Access-to-Health-Strategie

Weltweit haben zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu Arzneimitteln. Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Weltbank zufolge fehlt 400 Millionen Menschen der Zugang zu einer wirksamen und bezahlbaren medizinischen Grundversorgung – vor allem in Ländern mit geringem bis mittlerem Einkommen. Zugleich entfallen laut WHO rund 90 % der weltweiten auf diese Regionen. Gemeinsam mit starken Partnern stellen wir uns dieser komplexen Herausforderung: Um den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu verbessern, forschen wir an innovativen Lösungen, entwickeln neue Ansätze und verbessern bestehende Programme für die Menschen vor Ort. Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass Gesundheitslösungen bezahlbar sind, und schaffen ein breites Bewusstsein für Krankheiten und ihre Behandlung.

Unser Ansatz zu einer besseren Gesundheitsversorgung

Wir wollen den Zugang zu hochwertigen Gesundheitslösungen für unterversorgte Bevölkerungsgruppen und Gemeinden in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen verbessern. Dieses Ziel ist Kern unseres Access-to-Health-Ansatzes (A2H).

Für dieses Ziel setzen wir unser Know-how aus allen Unternehmensbereichen ein. Allerdings ist uns bewusst, dass einzelne Unternehmen oder Organisationen den Zugang zu Gesundheit nur eingeschränkt verbessern können. Daher arbeiten wir eng mit vielen verschiedenen Partnern zusammen: Wir beteiligen uns an branchenweiten Initiativen und entwickeln gemeinsam mit anderen Unternehmen neue Ansätze, um die Wirkung unserer Maßnahmen für den Zugang zu Gesundheit zu erhöhen.

Unsere A2H-Strategie konzentriert sich auf folgende vier Themen:

  • „Availability“ (Verfügbarkeit): Wir erforschen, entwickeln und verbessern Gesundheitslösungen für den ungedeckten medizinischen Bedarf und passen sie an die lokalen Gegebenheiten an.
  • „Affordability“ (Bezahlbarkeit): Wir wollen diejenigen Menschen unterstützen, die notwendige Gesundheitslösungen nicht bezahlen können. Dazu befassen wir uns auch mit den Herausforderungen der Preisgestaltung und des geistigen Eigentums. Weitere Informationen dazu finden sich in den Kapiteln Arzneimittelpreise und Gesellschaft.
  • „Awareness“ (Bewusstsein): Wir schärfen das Bewusstsein für Krankheiten und Therapien, indem wir medizinische Fachkreise, Gemeinden und Patienten dabei helfen, gut informierte Entscheidungen zu treffen.
  • „Accessibility“ (Erreichbarkeit): Wir fördern Initiativen, die die Lieferketten verbessern und lokale Gesundheitslösungen unterstützen. Medikamente sollen schnell und sicher dorthin gelangen, wo sie benötigt werden.

Wie wir uns für einen besseren Zugang zu Gesundheit engagieren

Unsere Access-to-Health-Einheit untersucht, welche Faktoren unterversorgten Bevölkerungsgruppen den Zugang zu Gesundheitsleistungen erschweren. Sie entwickelt anschließend – gemeinsam mit verschiedenen Partnern – Ansätze, um diese Barrieren abzubauen. Unterstützt wird die Einheit von einem Steuerungskomitee, dem sowohl Vertreter unserer Unternehmensbereiche Healthcare und Life Science als auch Vertreter unserer Länderorganisationen angehören. Das Komitee stellt sicher, dass die entwickelten Programme zum einen unsere Geschäftsstrategie unterstützen, zum anderen so vor Ort umgesetzt werden, dass sie die gewünschte Wirkung erzielen.

Ergänzend dazu gründeten wir 2015 das „Open Innovation Committee“. Es kümmert sich darum, Zugangsbarrieren in Gebieten mit großem Bedarf an Gesundheitslösungen zu überwinden. Das Komitee trägt dazu bei, geistiges Eigentum als Grundvoraussetzung für Innovation zu fördern. Es ermöglicht den Zugang zu unserer Wissens- und Wirkstoffdatenbank, um gemeinsam mit führenden Partnern die frühe Entdeckung von Wirkstoffen zu beschleunigen – besonders in Bereichen mit hohem, ungedecktem Bedarf. Derzeit konzentrieren wir uns auf Bereiche, in denen unser Unternehmen weder über ein Produktportfolio noch über Kompetenzen verfügt. Das Komitee wird von unserem „Head of Access to Health“ und dem „Head of International Patents“ gleichberechtigt geleitet.

