Die Sparte Performance Materials umfasst die Materialiengeschäfte und –aktivitäten von Merck, d. h. die Geschäftseinheiten Liquid Crystals und Pigments & Cosmetics, sowie den Bereich Advanced Technologies mit seinen innovativen Materialien für Beleuchtungstechnologien, Photovoltaik, Energiespeicherung und andere High-Tech-Anwendungen.
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Performance Materials | Kennzahlen |
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XLS | |
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in Mio € |
Q2 – 2011 |
Veränd. |
Jan.–Juni |
Veränd. |
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Gesamterlöse |
373,5 |
–6,5 |
782,2 |
3,7 |
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Bruttoergebnis |
198,7 |
–25,3 |
462,9 |
–5,9 |
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F&E-Kosten |
–30,1 |
0,4 |
–66,5 |
8,6 |
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Operatives Ergebnis |
104,3 |
–37,7 |
273,1 |
–8,6 |
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Sondermaßnahmen |
0,4 |
– |
157,4 |
– |
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Free Cash Flow |
153,9 |
0,7 |
452,5 |
74,3 |
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Basis Free Cash Flow |
154,0 |
0,7 |
251,6 |
–3,1 |
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ROS in % |
27,9 |
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34,9 |
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Die Gesamterlöse der Sparte wuchsen im 2. Quartal 2011 organisch um 1,4 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Nominal fielen die Gesamterlöse mit 373 Mio € allerdings um 6,5 % niedriger aus. Dies war einerseits auf negative Währungseffekte in Höhe von 4,9 % bedingt durch die Kursentwicklung des Taiwan-Dollars und des US-Dollar zurückzuführen. Andererseits entfielen weitere 3,0 % des Rückgangs auf die im Vergleich zum Vorjahr fehlenden Umsätze aus dem im 1. Quartal 2011 veräußerten Crop-Bioscience-Geschäft. Im ersten Halbjahr 2011 legten die Gesamterlöse von 754 Mio € im Vorjahr um 3,7 % auf 782 Mio € zu.
Performance Materials | Umsatzerlöse nach Regionen – Q2

Die Geschäftseinheit Liquid Crystals, die den größten Anteil der Gesamterlöse der Sparte ausmacht, zeigte im Vergleich zum sehr starken Vorjahresquartal im 2. Quartal 2011 eine solide Entwicklung und erzielte ein organisches Wachstum von 1,8 %. Die Auswirkungen der leicht nachgebenden Preise, negativer Wechselkurseffekte und des ungünstigen Produktmixes konnten durch hohe Absatzmengen überkompensiert werden. Dies lag an der anhaltend starken Nachfrage nach dem breiten Spektrum an innovativen Flüssigkristallmischungen, die bei Flachbildschirmen von Fernsehgeräten, Computermonitoren sowie Touchscreens für die sehr beliebten Smartphones und Tablet-PCs eingesetzt werden. Merck konnte im 1. Halbjahr 2011 seinen Gesamtmarktanteil bei den Flüssigkristallen ausbauen.
Durch das Erdbeben, das am 11. März Japan erschütterte und im Nordosten des Landes die Stromversorgung unterbrach, sowie Verkehrswege und andere infrastrukturelle Bereiche zerstörte, wurde unser Produktionsstandort für Flüssigkristalle in Atsugi nicht beeinträchtigt. Die Pigment-Produktionsanlage von Merck in Onahama erlitt jedoch Schäden, was sich fast den gesamten April hindurch negativ auf die Herstellung der sehr gefragten Xirallic®-Pigmente für Automobillacke auswirkte. Der daraus resultierende Absatzrückgang konnte durch Abbau der vorhandenen Bestände von Xirallic®-Pigmenten und Anhebung der Pigmentpreise im 2. Quartal etwas ausgeglichen werden. Außer in Japan produziert Merck Effektpigmente auch in Deutschland, China und den USA.
Dank seiner reaktiven Mesogene und anderer optischer Materialien beginnt nun auch der Bereich Advanced Technologies stärker zu den Gesamterlösen der Sparte beizutragen. Reaktive Mesogene sind flüssigkristalline Materialien, mit denen flexible Kunststofffolien zur Bildung von Kompensationsfilmen beschichtet werden oder die im Inneren des Bildschirms zur Bildung optischer Elemente in der Zelle eingesetzt werden. Ihre Hauptanwendung finden sie derzeit in 3D-Displays zum Beispiel von Flachbildschirm-Fernsehgeräten.
Die Herstellungskosten der Sparte Performance Materials wurden im 2. Quartal 2011 durch Vorratsanpassungen in Höhe von 39 Mio € stark belastet. Sie betrugen im 2. Quartal dementsprechend 175 Mio €. Im Vergleich zum Vorjahresquartal mit 133 Mio € entspricht dies einer Erhöhung um 31 %. Bereinigt um diese Maßnahmen entsprach die Rentabilität der Sparte dem Vorjahreswert.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich unverändert auf 30 Mio € bzw. 8,1 % der Gesamterlöse.
Mit 104 Mio € fiel das Operative Ergebnis der Sparte Performance Materials 38 % niedriger aus als im Vorjahresquartal. Verantwortlich für diesen Rückgang waren Wechselkurseffekte, der fehlende Gewinnbeitrag des veräußerten Crop-Bioscience-Geschäfts, ungünstige Änderungen des Produktmixes, einmalige Belastungen aufgrund von Vorratsanpassungen sowie Wertminderungen verschiedener Patente. Die Umsatzrendite (ROS) der Sparte belief sich im Berichtsquartal dementsprechend auf 27,9 % im Vergleich zu 41,9 % im Vorjahresquartal. Im 1. Halbjahr 2011 sank das Operative Ergebnis um 8,6 % auf 273 Mio €, was sich in einer Umsatzrendite für das 1. Halbjahr von 34,9 % niederschlug. Im Vergleich hierzu lag die Umsatzrendite im 1. Halbjahr 2010 bei 39,6 %.
