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Neue Display-Technologien setzen sich weiter durch 

Mit unseren innovativen Flüssigkristallmischungen für „Polymer Stabilized Vertical Alignment (PS-VA)“-Anwendungen konnten wir unsere Technologieführerschaft weiter ausbauen. PS-VA avanciert zunehmend zur bevorzugten Technologie für hochwertige Bildschirme. Sie ersetzt sukzessive die herkömmliche „Vertical Alignment (VA)“-Technologie, die dominierende LCD-Fernseh-Technologie, die Merck vor einigen Jahren entwickelte und die sich mittlerweile einem anhaltend hohen Wettbewerbsdruck stellen muss. Bei VA wird durch Schlitze in den Elektroden oder mikroskopisch kleine dreidimensionale „Rippen“, so genannten „protrusions“, dafür gesorgt, dass Flüssigkristalle beim Schalten in die richtige Richtung ausgelenkt werden. Bei PS-VA werden die Moleküle durch eine Polymerschicht innerhalb des Displays in eine bestimmte Richtung vororientiert. Der Flüssigkristall steht im Schwarz-Zustand nicht senkrecht, sondern ist mit einer Schlagseite ausgerichtet: Dieser so genannte „Tilt“ sorgt dafür, dass lokal im Display die Information gespeichert ist, in welche Richtung der Flüssigkristall schalten soll. Dies hat sehr schnelle Schaltzeiten zur Folge, die für eine naturgetreue Darstellung von bewegten Bildern von enormer Bedeutung ist. Die technischen Vorteile von PS-VA sind neben einer besseren Bildqualität bei bewegten Bildern schnellere Schaltzeiten, ein höherer Kontrast und die stärkere Lichtdurchlässigkeit. Dadurch kann die Hintergrundbeleuchtung reduziert werden, eine der teuersten Display-Komponenten bei der Herstellung und zugleich der größte Stromverbraucher während des Betriebs.

Die PS-VA-Technologie eröffnet den LCD-Herstellern neue Möglichkeiten, bisher unerreichte Bildschirm-Eigenschaften zu erreichen. Sind PS-VA-Materialien von Merck in einem LCD-Fernseher verarbeitet, wirken die Farben noch satter, wärmer und natürlicher, die Darstellung räumlicher und die Bewegungsabläufe lebendiger. In Taiwan, Korea und Japan wird diese Technologie bereits in der Massenproduktion eingesetzt.

Ist von LED-Fernsehern die Rede, ist damit lediglich die Hintergrundbeleuchtung durch LEDs (Lichtemittierende Dioden) gemeint, die den Kontrastwert von LCD-Fernsehern erhöht und eine bessere Ausleuchtung gewährleistet. Die Bilddarstellung wird dadurch noch naturgetreuer. Einzelne Teile der beleuchteten Fläche, die ein tiefes Schwarz darstellen sollen, lassen sich separat dimmen oder ganz abschalten. Dadurch wird ein kontrastreicheres Bild ermöglicht. Auf diese Weise werden die Vorteile von LED und LCD kombiniert. Weitere wesentliche Vorteile liegen im niedrigen Energieverbrauch und der geringeren Gehäusetiefe der Flachbildschirme.

© Merck KGaA, Darmstadt, Germany, Last Update 23.02.2010