Internationale Anforderungen im Chemikalienrecht
Am 1. Juni 2007 ist die EU-Verordnung REACH in Kraft getreten. Sie überträgt die Verantwortung für die Prüfung der Chemikaliensicherheit von den nationalen Behörden auf die Hersteller und Importeure. Alle Stoffe, die in Mengen ab einer Tonne pro Jahr in der EU produziert oder in die EU importiert werden, sind in den nächsten Jahren schrittweise zu registrieren. Bei Merck wurden alle REACH-relevanten Stoffe identifiziert. Aufbauend darauf wird die Vorregistrierung von Stoffen vorbereitet, die im 3. Quartal 2008 abgeschlossen werden soll. Bereits ab dem 1. Juni 2008 sollen die ersten Registrierdossiers eingereicht werden. Ziel ist es, die sichere Handhabung der Stoffe von Merck gewährleisten zu können und für alle Beteiligten in der Lieferkette den administrativen Aufwand gering zu halten.
Darüber hinaus unterstützt Merck das von der UN verabschiedete GHS-Dokument („Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals“). Zur Verbesserung der Gefahrenkommunikation und zur Erleichterung des Handels mit Chemikalien soll diese Regelung bis 2008 die nationalen Vorschriften über Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen, Transportrecht sowie Angaben im Sicherheitsdatenblatt weltweit vereinheitlichen. Merck hat bereits mit der Implementierung begonnen. Ziel ist es, mit Inkrafttreten der GHS-Verordnung die ersten Produkte mit neuer Einstufung und Kennzeichnung auf den Markt zu bringen, damit Merck-Kunden genügend Zeit haben, ihre Gefahrenkommunikation auf GHS umzustellen.
Globale Datenerfassung zum Schutz von Mensch und Umwelt
Vor dem Hintergrund der weltweiten Verantwortung für Mensch und Umwelt hat Merck 2007 die Prozesse im internationalen Umwelt-, Sicherheits- und Qualitätsmanagement weiter verbessert: An rund 80 Standorten – darunter auch die neu von Merck Serono hinzugekommenen – wurden zeitnah und detailliert neben Umweltkennzahlen sämtliche internen und externen Audits und Zertifizierungen dokumentiert. Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit im Jahr 2007 auf rund 122 Mio €.
Die CO2-Emissionen von Merck liegen mit rund 162.000 Tonnen im Jahr 2007 – circa 4 % weniger als im Jahr zuvor – weiter auf konstant niedrigem Niveau. Damit ergab sich für 2007 im Rahmen des CO2-Emissionshandels innerhalb der EU ein Überschuss von 52.693 Tonnen. Er resultiert aus zugeteilten Zertifikaten und gesunkenen CO2-Emissionen. Solche Emissionszertifikate werden an Unternehmen ausgegeben und berechtigen diese jeweils zu einer bestimmten Emissionsmenge. Eine Reduzierung der Emissionen ermöglicht es, die überzähligen Berechtigungen zu verkaufen. Im Jahr 2007 hat Merck 75.000 Zertifikate veräußert und dadurch 71.250 € erlöst.
