Die Umsatzrendite ROS (Return on Sales) – das Verhältnis des Operativen Ergebnisses zu den Gesamterlösen – und der auf die Gesamterlöse bezogene Basis Free Cash Flow FCR (Free Cash Flow on Revenues) sind gegenwärtig die führenden Kennzahlen, mit denen die Sparten ihr Geschäft steuern. Basierend darauf treffen wir kurz- und langfristige interne Zielvereinbarungen.
Der ROS fiel von 12,0 % im Vorjahr auf 9,6 % im Berichtsjahr. Trotz des Anstiegs der Gesamterlöse bei beiden Unternehmensbereichen Pharma und Chemie ging die Umsatzrendite zurück, da das Operative Ergebnis wegen gestiegener Funktionskosten, aber vor allem auch wegen Einmalbelastungen im Zusammenhang mit Wertminderungen in der Sparte Merck Serono, deutlich unter Vorjahr lag.
Beim FCR konnte ebenfalls das gute Vorjahresniveau von 18 % nicht gehalten werden. Er reduzierte sich auf nun 13,6 % im Berichtsjahr. Beide Kennzahlen, ROS und FCR, sind im Anhang zum Konzernabschluss im Segmentbericht nach Sparten dargestellt.
Die Größe EBITDA (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization oder Gewinn vor Steuern, Zinsen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) ist für Merck ebenfalls eine wichtige Kennzahl, die künftig noch an Bedeutung zunehmen wird. Beim EBITDA werden definitionsgemäß die Abschreibungen und Wertminderungen des Anlagevermögens dem Ergebnis wieder gutgeschrieben. Seit der Serono- und der Millipore-Akquisition belasten reguläre Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte das Operative Ergebnis erheblich. Liegen zudem noch hohe außerplanmäßige Abschreibungen vor, wie dies im Jahr 2011 der Fall war, spiegelt das Operative Ergebnis allein nicht die tatsächliche Ertragskraft des Geschäfts wider. Das EBITDA stieg im Geschäftsjahr 2011 von 2.457 Mio € um 11 % auf 2.736 Mio €.
