Merck Logo
Seite drucken

[13] Ertragsteuern 

XLS

 

 

 

in Mio €

2011

2010

Laufende Steuern der Periode

–383,4

–329,8

Laufende Steuern der Periode aus Sondermaßnahmen

–38,6

–0,1

Periodenfremde Steuern

11,5

–8,8

Latente Steuern der Periode

189,6

120,5

Latente Steuern der Periode aus Sondermaßnahmen

–1,2

–1,4

 

–222,1

–219,6

 

 

 

Steuerquote

26,1 %

25,5 %

Steuerquote vor Sondermaßnahmen

26,1 %

25,3 %

Die Steueraufwendungen beinhalten die Körperschaft- und Gewerbesteuern der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften. Die periodenfremden Steuern beinhalten inländische Gewerbesteuererstattungen für Vorjahre und gebildete Risikovorsorge bezogen auf Vorjahre.

Im Geschäftsjahr wurde aufgrund der Änderung von Steuersätzen bei einzelnen Gesellschaften ein latenter Steueraufwand von 3,0 Mio € (Vorjahr: Aufwand 0,1 Mio €) und ein einmaliger latenter Steuerertrag aus geändert anzuwendenden Steuersätzen von 22,2 Mio € realisiert. Weiterhin ergab sich ein einmaliger latenter Steuerertrag von 14,2 Mio € aus der Umbewertung der latenten Steuerschulden resultierend aus der Abschreibungsverkürzung von Rebif®.

Die Überleitung der latenten Steuern in der Bilanz einerseits und der latenten Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung andererseits stellt sich wie folgt dar:

XLS

 

 

 

in Mio €

2011

2010

Veränderung latenter Steueransprüche gemäß Bilanz

136,9

47,7

Veränderung latenter Steuerschulden gemäß Bilanz

60,9

–617,0

Veränderung erfolgsneutral gebildeter latenter Steueransprüche / -schulden

–13,3

–54,2

Konsolidierungskreisänderungen / Wechselkursänderungen / Sonstige Veränderungen

3,9

742,6

Latente Steuern gemäß Gewinn- und Verlustrechnung

188,4

119,1

Die Verlustvorträge gliedern sich wie nachstehend aufgeführt:

XLS

 

 

 

 

 

 

 

 

31.12.2011

31.12.2010

in Mio €

Deutschland

Ausland

Gesamt

Deutschland

Ausland

Gesamt

Verlustvorträge

1,8

188,1

189,9

2,0

194,2

196,2

davon:
mit latentem Steueranspruch

100,9

100,9

125,7

125,7

latenter Steueranspruch

35,1

35,1

39,2

39,2

davon:
ohne latentem Steueranspruch

1,8

87,2

89,0

2,0

68,5

70,5

theoretischer latenter Steueranspruch

0,3

28,2

28,5

0,5

20,5

21,0

Die Reduzierung der Verlustvorträge gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus der positiven Geschäftsentwicklung der betroffenen Konzerngesellschaften. Eine Aktivierung von latenten Steuern auf Verlust- und Zinsvorträge erfolgt nur dann, wenn ein Ausgleich in absehbarer Zeit wahrscheinlich ist.

Der überwiegende Teil der Verlustvorträge ist entweder zeitlich unbegrenzt oder bis zu 20 Jahre vortragbar. Zinsvorträge ergeben sich aus den Regelungen zur deutschen Zinsschranke. Durch die Nutzung von in Vorjahren nicht angesetzten steuerlichen Verlustvorträgen ergab sich im Jahr 2011 eine Verminderung der Ertragsteuerbelastung in Höhe von 25,7 Mio € (Vorjahr: 20,0 Mio €).

Die in Deutschland aufgelaufenen Verlustvorträge für die Körperschaftsteuer betrugen 1,4 Mio € (Vorjahr: 1,5 Mio €), für die Gewerbesteuer 0,4 Mio € (Vorjahr: 0,5 Mio €).

Der theoretisch mögliche latente Steueranspruch auf die nicht bewerteten Verlustvorträge betrug 28,5 Mio € (Vorjahr: 21,0 Mio €).

