einheit für „Business Partner Risk Management“ in die jeweiligen Auswahlprozesse mit ein. Wie wir gesetzliche Regelungen konzernweit umsetzen, erklärt ausführlich das Kapitel Compliance.

Wozu wir uns verpflichten: konzernweite Leitlinien und Branchenstandards

Unsere Richtlinie „Interactions with Patients, Patient Opinion Leaders and Patient Organizations“ bietet einen übergreifenden Rahmen für unser Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten. Für das Geschäft mit rezeptfreien Produkten existiert eine analoge Richtlinie. 2017 wurde sie überarbeitet und ist nun konzernweit gültig. Ergänzend dazu bietet unsere Leitlinie „Good Practice and Process Guidance: Engagement with Patients, Patient Opinion Leaders and Patient Organizations“ weitere Orientierungshilfe für unsere Interaktionen mit Patienten und Patientenorganisationen. Sie stellt außerdem sicher, dass das Patientenwohl bei uns stets an erster Stelle steht. Mit diesen und weiteren lokalen Richtlinien geben wir unseren Mitarbeitern Orientierung: Dieser solide Rahmen unterstützt sie bei der rechtmäßigen Interaktion mit Patienten, Meinungsbildnern aus Patientenkreisen und Patientenorganisationen.

Bei allen Zuwendungen halten wir uns an die Regeln, die der europäische Pharmaverband EFPIA in dem „EFPIA Code on disclosure of transfers of value from pharmaceutical companies to healthcare professionals and healthcare organisations“ fordert. Außerdem steht unser Engagement im Einklang mit dem Verhaltenskodex der Initiative „Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie“ (FSA).

Wir halten uns zudem an alle gesetzlichen Anforderungen, die weltweit an Transparenz gestellt werden: Beispiele dafür sind die Auflagen des „“ in den USA oder des „Loi Bertrand“ in Frankreich. Spezifische nationale Anforderungen und Gesetze werden von unseren lokalen Einheiten umgesetzt. Dabei beachten wir stets auch die geltenden Regeln zum Datenschutz und setzen alles daran, auch unsere Geschäftspartner umfassend aufzuklären.

Unsere betroffenen Mitarbeiter informieren wir regelmäßig zu relevanten Leitfäden und Richtlinien sowie wichtigen Änderungen zur Berichterstattung über Zuwendungen. Außerdem schulen wir sie in verpflichtenden Online- und Präsenztrainings.

Transparente Berichterstattung

Auch 2017 veröffentlichten wir alle finanziellen und nicht-finanziellen Zuwendungen an medizinische Fachkreise und Organisationen des Gesundheitswesens in Europa. Dabei geben wir individuelle Empfängernamen, Adressen, den Zweck und die Höhe der Zuwendung an. Dieses Vorgehen legt der „EFPIA Disclosure Code“ fest. Vor der Veröffentlichung haben wir alle notwendigen Einwilligungserklärungen laut geltenden Datenschutzbestimmungen eingeholt. Im Rahmen der Transparenz-Initiative der EFPIA verabschiedeten einige europäische Länder 2017 neue Gesetze, beispielsweise Belgien, Griechenland, Spanien und die Türkei. Diese haben wir in unserer Berichterstattung 2017 bereits berücksichtigt. Neben der Offenlegung von einzelnen geldwerten Zuwendungen veröffentlichten wir auch unsere Gesamtausgaben für die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, wie im „EFPIA Disclosure Code“ vorgegeben.

Zusammenarbeit mit Patientenorganisationen

Patientenorganisationen informieren Patienten, ihre Angehörigen und Betreuer und unterstützen sie im Umgang mit Erkrankungen. Auch unser Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität von Patienten zu verbessern. Aus diesem Grund unterstützen wir die wichtige Arbeit dieser Organisationen. Wir schaffen umfassende Transparenz zu unseren Spenden: Jährlich veröffentlichen wir auf unserer Webseite einen Bericht über die Zuwendungen an europäische Patientenorganisationen. In diesem Bericht für 2017 sind alle Spendenbeträge, Empfänger sowie der jeweilige Zweck der Spende enthalten. Damit kommen wir der Selbstverpflichtung nach, die wir über unsere EFPIA-Mitgliedschaft eingegangen sind.

Forschung und Bildung transparent fördern

Wir setzen uns weltweit für Forschung und medizinische Weiterbildung ein. So wollen wir einen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten, der Patienten zugutekommt. Mit unseren „Grants for Innovation“ fördern wir beispielsweise Forschungsprojekte zu Fruchtbarkeit, Multipler Sklerose, Onkologie und Wachstumsstörungen. In unserer Einheit „Global Medical Education“ unterstützen wir außerdem Dienstleister für medizinische Fortbildung. Diese entwickeln und vermitteln medizinische Weiterbildungen für Wissenschaftler, Ärzte, Pflegepersonal, Apotheker und andere medizinische Fachkräfte. Auch diese Zusammenarbeit gestalten wir völlig transparent. Sämtliche direkte und indirekte finanzielle Unterstützung erfolgt nach den Grundsätzen der EFPIA. Im Einklang mit unserer internen „Medical Education Funding Policy“ durchlaufen sämtliche Anträge auf Förderung medizinischer Bildungsmaßnahmen einen Bewertungsprozess. Dieser liegt in der Verantwortung unserer Funktionen „Research and Development (R&D)“ und „Compliance“. Dieser Prozess stellt sicher, dass sämtliche Fördermittel für medizinische Bildungsprogramme gemäß den bestehenden internen Leitlinien und Kriterien sowie geltenden Gesetzen und Branchenkodizes gewährt werden.

2017 entwickelten wir gemeinsam mit weiteren Experten einer Untergruppe der „International Pharmaceutical Alliance for CME“ (iPACME) ein gemeinsames Positionspapier. Es enthält Vorschläge, wie die Qualitätsstandards für medizinische Weiterbildung in Europa verbessert und harmonisiert werden können. Wir laden unsere ausdrücklich ein, sich an dieser Diskussion zu beteiligen. Das Positionspapier wurde im Juli 2017 im „Journal of European CME“ veröffentlicht; unterstützt wird es vom „European CME Forum“ und der „Global Alliance for Medical Education“.

Compliance
Unter dem Begriff Compliance wird die Einhaltung von Gesetzen und Regelwerken sowie unternehmensinternen freiwilligen Kodizes zusammengefasst. Compliance ist Bestandteil der ordnungsgemäßen Unternehmensführung.
Sunshine Act
Die Sunshine Provisions des Patient Protection and Affordable Care Act haben zum Ziel, transparentere Beziehungen zwischen Herstellern von Medikamenten, medizinischen Geräten und Hilfsmitteln einerseits und Ärzten sowie Lehrkrankenhäusern andererseits zu schaffen.
Stakeholder
Als Stakeholder bezeichnet man Personen oder Organisationen, die ein Interesse und/oder einen berechtigten Anspruch an einem Unternehmen haben. Zu den Stakeholdern gehören beispielsweise Mitarbeiter, Geschäftspartner, Nachbarn von Standorten oder Aktionäre.

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