Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung blieben im Jahr 2010 mit 1.167 Mio EUR leicht unter Vorjahresniveau (–1,4 %). Diese Reduktion ist zum einen auf Verzögerungen bei den Projekten Stimuvax® und Cladribin-Tabletten zurückzuführen, zum anderen ist es uns gelungen, durch Effizienzsteigerungsmaßnahmen die Kostenstrukturen insgesamt zu optimieren.
Wir investierten rund 20 % der Gesamterlöse der Sparte Merck Serono in Forschung & Entwicklung, womit wir uns innerhalb der Pharmaindustrie auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau befinden. Dies ist vor allem durch die große Anzahl von kostenintensiven Studien der letzten Phase der klinischen Prüfung begründet. Die Pipeline umfasst derzeit neun Projekte mit klinischen Studien der Phase III, sieben der Phase II und sechs der Phase I.
Unsere Aktivitäten haben drei Schwerpunkte: Zum Ersten Onkologie, wo wir nach neuen Therapien für Darmkrebs, Lungenkrebs, Kopf- und Halskrebs, Hirntumore, Brustkrebs oder Magenkrebs suchen; zum Zweiten neurodegenerative Erkrankungen, wo wir an neuen Therapien für Multiple Sklerose, die Parkinson-Krankheit sowie die Alzheimer-Krankheit arbeiten; sowie drittens rheumatologische Indikationen wie die Autoimmunerkrankung Lupus Erythematodes oder Arthrose. Daneben betreiben wir weiterhin Forschung auf dem Gebiet der Fruchtbarkeit. Insgesamt arbeiteten Ende des Jahres rund 3.000 Mitarbeiter für die Sparte im Bereich F&E.
Die wichtigsten Forschungszentren bleiben Darmstadt, Genf und Boston. Zusätzlich bauen wir den Standort Peking aus, um den asiatischen Raum abzudecken, regionale klinische Studien zu erleichtern und lokale Allianzen zu entwickeln. Bis 2013 wenden wir dafür 150 Mio EUR auf und schaffen über 200 qualifizierte Arbeitsplätze. Planmäßig sind die Ausbauarbeiten am Standort Billerica abgeschlossen, wo wir 65 Mio USD investiert haben.
