Verpackungen

Verpackungen schützen unsere Produkte vor äußeren Einflüssen und sorgen dafür, dass sie unbeschadet beim Kunden ankommen. Außerdem gewährleisten sie, dass keine Stoffe austreten. Unsere Verpackungen müssen daher über den gesamten Lebenszyklus der Produkte sicher sein – vom Transport über die Lagerung bis zur Anwendung und Entsorgung. Darüber hinaus wollen wir sie möglichst ressourcenschonend gestalten. Deshalb arbeiten wir einerseits daran, den Materialaufwand zu reduzieren, und setzen andererseits dort, wo es möglich ist, zunehmend umweltschonende Materialien ein. Dabei stellen wir sicher, dass Qualität und Sicherheit der Verpackung nicht beeinträchtigt werden.

Unsere neue, nachhaltige Verpackungsstrategie

Wir wollen unsere Produkte in Verpackungen ausliefern, die für unsere Kunden sicher, einfach in der Handhabung und möglichst nachhaltig sind. Die mehr als 300.000 Produkte im Sortiment unseres Life-Science-Geschäfts – von Bio- über Laborchemikalien, Filtermaterialien und -systemen bis hin zu Instrumenten – stellen die unterschiedlichsten Herausforderungen an die jeweilige Verpackung. Unser Ziel ist es, Verpackungen nachhaltiger zu gestalten, beispielsweise durch wiederverwendbare Verpackungssysteme oder die Vermeidung von Polystyrol. Um dieses Ziel zu erreichen, erarbeiten wir derzeit eine neue Strategie zu nachhaltigen Verpackungen für den Unternehmensbereich Life Science: Damit wollen wir unseren Ansatz formalisieren und sinnvolle Schwerpunkte setzen. Den Rahmen der Strategie bilden folgende drei Säulen: Ressourcen optimieren; nachhaltigere Materialien nutzen; nach der Nutzung Wert zurückgewinnen. Auf dieser Basis wollen wir Prioritäten, Ziele und geeignete Maßnahmen bestimmen. So positionieren wir uns bei unseren Kunden weiterhin als ambitionierter Partner für Kreislaufwirtschaft.

Nachhaltigere Verpackungsmaterialien einsetzen

Viele unserer Verpackungen basieren auf Holzfasern. Wir arbeiten laufend daran, den Anteil der von uns verwendeten Wellpappe zu erhöhen, der nach den Standards für nachhaltige Forstwirtschaft zertifiziert ist: Diese Standards sind die „Sustainable Forestry Initiative“ (SFI), der „Forest Stewardship Council“ (FSC) und das „Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes“ (PEFC). Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, um Entwaldung vorzubeugen.

Zellulose und Luftkissen statt Polystyrol und Schaumstoff

Reagenzflaschen aus Glas wurden in der Vergangenheit mit Formteilen aus expandiertem Polystyrol (EPS) für den Versand gesichert, damit sie während des Transports nicht zerbrachen. EPS, auch bekannt als Styropor®, ist ein hervorragendes Puffermaterial, wird aber aus nicht erneuerbaren Petrochemikalien hergestellt. Es ist schwer zu recyceln und sperrig bei der Lagerung. Formteile aus Faserstoff hingegen werden mit anderen Papiermaterialien recycelt und für Lagerung und Transport kompakt zusammengepresst. In einem Substitutionsprogramm arbeiten wir daran, EPS so weit wie möglich durch Formteile aus Zellulose- und Recyclingpapierfasern zu ersetzen. Die Sicherheit der Verpackung hat dabei stets höchste Priorität.

Beim Versand aus unseren größten US-amerikanischen und deutschen Distributionszentren sichern wir die Reagenzflaschen bereits zu einem großen Teil durch Formteile aus Faserstoff. Seit 2017 sichern Formteile aus Faserstoff die 4-L-Flaschen im Vierer-Versandkarton. Dadurch ersetzen wir jährlich etwa 350.000 EPS-Formteile. Für den Versand anderer Flaschengrößen führen wir derzeit Sicherheitstests neuer Faserteile durch. Ab 2018 sollen weitere Größen unserer Reagenzienflaschen auf diese Weise verpackt werden, beispielsweise die sechs mal 0,5-Liter- und die einzelnen 4-Liter-Flaschen. Insgesamt nutzen wir jährlich etwa 324 Tonnen Verpackungsmaterial aus Faserstoff. In unserem Distributionszentrum in Allentown, USA, ersetzten wir 2017 außerdem Schaumstoffverpackungen durch biologisch abbaubare Luftkissen.

Gemeinsam mit dem Biotechunternehmen Biogen entwickeln wir außerdem eine nachhaltigere Großpackung für den Transport unserer Millistak+® Pod Disposable Depth Filter. Derzeit führen wir eine Lebenszyklusanalyse durch: Erste Tests zeigen vielversprechende Ergebnisse. Wir erwarten eine Reduzierung der genutzten Wellpappe um 21 % und in der Folge 19 % weniger bei der Produktion von Verpackungsmaterialien. Außerdem senken wir dank der großen Packungen künftig die Anzahl der Lieferfahrten um 12 %. Das spart zusätzlich Emissionen und Energie. Die Verarbeitung der Produkte und ihrer Verpackung benötigt außerdem 70 % weniger Zeit.

