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Herausforderungen in Netzwerken und Partnerschaften begegnen 

Generika-Konkurrenz, Gesundheitsreformen, Preisdruck, gestiegene zulassungsrechtliche Anforderungen an Sicherheit und nachgewiesenen Nutzen neuer Medikamente sind einige der Trends, die F&E im Pharmaumfeld vor Herausforderungen stellen. Wir wollen nachhaltigen Erfolg auch unter sich rasch ändernden Rahmenbedingungen sicherstellen. Essenzielle Teile dieser Strategie sind die Fokussierung auf Facharzt-Therapiegebiete mit hohem medizinischem Bedarf, die konsequente Implementierung von Behandlungsformen, die auf spezifische Patientengruppen angepasst sind (Patientenstratifizierung), um die Wirksamkeit von Therapien für einzelne Patienten voraussagen zu können, und die Arbeit mit Partnern. Im Jahr 2010 haben wir strategische Kooperationen und die Beteiligung an Netzwerken konsequent weiter ausgebaut.

In F&E setzen wir weiterhin sowohl auf unsere Expertise für kleine Moleküle als auch für Biopharmazeutika. Daneben prüfen wir neue potenzielle Wirkstoffklassen, die neuartige Therapien ermöglichen könnten. So sind wir mit dem belgischen Unternehmen Ablynx eine Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung von Nanobodies® für den Einsatz in der Rheumatologie eingegangen. Nanobodies® sind von Antikörpern abgeleitete therapeutische Proteine, die die Vorteile konventioneller Antikörper mit wichtigen Eigenschaften niedermolekularer Medikamente verbinden.

Im Bereich der neurodegenerativen Erkrankungen haben wir eine exklusive Partnerschaft mit Fast Forward – einer Tochterfirma der US-amerikanischen Multiple-Sklerose-Gesellschaft – etabliert. Im Jahr 2010 wurden vier Empfänger von Fördermitteln benannt. Die Fördermittel, die in die USA, nach Neuseeland und Großbritannien fließen, belaufen sich zunächst auf fast 1,5 Mio USD. Sie werden eingesetzt, um innovative Projekte der Multiple-Sklerose-Forschung voranzutreiben. Zudem sind wir mit dem Institut für Experimentelle Neurologie (INSPE) und der Abteilung für Neurologie des San Raffaele Scientific Institute aus Mailand eine strategische Zusammenarbeit eingegangen. Ziel der Kooperation ist, klinische Forschungsprojekte im Bereich der neurodegenerativen Erkrankungen unter Verwendung neuer Modelle und Technologien voranzutreiben.

„Merck Serono Ventures“ ist der Name unseres unternehmenseigenen Risikokapitalfonds. 2010 ist er in die Förderung zweier hochinnovativer Biotechnologie-Unternehmen eingestiegen. Ein Partner ist das Unternehmen f-Star aus Wien, das sich mit der Erforschung und Entwicklung von modifizierten Antikörpern beschäftigt. Die jüngste Partnerschaft ist jene mit dem Unternehmen Auxogyn aus San Francisco, das ein nicht-invasives Instrument für die Frühbewertung der embryonalen Lebensfähigkeit bei der künstlichen Befruchtung entwickelt.

Zudem eröffnet die interne Zusammenarbeit mit Merck Millipore neue Perspektiven. Synergien sind beispielsweise bei begleitenden Diagnostika, in der Systembiologie, bei neuen Methoden zur gezielten Verabreichung von Biopharmazeutika oder bei der Suche nach neuen Wegen in der biotechnologischen Produktion möglich.

© Merck KGaA, Darmstadt, Germany, Last Update 23.02.2010