Mit Rebif® (Interferon beta-1a) bieten wir ein führendes Medikament zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS) an, das in mehr als 90 Ländern zugelassen ist. Schätzungen zufolge leiden weltweit rund 2 Millionen Menschen an MS. Trotz eines neuen oralen Präparats im Markt entwickelten sich die Umsatzerlöse von Rebif® im Jahr 2011 mit einem leichten Plus von 1,4 % auf 1.691 Mio € zufriedenstellend. Die Region Nordamerika war mit Umsatzerlösen von 773 Mio € erstmals größter Markt für Rebif®. Dort betrug das Wachstum 2,9 % gegenüber dem Vorjahr. In Europa lag der Umsatz von Rebif® mit 742 Mio € leicht unter Vorjahresniveau (–1,4 %). Die umsatzstärksten Länder waren Deutschland und Italien, wo wir Wachstumsraten von 6,8 % bzw. 2,7 % verzeichneten. In Lateinamerika stiegen die Umsatzerlöse um 3,2 % auf 111 Mio €, in der Region Asien, Afrika, Australien betrug das Wachstumsplus 14 %. Die seit 2007 eingeführte und Humanserumalbumin-freie Formulierung von Rebif® mit verbesserter Injektionsverträglichkeit ist mittlerweile in rund 40 Ländern weltweit erhältlich. Nach Auswertung von Rückmeldungen der Arzneimittelbehörde FDA haben wir beschlossen, den Zulassungsprozess in den USA nicht länger zu verfolgen.
Zum Jahresende 2011 nutzten außerhalb der USA schon rund 30.000 Patienten Rebismart™, die einzige elektronische Injektionshilfe im Bereich MS. Das 2009 eingeführte Gerät ermöglicht es Rebif®-Patienten, ihre Injektionseinstellungen individuell anzupassen. Die elektronische Aufzeichnung der Injektionen unterstützt ein aktives Management der Therapietreue.
Merck Serono engagiert sich aktiv für MS-Patienten und ihr Umfeld. So haben wir 2011 mit der digitalen Plattform „UniteMS.net“ ein internationales soziales MS-Netzwerk gegründet und das Web-Portal „MS World Council“ speziell für medizinische Fachkräfte eingerichtet. Wir engagieren uns auch in mehreren Kooperationen, die die MS-Forschung voranbringen sollen. Ein Beispiel ist unsere Zusammenarbeit mit Fast Forward, einer gemeinnützigen Organisation, die von der US-amerikanischen nationalen Multiple-Sklerose-Gesellschaft gegründet wurde.
Nach behördlichem Feedback aus der EU und den USA haben wir im Juni entschieden, den weltweiten Zulassungsprozess für Cladribin-Tabletten nicht weiter zu verfolgen. Den Anforderungen von EMA und FDA zu entsprechen, hätte ein neues, mehrjähriges klinisches Studienprogramm erfordert. In Australien und Russland, wo Cladribin-Tabletten unter dem Markennamen Movectro® zugelassen waren, haben wir das Produkt in enger Abstimmung mit den Behörden vom Markt genommen.
