Das Pharma-Marktforschungsunternehmen IMS Health sieht den weltweiten Pharmamarkt im Jahr 2008 um 5 % bis 6 % auf ein Volumen in der Spanne von 735 Mrd US $ bis 745 Mrd US $ zunehmen. Der US-Pharmamarkt ebenso wie die Märkte Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens und Spaniens, die so genannten Top fünf Europas, sollen den Daten zufolge um 4 % bis 5 % wachsen, was für die USA ein historisches Tief bedeutet. Für Japan sagt IMS einen Anstieg um 1 % bis 2 % vorher. IMS prognostiziert, dass Krebstherapeutika im Jahr 2011 die nach Umsatz stärkste Medikamentengruppe werden, bislang sind sie auf Rang zwei hinter Arzneimitteln gegen Stoffwechselerkrankungen.
Für den Unternehmensbereich Pharma erwartet Merck im Geschäftsjahr 2008 eine Steigerung der Gesamterlöse zwischen 7 % und 11 % und einen Anstieg beim Operativen Ergebnis im hohen zweistelligen Bereich. Für 2009 geht das Unternehmen von weiteren Zuwächsen bei den Gesamterlösen und beim Operativen Ergebnis aus.
Die Sparte Merck Serono erwartet für 2008 eine Verbesserung der Gesamterlöse zwischen 7 % und 11 % und beim Operativen Ergebnis Steigerungen im hohen zweistelligen Bereich. Für das Jahr 2009 rechnet die Sparte mit weiterem Wachstum bei den Gesamterlösen und dem Operativen Ergebnis. Den entscheidenden Wettbewerbsvorsprung will Merck durch den Ausbau des Biotechnologie-Geschäfts und die Kombination mit der Chemie-Kompetenz erreichen. Die Marktposition in der Biotechnologie soll nicht nur verteidigt, sondern nachhaltig ausgebaut werden. Dazu wird sich das Unternehmen gezielt durch Akquisitionen und eine aktive Lizenzpolitik verstärken. Das Budget für Forschung und Entwicklung soll bei rund 1 Mrd € liegen, was einer Forschungsquote von rund 20 % entspricht. In ihrem Entwicklungsportfolio mit derzeit über 40 Projekten konzentriert die Sparte sich zunächst auf Onkologie, neurodegenerative Erkrankungen, Fruchtbarkeit, Autoimmun- und Entzündungskrankheiten sowie bestimmte Gebiete der Endokrinologie. Einen regionalen Schwerpunkt bildet der Ausbau der Geschäfte in den USA und Japan sowie in China.
Das Geschäft der Sparte Consumer Health Care wird organisch und mit Akquisitionen weiter entwickelt. Für 2008 erwartet die Sparte ein gutes organisches Wachstum der Gesamterlöse in einer Spanne zwischen 11 % und 15 % sowie eine weitere Verbesserung des Operativen Ergebnisses im einstelligen Bereich. Für 2009 geht Consumer Health Care ebenfalls von Steigerungsraten bei den Gesamterlösen und dem Operativen Ergebnis aus. In den Märkten konzentriert sich Consumer Health Care darauf, eine höhere Markenbekanntheit zu erlangen – vor allem in Europa.
