Als international tätiges Unternehmen strebt Merck ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den verschiedenen Kulturen und Nationalitäten, den unterschiedlichen Altersgruppen sowie zwischen Frauen und Männern an. In der Überzeugung, dass die Vielfalt der Belegschaft zu besseren Teamleistungen führt und damit zum unternehmerischen Erfolg beiträgt, haben wir Maßnahmen implementiert, um diese Vielfalt nachhaltig zu verankern. Wir sind uns jedoch bewusst, dass wir die Maßnahmen weiterentwickeln müssen.
Geschlechterverhältnis
Der Frauenanteil in der Belegschaft liegt derzeit bei 43 %. Die Verteilung zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist in den einzelnen Geschäftsbereichen, Funktionen und Regionen unterschiedlich ausgeprägt. Im Pharmabereich sind 47 % aller Beschäftigten weiblich, im Chemiebereich 33 % und in den Gruppenfunktionen 21 %. In Nordamerika sind 47 % aller Beschäftigten weiblich, in Europa 46 %, in Lateinamerika 43 % und in Asien 33 %. Der Frauenanteil in Forschung und Entwicklung ist mit 55 % am höchsten, gefolgt von 50 % in der Verwaltung. Am niedrigsten ist er mit 32 % in der Produktion und mit 28 % in den Infrastrukturbereichen. Merck hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der Frauen überall dort zu erhöhen, wo diese unterrepräsentiert sind.
Internationalität
74 % aller Mitarbeiter stammen aus Ländern außerhalb Deutschlands. Im Jahr 2008 – zu diesem Zeitpunkt haben wir diese Zahlen erstmals erhoben – waren es noch 70 %. Der Zuwachs liegt vor allem in der Ausweitung der Geschäfte in den USA, in Indien und in China begründet. Dabei gehört es zu unseren Grundprinzipien, Mitarbeiter aus den entsprechenden Ländern einzustellen und zu entwickeln. Die Entscheidung des Unternehmens, den Sitz der Sparte Merck Serono in Genf (Schweiz) und denjenigen der Sparte Merck Millipore in Billerica (USA) anzusiedeln, trägt ebenfalls zur Internationalität der Belegschaft bei, die wir weiter verstärken wollen.
Altersstruktur
Der demografische Wandel und die damit verbundene Alterung der Bevölkerung ist nicht in allen Ländern, in denen wir tätig sind, gleichermaßen spürbar. Wir müssen uns aber besonders in Deutschland, einigen anderen EU-Ländern sowie in den USA darauf einstellen. In diesen Ländern beträgt das durchschnittliche Alter unserer Mitarbeiter bereits mehr als 40 Jahre – und wir gehen davon aus, dass der Wert weiter ansteigt. In Europa begegnen wir diesen demografischen Herausforderungen mit verschiedenen Programmen. Dazu gehören auch die Anpassung der Arbeitsplätze an die Bedürfnisse von Älteren sowie der Aufbau eines Gesundheitsmanagements zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit.
Führungspositionen
Eine ausbalancierte Vielfalt unter den leitenden Mitarbeitern verbessert nicht nur die beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten für talentierte Mitarbeiter, sondern ist auch die Grundlage dafür, dass ein breites Erfahrungsspektrum genutzt und unternehmerische Entscheidungen möglichst differenziert getroffen werden.
Der Anteil der Frauen in Führungspositionen – im bei Merck vor zwei Jahren eingeführten „Global-Grading“-System sind dies Positionen mit einem Grade 14 und höher – beträgt über das gesamte Unternehmen berechnet derzeit 22 % (ohne die Mitarbeiter, die durch die Akquisition von Millipore zu Merck kamen – für diese ist das Global-Grading-System noch nicht implementiert). In den Tochtergesellschaften ist er höher als in der Zentrale in Darmstadt, ebenso ist er im Pharmabereich höher als im Chemiebereich. Bestimmte Gruppenfunktionen wie beispielsweise IT haben in den Führungspositionen eine niedrigere Frauenquote. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil in Führungspositionen weiter zu erhöhen. Neben bereits vorhandenen lokalen Maßnahmen wie beispielsweise dem „Cross-Company-Mentoring“-Programm und der Schaffung von Möglichkeiten zur besseren Vereinbarkeit von Karriere und Familie wollen wir im Laufe des nächsten Jahres weitere Konzepte entwickeln. Wir haben uns als Ziel gesetzt, den Anteil der weiblichen Führungskräfte bis zum Jahr 2016 auf 25 - 30 % zu steigern. Diese Zielgröße wird möglicherweise durch lokale oder bereichsspezifische Werte ergänzt. Zugleich wurde die Funktion des Chief Diversity Officers geschaffen, um die Umsetzung zu unterstützen.
57 % der Managementpositionen wird von Führungskräften bekleidet, die eine andere als die deutsche Nationalität haben – insgesamt sind in diesen Positionen 55 verschiedene Nationalitäten vertreten. Die Internationalität der Führungsebenen entspricht der globalen Ausrichtung unserer Geschäftstätigkeit.