Wozu wir uns verpflichten: unsere „Access to Health Charta“

Unsere „Access to Health Charta“ führt Leitlinien zu folgenden Themen auf:

Geistiges Eigentum austauschen und schützen

Im Zuge der weltweiten Bemühungen, den Zugang zu Gesundheit zu verbessern, spielt auch der Umgang von Arzneimittelherstellern mit ihrem geistigen Eigentum eine wichtige Rolle. In den meisten Entwicklungsländern reichen wir grundsätzlich weder Patentanträge ein, noch setzen wir solche durch. In Märkten, in denen wir Produkte zum Patent anmelden, verpflichten wir uns, den Datenaustausch mit Forschern zu fördern und den öffentlichen Zugang zu Informationen aus klinischen Studien zu verbessern. Über den Patentstatus unserer Produkte berichten wir in öffentlich zugänglichen Datenbanken. Wir befürworten darüber hinaus freiwillige Lizenzvereinbarungen jeder Art. Dazu zählen nicht exklusive freiwillige Lizenzen und rechtlich verbindliche Anspruchsverzichtsvereinbarungen oder Klauseln, die auf die Verbesserung des Zugangs zu Gesundheit abzielen. Zusätzlich fördern wir das Konzept von sogenannten . Patentpools sollten unserer Ansicht nach allerdings so strukturiert sein, dass sie den Zugang zu Medikamenten verbessern und wettbewerbsbeeinträchtigende Effekte sowie geografische Einschränkungen verhindern. Wir erwägen den Beitritt zu Patentpools, wenn sie für unser Portfolio bedeutend sind und alle Wirksamkeits-, Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen erfüllen.

Der verantwortungsvolle Umgang mit geistigem Eigentum ist kein Hindernis für den Zugang zu Gesundheit. Im Gegenteil: Er garantiert Sicherheit und hohe Qualität für Patienten weltweit. Für fast alle Medikamente, die die drängendsten Krankheiten in Entwicklungsländern behandeln, besteht kein Patentschutz. So sind etwa 95 % der von der WHO im Jahr 2013 als unentbehrlich klassifizierten Arzneimittel nicht durch Patente geschützt. Mit unseren Initiativen und Partnerschaften sichern wir den Zugang zu Patentinformationen. In manchen Fällen gewähren wir außerdem Zugang zu Teilen unserer Wirkstoffdatenbanken, etwa für Forschungsprojekte mit offenem Innovationsansatz.

Abkommen und Leitfäden zu geistigem Eigentum

Die Entwicklung neuer Arzneimittel erfordert hohe Investitionen – ohne Garantie auf Erfolg. Zehn bis 15 Jahre kann es dauern, bis eine wirksame Gesundheitslösung marktreif ist. Pharmaunternehmen brauchen deshalb einen soliden, transparenten und berechenbaren gesetzlichen Rahmen für das Recht am geistigen Eigentum und die Durchsetzung von Patenten. Diese bieten in einen ausreichenden Zeitraum Schutz, um die Forschungs- und Entwicklungskosten zu kompensieren.

Wir unterstützen das -Abkommen ein internationales Übereinkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums der Welthandelsorganisation (WTO) sowie deren Nachträge, beispielsweise die Doha-Erklärung (Special Declaration on the TRIPS Agreement and Public Health) aus dem Jahre 2001. Die Doha-Erklärung verlängert für die am wenigsten entwickelten Länder () die Frist, die TRIPS-Bestimmungen für pharmazeutische Patente umzusetzen, bis zum Jahr 2033.

45

Arzneimittel, die wir anbieten, darunter die Substanzen Bisoprolol/Amlodipin, Metformin (Glucophage®) und Praziquantel, sind von der WHO als unentbehrlich und/oder als sogenannte klassifiziert.

