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Rechtliche Risiken 

Merck ist Risiken aus Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt. Dazu gehören insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Pharmarecht, Patentrecht, Steuerrecht und Umweltschutz. Als forschendes Unternehmen besitzt Merck ein wertvolles Portfolio an gewerblichen Schutzrechten wie Patenten und Marken. Diese Schutzrechte können zum Ziel von Angriffen und Verletzungen werden.

Wir sind Partei in gerichtlichen Verfahren und behördlichen Ermittlungen, deren Ausgang derzeit nicht absehbar ist. Wir tragen auch weiterhin die Risiken aus gewissen Verfahren gegen Gesellschaften der Generics-Gruppe, die wir im Jahr 2007 an Mylan veräußert haben. So steht Merck weiter für die Risiken aus Fällen in den USA ein, die die Gestaltung von Preisen für Arzneimittel betreffen. Daneben ist die Sparte Merck Serono in einen Lizenzrechtsstreit in Israel und in eine Auseinandersetzung mit einem ehemaligen Vertriebspartner in Italien verwickelt. In den USA befindet sich unsere Tochtergesellschaft EMD Serono in Vergleichsverhandlungen sowohl mit dem Justizministerium als auch auf Bundesstaatenebene. Gegenstand dieser Vergleichsverhandlungen sind zivilrechtliche Ansprüche bezüglich des Vertriebs eines Produkts. In Deutschland ist Merck in ein kartellrechtliches Verfahren einbezogen, welches das exklusive Distributionsabkommen von Merck mit dem Laborgroßhändler VWR International betrifft.

Aufgrund einer Entscheidung des Bundeskartellamtes ist Merck verpflichtet, einige zum Laborgeschäft gehörende Produkte auch an andere Laborgroßhändler in Deutschland zu liefern. Das Unternehmen hat alle Maßnahmen zur Wahrung der eigenen Rechtsposition ergriffen.

Generell ist Merck bestrebt, seine rechtlichen Risiken möglichst gering zu halten und zu kontrollieren. Wir haben die notwendigen Vorkehrungen getroffen, um Gefährdungen zu entdecken und gegebenenfalls unsere Rechte zu verteidigen. Risiken, die sich im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten ergeben, werden fortlaufend identifiziert, bewertet und kommuniziert.

Für unsere Mitarbeiter ist weltweit ein „Compliance“-Programm gültig, das sie zur Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien anhält, entsprechend schult und unterstützt. Kernstück des Programms ist unser Verhaltenskodex – der „Merck Code of Conduct“ –, der ethische Verhaltensrichtlinien festlegt. Er wird durch ein Schulungs- und Prüfungsprogramm, ein Hinweisgebersystem zur Meldung von Compliance-Verstößen („Speak Up Line“) sowie ein weltweites Netz von „Compliance Officers“ ergänzt. Soweit es möglich und sinnvoll ist, begrenzt das Unternehmen Haftungs- und Schadensrisiken durch Versicherungsschutz, dessen Art und Umfang fortlaufend aktuellen Anforderungen angepasst werden.

© Merck KGaA, Darmstadt, Germany, Last Update 23.02.2010