Die Gesamterlöse der Sparte Liquid Crystals stiegen im 1. Quartal deutlich um 82 % von 131 Mio EUR im Vorjahresquartal auf 239 Mio EUR. Bei gleichbleibenden Produktionskosten konnte sich das Bruttoergebnis von 56 Mio EUR im Vorjahr auf 163 Mio EUR im Berichtsquartal fast verdreifachen.
Liquid Crystals | Kennzahlen – Q1 |
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in Mio EUR |
1. Quartal |
1. Quartal |
Verände- |
Gesamterlöse |
238,9 |
131,2 |
82,1 |
Bruttoergebnis |
162,7 |
55,7 |
192,3 |
Forschung & Entwicklung |
–23,8 |
–22,2 |
6,9 |
Operatives Ergebnis |
111,8 |
12,7 |
– |
Sondermaßnahmen |
– |
– |
– |
Free Cash Flow |
103,6 |
25,3 |
308,8 |
Basis Free Cash Flow |
103,6 |
25,3 |
308,8 |
ROS in % |
46,8 |
9,7 |
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Diese Steigerungen sind hauptsächlich der steigenden Nachfrage nach der neuen patentgeschützten Flüssigkristall-Technologie PS-VA (Polymer Stabilized Vertical Alignment) von Merck zuzuschreiben. Flachbildschirm-Fernsehgeräte mit PS-VA-Flüssigkristallen bieten eine bessere Qualität von bewegten Bildern, schnellere Schaltzeiten, höheren Kontrast und stärkere Helligkeit bei geringerem Energieverbrauch.
PS-VA avanciert zunehmend zur bevorzugten Technologie für hochwertige Bildschirme und ersetzt sukzessive die „Vertical Alignment (VA)“-Technologie, die Merck vor ein paar Jahren entwickelte und die sich aktuell einem hohen Wettbewerbsdruck bei Preisen und Marktanteilen stellen muss.
Das weltweite Liefervolumen von Flüssigkristall (LCD)-Fernsehern wird sich gemäß der März-Prognose von Display Search im Jahr 2010 um 24 % auf über 180 Millionen Geräte steigern. Das Marktforschungsinstitut hob damit seine vorherige Prognose um mehr als 10 Millionen Geräte an. Dies war begründet durch die ungeachtet der Wirtschaftskrise starke Nachfrage nach LCD-Fernsehern im Jahr 2009 sowie neu eingeführte Technologien wie 3D-taugliche Bildschirme und LED-Hintergrundbeleuchtung.
Die Sparte Liquid Crystals liefert bereits Flüssigkristallmaterialien für 3D-Spezialbrillen, die für das 3D-Fernsehen benötigt werden. Die Sparte stellt außerdem Phosphormaterialien für LEDs (Licht-emittierende Dioden) unter der Marke isiphor® her.
Solche technologischen Fortschritte sind nur aufgrund der hohen Investitionen der Sparte in Forschung und Entwicklung möglich. Sie stiegen im 1. Quartal 2010 um 6,9 % auf 24 Mio EUR.
Mit 112 Mio EUR stieg das Operative Ergebnis von Liquid Crystals im 1. Quartal im Vergleich zu 13 Mio EUR des Vorjahres wieder sprunghaft an.Die Umsatzrendite (ROS) fiel mit 46,8 % analog wesentlich höher als im Vorjahr (9,7 %) aus.
Der Free Cash Flow verbesserte sich im 1. Quartal maßgeblich von 25 Mio EUR im Vorjahresquartal auf 104 Mio EUR.