Die latenten Steueransprüche und Steuerschulden lassen sich inhaltlich folgenden Bilanzpositionen zuordnen:

XLS

 

 

 

 

 

 

31.12.2011

31.12.2010

in Mio €

Aktiva

Passiva

Aktiva

Passiva

Immaterielle Vermögenswerte

71,3

1.293,5

33,7

1.374,3

Sachanlagen

5,9

94,7

15,6

88,1

Kurz- und langfristige Finanzanlagen

14,9

21,1

5,9

19,3

Vorräte

384,4

3,5

305,6

3,7

Kurz- und langfristige Forderungen / sonstige Vermögenswerte

32,4

20,7

44,6

2,8

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

130,8

14,2

129,7

18,1

Kurz- und langfristige andere Rückstellungen

193,0

14,2

169,4

15,2

Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten

74,1

6,0

27,8

5,8

Steuerliche Verlustvorträge

35,1

39,2

Steueranrechnungen / Sonstiges

29,2

92,8

58,2

89,8

Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern

–241,1

–241,1

–236,6

–236,6

Latente Steuern gemäß Bilanz

730,0

1.319,6

593,1

1.380,5

Neben den latenten Steueransprüchen auf Verlustvorträge führten sonstige temporäre Unterschiede zu 694,9 Mio € latenten Steueransprüchen (Vorjahr: 553,9 Mio €).

Für temporäre Unterschiede auf Anteile an Tochterunternehmen bestehen am Bilanzstichtag latente Steuerschulden bezogen auf geplante Dividendenausschüttungen von insgesamt 100,2 Mio € (Vorjahr: 102,8 Mio €), wovon ein Wert von 83,5 Mio € aus im Rahmen der Millipore Akquisition angesetzten latenten Steuerschulden auf nicht ausgeschüttete Gewinne entfällt. Im Vorjahr wurden darüber hinaus latente Steueransprüche von 3,0 Mio € für den angekündigten Verkauf von Crop-BioScience erfasst. Für andere temporäre Unterschiede auf Anteile an Tochterunternehmen wurden keine weiteren latenten Steuerschulden berücksichtigt, da eine Umkehrung dieser Unterschiede nicht absehbar ist. Die temporären Unterschiede bezogen auf thesaurierte Gewinne der Tochtergesellschaften belaufen sich auf 3.508,8 Mio €.

In der nachstehend aufgeführten Tabelle wird von dem theoretischen Steueraufwand auf die Steuern vor Sondermaßnahmen und Steuern gemäß Gewinn- und Verlustrechnung übergeleitet. Der theoretische Steueraufwand ergibt sich aus der Anwendung des Steuersatzes einer Kapitalgesellschaft mit Sitz in Darmstadt in Höhe von 30,7 %.

XLS

 

 

 

in Mio €

2011

2010

Ergebnis vor Ertragsteuern

851,1

861,1

Sondermaßnahmen

151,8

–0,8

Ergebnis vor Ertragsteuern und Sondermaßnahmen

699,3

861,9

 

 

 

Steuersatz Kapitalgesellschaft

30,7 %

30,7 %

Theoretischer Steueraufwand vor Sondermaßnahmen

–214,7

–264,6

Steuersatzdifferenzen

–5,1

45,7

Steuereffekt von Gesellschaften mit negativem Konzernbeitrag

–3,2

–9,0

Periodenfremde Steuern

11,5

–8,8

Steueranrechnungen

38,2

22,9

Steuereffekte auf Verlustvorträge

25,7

25,8

Steuereffekt durch nicht abzugsfähige Aufwendungen / steuerfreie Erträge / Sonstige Steuereffekte

–34,7

–30,1

Steueraufwand vor Sondermaßnahmen

–182,3

–218,1

 

 

 

Steuerquote vor Sondermaßnahmen

26,1 %

25,3 %

 

 

 

Steuern aus Sondermaßnahmen

–39,8

–1,5

Steueraufwand gemäß Gewinn- und Verlustrechnung

–222,1

–219,6

 

 

 

Steuerquote gemäß Gewinn- und Verlustrechnung

26,1 %

25,5 %

© Merck KGaA, Darmstadt, Germany, Last Update 06.03.2012