Neue Initiative verbessert Zugang zu Patentinformationen

Unser Unternehmen ist Gründungsmitglied der „Patent Information Initiative for Medicines“ (Pat-INFORMED). Diese Initiative riefen im Berichtsjahr 20 führende forschende Biopharmaunternehmen ins Leben. Als weltweite Schnittstelle zu Arzneimittelpatentinformationen stellt Pat-INFORMED neue Instrumente und Ressourcen bereit: Mit ihnen kann ermittelt werden, ob Patente für Produkte existieren, an denen nationale und internationale Beschaffungsagenturen interessiert sind. Die von Pat-INFORMED gebotene Transparenz möchte Beschaffungsagenturen von Arzneimitteln einen einfacheren Zugang zu grundlegenden Patentinformationen ermöglichen. Diese Informationen helfen dabei, Strategien für Krankheitsmanagement oder andere Ansätze umzusetzen, die zur Bewältigung der Herausforderungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit beitragen. Die „World Intellectual Property Organization“ (WIPO) und der „International Federation of Pharmaceutical Manufacturers and Associations“ (IFPMA) unterstützen diese Initiative.

Kooperation zur offenen Innovation: „WIPO Re:Search“

Wir sind eines von mehr als 100 Mitgliedern der WIPO-Re:Search-Plattform. Gemeinsam setzten wir uns das Ziel, die frühe Wirkstoffforschung zu Infektionskrankheiten zu fördern und dazu unser Wissen und unser geistiges Eigentum zu teilen. Die Plattform wird von der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) unterstützt. Unsere erste Kooperation dazu läuft bereits seit 2015 mit der University of Buea in Kamerun. Das Ziel: Wir möchten Substanzen aus unserer Wirkstoffdatenbank nutzen, um eine Therapie gegen (Flussblindheit) zu entwickeln. Im Berichtszeitraum erreichten wir die Endphase des ersten Screenings verschiedener Substanzen. 2017 sind wir dank der offenen Innovationsplattform „WIPO Re:Search“ eine neue Kooperation mit der Universität von Kalifornien in San Diego, USA, eingegangen. Gemeinsam wollen wir Substanzen aus unserer Wirkstoffdatenbank nutzen, um potenzielle Heilmittel für Leishmaniose, Morbus Chagas (Amerikanische Trypanosomiasis) und die menschliche Afrikanische Trypanosomiasis (Schlafkrankheit) zu finden.

Kooperation zur offenen Innovation: „Drugs for Neglected Diseases Initiative“

Im April 2017 schlossen wir eine Partnerschaft mit der Initiative „Drugs for Neglected Diseases“ (DNDi). In diesem Rahmen beteiligen wir uns am sogenannten Drug-Discovery-Booster-Projekt für . Das Projekt verfolgt einen offenen Innovationsansatz, bei dem verschiedene Unternehmen zeitgleich an neuen Behandlungsformen für Leishmaniose und Morbus Chagas forschen. Neben Merck sind fünf weitere Unternehmen daran beteiligt (Eisai, Shionogi, Takeda, AstraZeneca und Celgene).

Allianzen für einen besseren Zugang zu Gesundheit

Wir sind Mitglied der Initiative „Business for Social Responsibility“ (BSR) und unterzeichneten die „BSR Guiding Principles on Access to Healthcare“. Diese Leitsätze geben uns einen Rahmen für die Weiterentwicklung und Verbesserung unserer A2H-Maßnahmen vor. In der „BSR Healthcare Working Group“ erarbeiteten wir 2017 ein neues Arbeitspapier zu innovativen Finanzierungsmodellen. Darüber hinaus brachten wir die Entwicklung des BSR-Arbeitspapiers „Advancing Access to Healthcare Metrics voran.

Neue Initiative zu nicht-übertragbaren Krankheiten

Im Januar 2017 starteten wir gemeinsam mit 21 führenden Pharmaunternehmen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos die weltweite Initiative „Access Accelerated“. Ziel der Initiative ist es, die Vorsorge und Behandlung von nicht-übertragbaren Krankheiten in Ländern geringen und mittleren Einkommens zu verbessern.

