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Merck am Kapitalmarkt 

Merck-Aktien-Kurs mit deutlichen Schwankungen. 3,2 Mrd EUR Anleihe erfolgreich platziert.

Erholung an den Aktienmärkten hält an

Im Verlauf des Jahres 2010 setzte sich die in der ersten Hälfte des Vorjahres begonnene Erholung an den internationalen Aktienmärkten fort. Hierzu trugen neben einer sich weiter erholenden Weltwirtschaft maßgeblich die anhaltend niedrigen Leitzinsen der führenden internationalen Zentralbanken sowie eine expansive Geldpolitik insbesondere der USA bei. Allerdings führten Nachwirkungen der 2008 eskalierten, weltweiten Bankenkrise zu teilweise dramatischen Entwicklungen der Staatshaushalte einer Reihe von Mitgliedstaaten der Euro-Zone, die deren Anleihen erheblich verteuerten und die Europäische Zentralbank schließlich zur Vergabe von Bürgschaften in beispiellosem Umfang zwangen. Auswirkungen hatte dies auch auf die Entwicklung der europäischen Gemeinschaftswährung, die sich gegenüber allen internationalen Leitwährungen teilweise deutlich verbilligte. Erheblich stabiler präsentierte sich hingegen der Markt für Unternehmensanleihen, der von großer Nachfrage auch bei vergleichsweise niedrigem Kupon geprägt war.

Merck-Aktie 2010 im Vergleich zum DAX® und zum Bloomberg-Europe-Pharmaceuticals-Index

Merck-Aktie 2010 im Vergleich zum DAX® und zum Bloomberg Europe Pharmaceuticals Index (Liniendiagramm)

Starker DAX®, schwacher Pharma-Index

Angeführt vom Aktienindex DAX®, in dem die 30 nach Streubesitz-Marktkapitalisierung und Handelsumsatz größten deutschen Aktiengesellschaften zusammengefasst sind und der zu Jahresbeginn auf deutlich über 6.000 Punkte kletterte, startete der deutsche Aktienmarkt freundlich in das neue Jahr. Aufkommende Sorgen über Bonität und Liquidität mehrerer EU-Mitgliedsstaaten – insbesondere Griechenlands und Irlands – trübten zwar im Jahresverlauf mehrfach die Marktstimmung teilweise deutlich ein, doch zeigten sich Eingriffe der europäischen Währungshüter stets geeignet, um die Marktteilnehmer zu beruhigen. So korrigierte der DAX® zunächst am 5. Februar 2010 auf das Jahrestief von 5.434 Punkten, erreichte am 21. Dezember 2010 sein Jahreshoch bei 7.078 Punkten und schloss am 31. Dezember mit 6.914 Punkten. Auf Jahressicht bedeutet dies einen Zuwachs von 16 %. Die Entwicklung des BEUPHRM-Index (Bloomberg-Europe-Pharmaceuticals-Index), in dem 22 ausgewählte europäische Pharmaunternehmen zusammengefasst sind, unterscheidet sich hiervon hingegen signifikant. So wurde der Jahreshöchststand mit 103,44 Punkten bereits am 19. Januar 2010 erreicht, während der Jahrestiefststand am 25. Mai 2010 mit 81,59 Punkten markiert wurde. Hierzu trugen vor allem Kursrückgänge der Index-Schwergewichte AstraZeneca, GlaxoSmithKline, Novartis und Sanofi-Aventis bei, die zusammen deutlich mehr als die Hälfte des Indexgewichts ausmachen. Zwar konnte der BEUPHRM diese Verluste bis zum 15. Oktober 2010 mit einem Stand von 100,98 Punkten wieder nahezu ausgleichen, doch blieb er bis Jahresende (Stand 31. Dezember: 97,13 Punkte) mit einem Minus von 3,4 % erheblich hinter der Entwicklung des DAX® zurück.

© Merck KGaA, Darmstadt, Germany, Last Update 23.02.2010