Der vorliegende Konzernabschluss ist auf die das operative Geschäft der Merck Gruppe führende Merck KGaA, Darmstadt, als Obergesellschaft aufgestellt.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der ungeprüfte Zwischenabschluss der Merck-Gruppe zum 30. September 2010 entspricht den Vorschriften des IAS 34. Er wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. In Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 gewählt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden – mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen Ausweisänderungen – gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 ist Merck dazu übergegangen, Provisionserlöse als Teil der Gesamterlöse auszuweisen. Des Weiteren wurde erstmals im 1. Quartal 2010 in der Gewinn- und Verlustrechnung eine separate Position „Lizenz- und Provisionsaufwendungen“ eingeführt. In der Quartalsberichterstattung des Vorjahres waren die Lizenz- und Provisionsaufwendungen sowie die Provisionserlöse in den Marketing- und Vertriebskosten ausgewiesen. Die Vorjahresdarstellung und die Kennzahlen wurden entsprechend angepasst. Die Erläuterungen im Anhang zum Konzernabschluss 2009 der Merck-Gruppe, insbesondere im Hinblick auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, gelten entsprechend.
Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die Veränderung der latenten Steuerpositionen ausgewiesen. Die Ertragsteuern im Zwischenabschluss werden auf Basis der Ergebnisse der einbezogenen Gesellschaften und des jeweils gültigen Steuersatzes als bestmögliche Schätzung ermittelt.
Die Aufstellung des Zwischenabschlusses erfordert es, dass in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden müssen. Die Annahmen und Schätzungen basieren auf dem aktuellen Kenntnisstand und den aktuell verfügbaren Daten.
Folgende Änderungen von Standards und folgende Interpretationen gelten ab dem Geschäftsjahr 2010 verbindlich:
- Änderung des IAS 27 „Konzern- und separate Einzelabschlüsse“
- Änderung des IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung: Geeignete Grundgeschäfte“
- Überarbeitete Fassung von IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards“ und nachfolgende Änderung dieses Standards
- Änderung des IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütung“
- Überarbeitete Fassung des IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“
- „Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards”
- IFRIC 12 „Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen“
- IFRIC 15 „Verträge über die Errichtung von Immobilien”
- IFRIC 16 „Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb”
- IFRIC 17 „Sachdividenden an Eigentümer“
- IFRIC 18 „Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden”
Die überarbeitete Fassung des IFRS 3 fand Anwendung auf die Erstkonsolidierung von Millipore. Die wesentliche Folge hiervon war die Erfassung der Anschaffungsnebenkosten als Aufwand. Details zur Erstkonsolidierung von Millipore können den Kapiteln „Akquisition von Millipore“ und „Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung“ entnommen werden. Die anderen neuen Regelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Zwischenabschluss.
Konsolidierungskreis
Zum 30. September 2010 sind 237 (31. Dezember 2009: 176) Gesellschaften voll konsolidiert. Aufgrund der Erstkonsolidierung von Millipore erhöhte sich die Anzahl der vollkonsolidierten Gesellschaften um 62. Des Weiteren wurden sieben neu gegründete Gesellschaften in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Acht Gesellschaften wurden liquidiert beziehungsweise verschmolzen und sind aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.
Anteilig werden derzeit keine Unternehmen einbezogen. Mit der Erstkonsolidierung von Millipore ist ein weiteres assoziiertes Unternehmen hinzugekommen, so dass nunmehr zwei Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet werden.
Akquisition von Millipore
Merck hat am 14. Juli 2010 erfolgreich die Akquisition von 100 Prozent der Anteile an der Millipore Corporation, einem führenden Life-Science-Unternehmen mit Sitz in Billerica, Massachusetts, USA, abgeschlossen. Die Erstkonsolidierung der Millipore-Gesellschaften in den Merck-Konzernabschluss erfolgt zu diesem Tag. Der Kaufpreis beträgt 5.137,1 Mio EUR und wurde durch Barmittel beglichen. Er setzt sich zusammen aus der Zahlung in Höhe von 4.611,9 Mio EUR für die ausstehenden Anteile sowie bestehende Optionen aus Aktienoptionsprogrammen und der Zahlung in Höhe von 525,2 Mio EUR für den Rückkauf der ausstehenden Wandelanleihe der Millipore Corporation. Merck hatte am 28. Februar 2010 sein Übernahmeangebot aller ausstehenden Millipore-Aktien für 107 USD pro Aktie in bar bekannt gegeben. Der Abschluss folgt der Zustimmung der Millipore-Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 3. Juni 2010 sowie der Erfüllung aller weiteren Bedingungen – wie etwa der Genehmigung durch die Kartellbehörden in den USA und Europa. Am 26. Juli 2010 wurde das Delisting von Millipore von der New York Stock Exchange wirksam. Ebenfalls am 26. Juli 2010 wurde die Deregistrierung bei der amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) beantragt. Die Wirksamkeit der Deregistrierung ist am 13. Oktober 2010 eingetreten.