Anerkennung von Best Practice durch „Access to Medicine Foundation“

Ein Bericht der Stiftung „Access to Medicines Foundation“ gab 2017 erstmals einen umfassenden Überblick darüber, wie 16 Pharmaunternehmen im Rahmen ihrer Unternehmensaktivitäten den Zugang zu Krebstherapien in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen verbessern. Unser Unternehmen war Teil dieser Untersuchung. Darin wurden auch unsere Initiativen für einen besseren Zugang zu Gesundheit genannt – darunter unser Ansatz zu geistigem Eigentum und unsere Patient Access Programs die einen verbesserten Zugang zu Krebsmedikamenten ermöglichen.

Im Jahr 2016 erreichten wir den vierten Platz im „Access to Medicine Index“. Mit dem Index bewertet die Stiftung, inwieweit Unternehmen den Zugang zu Arzneimitteln in Entwicklungsländern verbessert haben. Einige unserer Initiativen im Kampf gegen Infektionskrankheiten und Produktfälschungen, zur Steigerung der Transparenz in der Arzneimittellieferkette und zur Stärkung des Gesundheitsbewusstseins wurden als Best-Practice-Beispiele hervorgehoben. Es wurde außerdem anerkannt, dass unsere Ziele für verbesserten Zugang zu Arzneimitteln im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG) der Vereinten Nationen stehen.

Im Dialog mit Stakeholdern

Kooperation und Dialog sind Schlüsselinstrumente, um den Zugang zu Gesundheit zu verbessern. Zu unseren Partnern zählen multilaterale Organisationen, Regierungen und Nichtregierungsorganisationen ebenso wie akademische Einrichtungen, Fachverbände des Gesundheitswesens, Unternehmen und Experten aus dem Privatsektor.

Unsere Veranstaltungsreihe „Access Dialogue“

2017 stand unsere Veranstaltungsreihe „Access Dialogue“ ganz im Zeichen der Themen „Offene Innovation und geistiges Eigentum“ sowie „Lieferkette und Herausforderungen der Lieferung in Entwicklungsländern“. Gemeinsam mit unseren öffentlichen und privaten Stakeholdern diskutierten wir über den Abbau von Barrieren zum Zugang zu Gesundheit. Diese Veranstaltungsreihe riefen wir bereits 2013 ins Leben. Sie ist eine Plattform, auf der Interessenvertreter aus dem öffentlichen und privaten Bereich Informationen und Best-Practice-Beispiele austauschen, die den Zugang zu Gesundheit erweitern.

Diskussionen auf globaler Ebene

Während des Berichtszeitraums waren wir an vielen weiteren Veranstaltungen beteiligt, hier eine Auswahl:

  • Zwei Workshops der „Access to Medicine Foundation“ in Amsterdam im Juni und September 2017.
  • „Globale Debatte zu geistigem Eigentum, Handel und Entwicklung: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – eine Konferenz zu Ehren von Pedro Roffe“ in Genf im Juni 2017.
  • „CAMP-N“ (eine Koalition für den Zugang zu Medikamenten und Produkten zu nicht-übertragbaren Krankheiten) am Rande der UN-Generalversammlung in New York im September 2017.
  • Podiumsdiskussion beim „World Health Summit“ zu Lieferketten und einem besseren Zugang zu Gesundheit in Berlin im Oktober 2017. Die Veranstaltung haben wir gemeinsam mit den Pharmaunternehmen Roche und Novartis ausgerichtet.
  • Podiumsdiskussion zum Thema „Beschleunigung von Innovation und Zugang zu Impfstoffen“ beim „WIPO Global Challenges Seminar on Vaccines“ in Genf im November 2017. Bei dieser Veranstaltung wurden auch der neue „Global Challenges Report“ vorgestellt und der „Access to Vaccines Index“ der „Access to Medicine Foundation“ veröffentlicht.
  • Belén Garijo, CEO von Healthcare, vertrat unser Unternehmen beim 5. Jahrestag der Londoner Erklärung zum Kampf gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten. Weitere Informationen zur Londoner Erklärung finden sich im Kapitel Infektionskrankheiten.
  • Das vierte „Global Forum on Human Resources for Health“ zum Thema „Aufbau von Fachkräften im Gesundheitswesen von morgen“: Mit über 1.000 Delegierten aus der ganzen Welt war dies die größte offene Konferenz zu Personalthemen im Gesundheitsbereich.
  • Dialogveranstaltungen zum Thema „Herausforderungen in lokalen Lieferketten“ im Rahmen der Accessibility Platform beschreiben wir im Kapitel „Lieferkette“.