Mehr Pappe statt Plastik

Für die Qualitätssicherung von verschiedenen Produkten wird das Analyseverfahren Titration angewendet. Damit überprüfen Labors die Reinheit von Rohstoffen. Unseren Life-Science-Kunden stellen wir die hierfür benötigten Lösungsmittel mit unserem Produkt Titripac® zur Verfügung. Normalerweise werden Lösungsmittel in Kunststoffflaschen geliefert, aber Titripac® bietet eine umweltfreundlichere Alternative: Es ist ein Kunststoffbeutel mit integriertem Entnahmehahn, der von einem Wellpappekarton umgeben ist. So erhöhten wir die Recyclingfähigkeit der Verpackung und reduzierten gleichzeitig das Gewicht um mehr als die Hälfte. Dadurch sind die entstehenden Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus um 61 % geringer als bei den herkömmlich genutzten Kunststoffflaschen. Da der Entnahmehahn das Produkt darüber hinaus vor Verunreinigungen schützt, kann der Inhalt bis zum letzten Tropfen genutzt werden: Es fallen weniger Chemikalienabfälle an. Titripac® wurde 2016 mit dem „Green Good Design Award“ für nachhaltiges Produktdesign ausgezeichnet.

EPS-Boxen mehrfach verwenden

Viele unserer Life-Science-Produkte müssen beim Versand gekühlt werden. Daher verschicken wir sie in speziellen EPS-Boxen. Um Abfall zu vermeiden, bieten wir unseren Kunden in den USA an, die Boxen an uns zurückzuschicken. Wenn sie voll funktionstüchtig sind, verwenden wir sie wieder. Durch die Wiederverwendung reduzieren wir Abfall: Jährlich sparen wir so mehr als 20.000 Kühlboxen.

Edelstahlkanister in Produktion integrieren

In Korea, Taiwan und seit 2017 auch in China liefern wir die des Unternehmensbereichs Performance Materials in Edelstahlkanistern an die Display-Hersteller. Unsere Kunden nutzen diese Merck-Standard-Kanister ohne Umfüllen direkt an den Produktionslinien. Anschließend gehen die leeren Behälter an uns zurück und werden gereinigt. 2017 waren in diesem geschlossenen Kreislauf 1.512 Kanister im Umlauf. Sie werden über mehrere Jahre genutzt.

Stahl statt Glas

Mit unserem Kreislaufsystem zur Lieferung von Massengütern liefern wir unseren Life-Science-Kunden in den USA benötigte Lösungsmittel in speziellen Stahlbehältern wie dem EMD ReCycler®: Diese sind wiederverwendbar. Wir haben das Programm 2010 mit 18-Liter- und 50-Liter-Behältern ins Leben gerufen. Seitdem befüllen wir jedes Jahr mehr als 12.000 dieser wiederverwendbaren Stahlbehälter. Im Laufe der Jahre stellten wir teilweise auf 1.250 Liter-Behälter um, die inzwischen circa 10 % aller befüllten Behälter ausmachen.

Die leeren Behälter können unsere Kunden zur erneuten Befüllung an uns zurücksenden. Dadurch reduzieren wir den Verbrauch von Primärpackmitteln deutlich. Da die Edelstahlbehälter ohne weitere Verpackung versandt werden, sparen wir außerdem im Vergleich zum Glasflaschenversand viel Verpackungsmaterial ein – denn Glasflaschen müssten durch Formteile geschützt und in Kartons verschickt werden.

Auch in Europa liefern wir Lösungsmittel, die in großen Mengen für die präparative benötigt werden, in wiederverwendbaren Fässern aus Edelstahl. Unsere Kunden senden die restentleerten Behälter an uns zurück, wo sie fachgerecht gereinigt und wiederverwendet werden. Derzeit sind in Europa etwa 70.000 unserer Edelstahl-Fässer im Umlauf. Die Rücklaufquote beträgt knapp 90 %.

Treibhausgase
Treibhausgase sind Gase in der Atmosphäre, die zur globalen Erwärmung beitragen. Man unterscheidet zwischen natürlich vorkommenden Treibhausgasen und Treibhausgasen, die durch Menschen verursacht werden (zum Beispiel CO2-Emissionen durch die Verbrennung fossiler Energieträger).
Flüssigkristall
Als Flüssigkristall bezeichnet man eine Substanz, die sowohl Eigenschaften einer Flüssigkeit als auch von Kristallen aufweist. Normalerweise sind Moleküle nur in festen Kristallen perfekt geordnet, in Flüssigkeiten schwimmen sie chaotisch durcheinander. Flüssigkristalle entpuppten sich jedoch als Zwitter: Obwohl sie flüssig sind, zeigen sie eine gewisse kristalline Ordnung. Ihre stäbchenförmigen Moleküle richten sich aus wie Fische in einem Schwarm. Zudem reagieren sie wie winzige Antennen auf die elektromagnetischen Wellen des Lichts. Deshalb können solche Molekülschwärme speziell präpariertes, „polarisiertes“ Licht entweder durchlassen oder ausblenden. Das geschieht in den Pixeln der Flüssigkristall-Displays – ähnlich aber auch in Flüssigkristallfenstern, die Sonnenlicht abschatten können.
Chromatografie
Die Chromatografie ist ein Verfahren für die Auftrennung eines Stoffgemischs.

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