Im Rahmen der in der nachfolgenden Übersicht dargestellten Kaufpreisaufteilung gemäß IFRS 3 wurden die erworbenen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverpflichtungen in der Bilanz mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt:
| XLS |
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in Mio EUR |
Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
|
Kurzfristige Vermögenswerte |
|
|
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere |
300,0 |
|
Vorräte |
265,5 |
|
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
270,8 |
|
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836,3 |
|
Langfristige Vermögenswerte |
|
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Firmenwerte |
2.637,6 |
|
Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
2.568,8 |
|
Sachanlagen |
483,9 |
|
Finanzielle Vermögenswerte |
2,2 |
|
Sonstige langfristige Vermögenswerte |
100,5 |
|
|
5.793,0 |
|
|
|
|
Vermögenswerte |
6.629,3 |
|
|
|
|
Kurzfristige Verbindlichkeiten |
|
|
Kurzfristige Finanzschulden |
574,8 |
|
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten |
344,1 |
|
|
918,9 |
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Langfristige Verbindlichkeiten |
|
|
Langfristige Finanzschulden |
288,4 |
|
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
56,4 |
|
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten |
749,1 |
|
|
1.093,9 |
|
|
|
|
Verbindlichkeiten |
2.012,8 |
|
Erworbenes Nettovermögen |
4.616,5 |
|
Nicht beherrschende Anteile |
–4,6 |
|
Erworbenes Nettovermögen / Kaufpreis |
4.611,9 |
|
Eigenkapitalähnliche Kaufpreisbestandteile (Wandelanleihe) |
525,2 |
|
Kaufpreis einschließlich Wandelanleihe |
5.137,1 |
Die größten Einflüsse aus der Kaufpreisallokation auf die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung ergeben sich aus der Anpassung der immateriellen Vermögenswerte und der Vorräte auf die beizulegenden Zeitwerte. Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen die Bewertung der bestehenden Kundenbeziehungen, Technologien sowie Markenwerte. Die nach der Akquisition von Millipore anfallende Amortisierung der immateriellen Vermögenswerte wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position „Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte“ ausgewiesen. Darüber hinaus wurden die im Rahmen der Akquisition erworbenen Vorräte von Millipore um 85,8 Mio EUR auf die Zeitwerte angepasst. Dieser Betrag wird noch im Jahr 2010 entsprechend der angenommenen Vorratsumschlagsdauer vollständig aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position „Herstellungskosten“ berücksichtigt werden. Durch die Aufwertung insbesondere von immateriellen Vermögenswerten und Vorräten entstehen passive latente Steuern, die den größten Teil des beizulegenden Zeitwerts von 749,1 Mio EUR innerhalb der sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausmachen. Der verbleibende Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis in Höhe von 5.137,1 Mio EUR und beizulegenden Zeitwerten in Höhe von 2.499,5 Mio EUR wird als Firmenwert ausgewiesen. Dieser beinhaltet im Wesentlichen nicht separierbare Werte aus erwarteten Synergien sowie das Know-how des Mitarbeiterstamms und beläuft sich auf 2.637,6 Mio EUR. Synergien werden vor allem in den Bereichen der Verwaltung, Einkauf, Produktion sowie der Zusammenlegung bestimmter Landesgesellschaften erwartet.
Die im 3. Quartal 2010 im Rahmen der Kaufpreisallokation vorgenommenen Anpassungen an beizulegende Zeitwerte sind noch als vorläufig zu betrachten und können innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Akquisition angepasst werden. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte können sich vor allem noch auf Grund der Erkenntnis von detaillierten Informationen ergeben.
Der Einfluss der Einbeziehung von Millipore auf die Gesamterlöse sowie das Operative Ergebnis beträgt im 3. Quartal 2010 313,6 Mio EUR bzw. -7,6 Mio EUR. Zudem sind im 3. Quartal 2010 Restrukturierungs- und Integrationskosten in Höhe von 21,0 Mio EUR angefallen.