Aktivitäten auf lokaler Ebene

Auch auf lokaler Ebene waren wir 2017 im Austausch mit Stakeholdern aktiv – im Folgenden einige Beispiele:

  • Die Aufklärungs- und Bildungskampagne „Unmasking Your Thyroid“ auf den Philippinen führten wir 2017 weiter. Mehr dazu im Kapitel „Gesundheitsbewusstsein“.
  • Im Rahmen unserer Initiative zur Behandlung von und Schilddrüsenerkrankungen haben wir 2017 gemeinsam mit der Mexikanischen Gesellschaft für Endokrinologie 500 Gesundheitskräfte in Mexiko ausgebildet.

Mitarbeiterveranstaltung stärkt Bewusstsein

Wir wollen unsere Mitarbeiter dazu motivieren und inspirieren, sich aktiv mit unseren Bemühungen zum Thema „Zugang zu Gesundheit“ auseinanderzusetzen. Im April 2017 organisierte das Access-to-Health-Team dazu eine Veranstaltung, auf der sowohl interne als auch externe Experten unser Spektrum an Initiativen und Engagement vorstellten. Unter anderem sprach Peter Hotez von der National School of Tropical Medicine in Houston, US-Bundesstaat Texas, zum Thema „Wissenschaft und Menschlichkeit“. Er betonte, wie wichtig verstärkte Bemühungen zur Erforschung vernachlässigter Tropenkrankheiten sind.

Krankheitslast
Die Krankheitslast misst die durch Krankheit verlorenen Lebensjahre sowie Lebensjahre, die mit gesundheitlichen Einschränkungen der Bevölkerung eines Landes verbunden sind.
Patentpool
Unter einem Patentpool versteht man ein Konsortium von konkurrierenden Firmen, das den beteiligten Partnern eine gegenseitige Nutzung von sich ergänzenden Patenten erlaubt.
TRIPS
Das Übereinkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums oder TRIPS-Abkommen (englisch Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights) ist eine internationale Vereinbarung. Es soll sicherstellen, dass die Maßnahmen und Verfahren zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums nicht zu Schranken für den rechtmäßigen Handel werden.
LDC
Least Developed Countries (LDC) sind Länder, die gemäß sozioökonomischen Kriterien der Vereinten Nationen am wenigsten entwickelt sind.
Erstlinientherapie
Als Erstlinientherapie wird die bevorzugte erste Behandlungsoption einer Erkrankung bezeichnet. Wenn die Krankheit sich damit nicht (nachhaltig) behandeln lässt, kann eine Zweitlinientherapie erfolgen.
Onchozerkose
Onchozerkose ist eine chronische Erkrankung, die durch Fadenwürmer verursacht wird und in den tropischen Gebieten Afrikas und Südamerikas vorkommt. Bei etwa 10 % der Erkrankten führt sie zur Erblindung, der sogenannten Flussblindheit.
Vernachlässigte Tropenkrankheiten
Vernachlässigte Tropenkrankheiten (Neglected Tropcial Diseases (NTD)) treten vornehmlich in Entwicklungsländern auf. Zu ihnen zählen Bilharziose (Schistosomiasis), Eingeweidewürmer, Trachom, lymphatische Filariose und Onchozerkose. Diese Gruppe von Krankheiten wird als „vernachlässigt“ bezeichnet, da sie – trotz einer erheblichen Zahl von Betroffenen – in der Vergangenheit im Vergleich zu anderen Krankheiten weniger Aufmerksamkeit und Forschungsmittel erhielten.
Prädiabetes
Vorstadium zum Typ-2-Diabetes.

Sustainable Development Goals

Verwendung von Cookies

Diese Webseite verwendet Cookies um die Benutzerfreundlichkeit dauerhaft zu verbessern. Wenn Sie diese Webseite besuchen, stimmen Sie dieser Tatsache automatisch zu. Sie können die Einstellungen der Cookies verändern oder gerne mehr über diese erfahren in unserer Cookie Policy. Datenschutzerklärung