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Prognosebericht 

Prognose zur Entwicklung der Weltwirtschaft 2008 und 2009

Der Internationale Währungsfonds IMF rechnet für 2008 mit einem Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 4,1 %. Viele Wirtschaftsforscher weisen jedoch darauf hin, dass Euro-Kurs, Ölpreis sowie die US-Hypothekenkrise Prognosen erschweren. Die OECD erwartet für die USA 2008 eine Zuwachsrate des BIP von 1,5 % und 2,2 % für 2009. Japan, das von der globalen wirtschaftlichen Dynamik der vergangenen Jahre weniger stark erfasst worden war, wird sich laut dieser Prognosen 2008 mit 1,6 % BIP-Zunahme und 2009 mit 1,8 % etwas verhaltener entwickeln. Für China wird von den fünf führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstituten für 2008 ein etwas langsameres BIP-Wachstum als bisher von 10 % vorhergesagt, für Indien gehen die Wirtschaftsforscher von einem Plus von 8,4 % aus. Für Russland rechnen sie mit einem BIP-Anstieg von 6,5 %.

Zu den belastenden Faktoren für die europäische Entwicklung 2008 zählt vor allem die Außenwirtschaft. Das Zusammentreffen einer schwächeren Weltkonjunktur mit einer realen effektiven Aufwertung des Euro um zuletzt rund 3 % gegenüber dem Vorjahr wird voraussichtlich dazu führen, dass sich der Euroraum nach einem eher schwachen Wachstumsimpuls durch die Außenwirtschaft 2007 einem dämpfenden Effekt 2008 gegenübersehen wird. Dass es trotz dieser Belastungen insgesamt zu keinem Abbruch des Wachstums im Euroraum kommen muss, ist auf eine Belebung des privaten Verbrauchs zurückzuführen, der 2008 an Dynamik gewinnen kann. Die OECD geht für 2008 für den Euroraum von einem Zuwachs des BIP um 1,6 % und für 2009 von einem BIP-Anstieg um 2,0 % aus.

Für Deutschland rechnen die fünf führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute für 2008 mit einem Anstieg des BIP um 1,9 %. Der private Konsum, das heißt die Binnennachfrage, soll spürbar zulegen und im Jahr 2008 allein die Hälfte der wirtschaftlichen Expansion tragen. Ein Wachstumsbeitrag wird auch von den Ausrüstungsinvestitionen kommen, wenngleich die Investitionsdynamik der letzten Jahre merklich zurückgehen wird.

Last update 18.02.2008, © Merck KGaA, Darmstadt, Germany