Bei Einbeziehung von Millipore in den Konzernabschluss der Merck-Gruppe zum 1. Januar 2010 hätten sich für den Zeitraum 1. Januar bis 30. September 2010 Gesamterlöse in Höhe von 7.430 Mio EUR sowie ein operatives Ergebnis von 1.005 Mio EUR ergeben. Bei der Berechnung dieser Werte wurde unterstellt, dass die aus der Kaufpreisallokation angefallenen Anpassungen der Buchwerte identisch gewesen wären. Konsequenterweise sind die Amortisierungen der immateriellen Vermögenswerte für neun Monate enthalten. Die Anpassung der erworbenen Vorräte auf die beizulegenden Zeitwerte wurde – entsprechend der angenommenen Vorratsumschlagsdauer – vollständig berücksichtigt.1)
1) Die Angaben zur hypothetischen Einbeziehung der Millipore-Gruppe zum 1. Januar 2010 in den Konzernabschluss der Merck-Gruppe sind gem. IFRS erforderlich und dienen lediglich Vergleichszwecken. Dieser Vergleich stellt nicht unbedingt die Entwicklung dar, die sich bei einem tatsächlichen Einbezug der Millipore-Gruppe zum 1. Januar 2010 ergeben hätte. Auch sind diese Aussagen nicht auf zukünftige Ereignisse und Ergebnisse gerichtet.
Segmentbericht
Vermögens- und Ertragszahlen sowie weitere Kenngrößen sind nach Tätigkeitsgebieten im Segmentbericht aufgegliedert. Die Segmentierung erfolgt in Übereinstimmung mit der internen Berichterstattung für die Merck-Gruppe. Die Tätigkeitsfelder beschreiben wir im Einzelnen im Zwischenlagebericht in den Kapiteln zu den Sparten. Aufwendungen und Erträge sowie Vermögen und Cash Flows werden vollständig den berichteten Sparten zugeordnet – soweit es Konzernfunktionen anbelangt dem Segment Konzernkosten und Sonstiges. Das Finanzergebnis und die Ertragsteuern sowie daraus resultierende Cash Flows werden ausschließlich dem Segment Konzernkosten und Sonstiges zugewiesen. Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsätze legen wir marktorientiert fest. Zwischen den Segmenten bestanden keine wesentlichen Innenbeziehungen.
Mit der Akquisition von Millipore wurde der Unternehmensbereich Chemie neu strukturiert. In der neuen Sparte Merck Millipore sind die erworbenen Aktivitäten der Millipore-Gruppe mit wesentlichen Teilen des ehemaligen Life-Science-Solutions-Geschäfts zusammengeführt. Die neue Sparte Performance Materials umfasst die Geschäfte in den Bereichen Liquid Crystals, Pigments sowie die verbleibenden Teilaktivitäten aus dem ehemaligen Life Science Solutions-Geschäft. Entsprechend werden im Segmentbericht zum 30. September 2010 die Segmente Merck Millipore und Performance Materials innerhalb des Unternehmensbereichs Chemie berichtet. Die Vorjahreszahlen wurden an die neue Spartenstruktur angepasst.
Für das Betriebsvermögen im Segmentbericht galt folgende Überleitung:
| XLS |
|
in Mio EUR |
30. September |
31. Dezember |
|
Vermögenswerte |
23.009,8 |
16.712,6 |
|
Monetäre Aktiva (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, |
–1.577,3 |
–2.119,7 |
|
Finanzanlagen zur Unterlegung von Pensionsverpflichtungen |
–216,6 |
–209,6 |
|
Nicht operative Forderungen, Steuererstattungsansprüche, latente Steuern und Rückerstattungsansprüche aus Planvermögen |
–688,8 |
–635,6 |
|
Betriebsvermögen (brutto) |
20.527,1 |
13.747,7 |
|
|
|
|
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Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
–1.062,9 |
–935,7 |
|
Sonstige operative Verbindlichkeiten |
–670,5 |
–465,3 |
|
Betriebsvermögen (netto) |
18.793,7 |
12.346,7 |
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Für Akquisitionen und Investitionen in sonstige Finanzanlagen wurden insgesamt 4.856,8 Mio EUR ausgegeben. Dabei entfielen auf Akquisitionen 4.843,7 Mio EUR und auf Investitionen in sonstige Finanzanlagen 13,1 Mio EUR. Durch die Kaufpreiszahlung für Millipore ergab sich – unter Berücksichtigung der erworbenen Zahlungsmittel – ein Mittelabfluss in Höhe von 4.837,1 Mio EUR. Darüber hinaus sind weitere Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Millipore in Höhe von 96,6 Mio EUR angefallen, die unmittelbar aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen wurden. Für die im Jahr 2009 erworbene Suzhou Taizhu China Group wurde im Berichtsquartal eine letzte Kaufpreistranche in Höhe von 6,6 Mio EUR beglichen.
