Biodiversität

Der zunehmende Verlust der Artenvielfalt ist eine weltweite Herausforderung, die auch unser Unternehmen betrifft. Wir sind auf die Leistungen von Ökosystemen angewiesen, da wir auf Rohstoffe zurückgreifen, die uns die Natur liefert. Prominente Beispiele sind Rotalgen (Polysiphonia elongata), deren Zytoplasma im Kosmetikwirkstoff „RonaCare® RenouMer“ verwendet wird, oder Beinwellwurzelextrakte in der „Kytta® Schmerzsalbe“. Für uns ist es daher wichtig, zu erhalten und zu fördern.

Unser ganzheitlicher Ansatz, Biodiversität zu erhalten

An allen unseren Standorten nehmen wir Rücksicht auf die Besonderheiten der Ökosysteme in der unmittelbaren Umgebung. Unser Ziel ist es, die direkten Auswirkungen auf diese Ökosysteme soweit wie möglich zu minimieren. Unsere vielfältigen Umweltschutzmaßnahmen – beispielsweise zum Wassermanagement oder Klimaschutz – helfen indirekt auch dabei, Biodiversität zu erhalten.

Unsere eigenen Produktionsstandorte liegen in ausgewiesenen Industrie- und Gewerbegebieten. Wenn wir ein Unternehmen – und damit zugleich dessen Standorte – übernehmen wollen, prüfen wir zuvor die ökologischen Risiken. Dabei berücksichtigen wir auch Angaben aus der Öffentlichkeit, beispielsweise von Nachbarn oder Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Die Ergebnisse der Prüfung beeinflussen, ob wir uns für eine Übernahme entscheiden.

Wie wir Biodiversität an unseren Standorten erhalten

Unsere Maßnahmen zum Schutz der werden von der Konzernfunktion „Environment, Health, Safety, , Quality“ (EQ) organisiert (siehe hierzu auch das Kapitel „Betrieblicher Umweltschutz“). Bei der Planung neuer Standorte und Anlagen werden unter Einbeziehung der -Abteilung (Environment-Health-and-Safety-Abteilung) immer auch die ökologischen Aspekte eines Projekts berücksichtigt. Die Abteilung steht allen Standorten dabei unterstützend und beratend zur Seite. Bei größeren Projekten wird zudem eine Bewertung durch die EHS-Abteilung vorgenommen.

Wozu wir uns verpflichten: Standards und Abkommen

Möglichst wenige Stoffe, die die Biodiversität beeinträchtigen können, sollen in die Umwelt gelangen. Deshalb planen und führen wir unsere Anlagen gemäß unseren konzernweiten Sicherheits- und Umweltvorgaben. Beispielsweise definieren wir in unseren EHS-Standards (Corporate-Environment-Health-and-Safety-Standards), wie Abfälle und Abwässer aufbereitet werden oder wie wir die Anlagensicherheit verbessern. Um unseren Einfluss auf die Umwelt zu minimieren, halten wir uns darüber hinaus an interne Standards zu Luftemissionen, und zum Energiemanagement.

Das Nagoya-Protokoll ist ein internationales Umweltabkommen, mit dem das UN-Übereinkommen über die biologische Vielfalt („Convention on Biological Diversity“, CBD) umgesetzt werden soll. Es ist seit 2015 in deutsches Recht überführt. Ziele der UN-Biodiversitätskonvention sind der Schutz der Biodiversität und die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile. Ein wichtiges Instrument hierzu ist der Mechanismus „Access and Benefit Sharing“ (deutsch: Zugang zu genetischen Ressourcen und gerechter Vorteilsausgleich). Wir erarbeiten derzeit Prozesse, um die vom „Access and Benefit Sharing“ betroffenen Fälle systematisch und nach einheitlichen Vorgaben bearbeiten zu können. Diese Prozesse wollen wir im Laufe des Jahres 2018 abschließen. Bei der Produktentwicklung werden beispielsweise die Forderungen des Nagoya-Protokolls immer dann berücksichtigt, wenn genetische Ressourcen aus Ländern genutzt werden sollen, die vom Nagoya-Protokoll betroffen sind.

Biodiversitätserhalt an unseren Standorten

Unversiegelte Flächen sind ein wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen. An unseren Standorten sind wir jedoch dazu verpflichtet, bestimmte Flächen zu versiegeln. So minimieren wir das Risiko, dass Chemikalien in die Umwelt gelangen. Wir sind bestrebt, den Anteil an unversiegelten Flächen zu erhöhen, sofern es die Sicherheitsauflagen erlauben.

Beispielhaft für unser Engagement zum Erhalt von Biodiversität ist der Standort Darmstadt. Dort führen wir seit 2016 eine naturschutzfachliche Begutachtung des Standorts durch. Daraus leiteten wir Maßnahmen ab, mit denen wir den Lebensraum für Tiere und Pflanzen weiter verbessern wollen. Wir haben Konzepte umgesetzt, um für Insekten und Reptilien Rückzugsorte zu schaffen. Zudem führen wir sogenannte Umweltbaubegleitungen durch. Dabei begutachten wir im Voraus neue Projektstandorte auf ihre Beschaffenheit in Bezug auf Flora und Fauna. Etwa 30 % des Betriebsgeländes (0,4 Quadratkilometer) sind zudem begrünt. Schon 1995 entwickelten wir für den Darmstädter Standort ein Grün- und Freiflächenkonzept. Eine Planungsrichtlinie, in Zusammenarbeit mit der Stadt Darmstadt im Jahr 2008 entstanden, beinhaltet die ökologische, ökonomische und gestalterische Optimierung der werksinternen Grünflächen.

Biodiversität
Biodiversität beschreibt die Vielfalt an Ökosystemen, Lebensräumen und Landschaften auf der Erde, die Artenvielfalt und die genetische Vielfalt innerhalb einer biologischen Art oder Population.
Biodiversität
Biodiversität beschreibt die Vielfalt an Ökosystemen, Lebensräumen und Landschaften auf der Erde, die Artenvielfalt und die genetische Vielfalt innerhalb einer biologischen Art oder Population.
Security
Security (deutsch: Sicherheit) umfasst alle notwendigen Maßnahmen sowie Leitungs- und Kontrollaktivitäten zur Aufdeckung, Auswertung, Behandlung und Abwehr von Sicherheitsbedrohungen und kriminellen Machenschaften gegenüber Unternehmen. Sie dienen dem Schutz der Mitarbeiter sowie unserer materiellen und immateriellen Vermögenswerte.
EHS
Environment, Health and Safety: Mit der Abkürzung werden Umweltmanagement, Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit in Betrieben beschrieben.

Verwendung von Cookies

Diese Webseite verwendet Cookies um die Benutzerfreundlichkeit dauerhaft zu verbessern. Wenn Sie diese Webseite besuchen, stimmen Sie dieser Tatsache automatisch zu. Sie können die Einstellungen der Cookies verändern oder gerne mehr über diese erfahren in unserer Cookie Policy. Datenschutzerklärung