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Auf und Ab der Merck-Aktie 

Von der sich im Jahresverlauf weiter aufhellenden Stimmung am deutschen Aktienmarkt konnten die Aktien von Merck nicht profitieren. Die Kursentwicklung verlief zwar im Jahresverlauf in einem durchaus dynamischen Bereich zwischen 57 und 73 EUR, doch notierte die Aktie gegenüber dem Stand vom Jahresbeginn (65,21 EUR) am Jahresschluss mit 59,85 EUR um 8,2 % schwächer. Der Kursverlauf war zu weiten Teilen von der Entwicklung am deutschen Aktienmarkt entkoppelt.

So nahm der Markt den erstmals am Tage der Veröffentlichung des Jahresergebnisses 2009 gegebenen und der schwierigen Vorjahresentwicklung geschuldeten vorsichtigen Ausblick für das Jahr 2010 sowie den gegenüber dem Vorjahr von 1,50 EUR auf 1,00 EUR verringerten Dividendenvorschlag mit Enttäuschung auf. An diesem Tag (23. Februar 2010) schloss die Merck-Aktie mit einem mehr als 10-prozentigen Kursverlust und lag zwei Tage später mit 57,62 EUR auf ihrem Jahrestiefststand. Im Zuge der Bekanntgabe der Akquisition von Millipore stieg die Notierung der Merck-Aktie am 1. März 2010 um 2,9 %. Erst jedoch in Folge der deutlichen Anhebung der Jahresprognose am 29. Juli 2010 mit Veröffentlichung der Ergebnisse zum 2. Quartal etablierte sich wieder ein Kursniveau oberhalb von 67 EUR, das am 10. September 2010 bei 72,28 EUR sein Maximum erreichte. Nur drei Tage später überraschte das wissenschaftliche Komitee CHMP der europäischen Zulassungsbehörde EMA Mediziner und Aktionäre mit der Entscheidung, Cladribin-Tabletten nicht für die Zulassung zur Behandlung gegen Multiple Sklerose zu empfehlen. Als Reaktion verlor die Merck-Aktie am 24. September 2010 knapp über 10 % ihres Wertes. Der in der Folge anhaltende Verkaufsdruck führte bis zum 17. November 2010 zu einem Kursrückgang auf 57,75 EUR, von wo aus sich die Aktie – bedingt auch durch Neuigkeiten zum US-Zulassungsverfahren von Egrifta™ (Tesamorelin) – bis Jahresende wieder etwas bis auf 59,85 EUR erholen konnte.

Fast 600.000 Aktien täglich gehandelt

Im Jahr 2010 wurden über die Handelsplattformen der Deutschen Börse täglich im Durchschnitt rund 574.000 Merck-Aktien gehandelt. Der mit mehr als 4,4 Mio gehandelten Stücken mit weitem Abstand umsatzstärkste Tag war hierbei der 23. Februar 2010, der Tag der Veröffentlichung des Jahresergebnisses 2009 und des Ausblicks auf das Geschäftsjahr 2010. Allgemein ist die Handelbarkeit – ausgedrückt durch die Liquidität bzw. den Handelsumsatz – von Aktien eine wichtige Kennziffer, die nicht nur das Kaufverhalten von Investoren beeinflusst, sondern auch neben dem Streubesitz ein wesentliches Kriterium bei der Zusammensetzung der Aktienindizes darstellt. Mit 3.868 Mio EUR belegte die Merck-Aktie auf der Rangliste der nach Streubesitz-Marktkapitalisierung größten deutschen DAX®-Unternehmen zum Jahresende Position 32 sowie mit 9.226 Mio EUR Position 28 gemessen am Handelsvolumen der vergangenen 12 Monate.

© Merck KGaA, Darmstadt, Germany, Last Update 23.02.2010