| XLS |
|
in Mio EUR |
Millipore |
Suzhou Taizhu |
Gesamt |
|
Kaufpreis |
5.137,1 |
6,6 |
5.143,7 |
|
Erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
300,0 |
– |
300,0 |
|
Akquisitionen |
4.837,1 |
6,6 |
4.843,7 |
|
Andere Auszahlungen |
96,6 |
– |
96,6 |
|
Akquisitionsbedingte Auszahlungen |
4.933,7 |
6,6 |
4.940,3 |
Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich aus dem Ergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der theoretisch ausstehenden Aktien. Die theoretische Aktienzahl berücksichtigt, dass das Komplementärkapital nicht in Aktien verbrieft ist. Entsprechend der Unterteilung des Grundkapitals in Höhe von 168,0 Mio EUR in 64.621.126 Aktien ergibt sich eine theoretische Aktienzahl von 152.767.813 Stück für das Komplementärkapital in Höhe von 397,2 Mio EUR. Insgesamt resultieren somit 565,2 Mio EUR beziehungsweise 217.388.939 Stück theoretisch ausstehender Aktien.
| XLS |
|
|
3. Quartal |
3. Quartal |
Jan.–Sept. |
Jan.–Sept. |
|
Ergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen |
210,8 |
144,4 |
585,6 |
309,5 |
|
Gewichtete durchschnittliche Anzahl |
217,4 |
217,4 |
217,4 |
217,4 |
|
unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) |
0,97 |
0,66 |
2,69 |
1,42 |
Zum Stichtag 30. September 2010 existierten keine potenziell verwässernd wirkenden Aktien. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entsprach dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.
Finanzierung
Die Merck Financial Services GmbH hat im März 2010 eine Euro-Anleihe in drei Tranchen begeben, die eine zweijährige Emission mit einem Volumen in Höhe von 0,5 Mrd EUR, eine fünfjährige Emission mit einem Volumen in Höhe von 1,35 Mrd EUR sowie eine zehnjährige Emission mit einem Volumen in Höhe von 1,35 Mrd EUR beinhalten. Die zweijährige Tranche, die zu einem Ausgabekurs von 99,775 % emittiert wurde, weist einen Kupon von 2,125 % auf. Die fünfjährige Tranche, die zu einem Ausgabekurs von 99,769 % begeben wurde, weist einen Kupon von 3,375 % aus. Die zehnjährige Tranche, die zu einem Ausgabekurs von 99,582 % emittiert wurde, weist einen Kupon in Höhe von 4,500 % auf. Die Anleihen wurden an der Luxemburger Wertpapierbörse im regulierten Markt zugelassen und wurden unter dem so genannten EMTN Emissionsprogramm (Euro Medium Term Note) begeben. Der Emissionserlös diente der Finanzierung der Akquisition des amerikanischen Unternehmens Millipore Corporation.
Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Zum 30. September 2010 bestanden Verbindlichkeiten der Merck KGaA, der Merck Financial Services GmbH und der Merck & Cie, Altdorf, gegenüber der E. Merck KG in Höhe von 277 Mio EUR. Ferner bestanden zum 30. September 2010 Forderungen der Merck KGaA gegenüber der E. Merck KG in Höhe von 4,0 Mio EUR und gegenüber der E. Merck Beteiligungen KG in Höhe von 2,9 Mio EUR. Die Salden resultieren im Wesentlichen aus den Ergebnisabführungen der Merck & Cie an die E. Merck KG sowie den gegenseitigen Ergebnisabführungen zwischen Merck KGaA und E. Merck KG sowie aus der Gewährung von Darlehen der E. Merck KG an die Merck Financial Services GmbH. Sie enthielten Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 114 Mio EUR, die zu marktüblichen Konditionen verzinst werden. Von Januar bis September 2010 erbrachten die Merck KGaA und die Merck Shared Services Europe GmbH Dienstleistungen für die E. Merck KG im Wert von 1,0 Mio EUR, für die E. Merck Beteiligungen KG im Wert von 0,4 Mio EUR und für die Emanuel Merck Vermögens KG im Wert von 0,1 Mio EUR. Im gleichen Zeitraum erbrachte die E. Merck KG Dienstleistungen für die Merck KGaA im Wert von 0,5 Mio EUR. Gesellschaften der Merck-Gruppe lieferten von Januar bis September 2010 Waren im Wert von 0,7 Mio EUR an assoziierte Gesellschaften. Zum 30. September 2010 bestanden Forderungen von Gesellschaften der Merck-Gruppe an assoziierte Gesellschaften in Höhe von 0,6 Mio EUR.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Merck hatte keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.
