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Aufwendungen 

Unter der Position „Herstellungskosten” wurden im Berichtsquartal einmalig Vorratsanpassungen in Höhe von 52 Mio € gebucht. Von dieser Summe entfielen 39 Mio € auf die Sparte Performance Materials und der Rest auf die Sparte Merck Serono. Damit erhöhten sich die Herstellungskosten im 2. Quartal deutlich um 47%, wodurch beim Bruttoergebnis lediglich ein Zuwachs von 6,2 % auf 1.795 Mio € erzielt werden konnte. Im 1. Halbjahr 2011 verbesserte sich das Bruttoergebnis um 13  % auf 3.719 Mio €.

Im 2. Quartal des laufenden Geschäftsjahres wichen die meisten Zahlen der Merck-Gruppe weiterhin maßgeblich vom Vorjahr ab, da die Akquisition von Millipore am 14. Juli 2010 abgeschlossen worden war und somit keine Erlöse und Aufwendungen von Millipore in der ersten Jahreshälfte 2010 enthalten sind. So erhöhten sich zum Beispiel die Marketing- und Vertriebskosten im 2. Quartal 2011 um 12 % auf 605 Mio €.

Die Lizenz- und Provisionsaufwendungen, die hauptsächlich für Umsätze von Rebif® in den USA und Erbitux® in Japan anfielen, beliefen sich im Berichtsquartal mit 118 Mio € auf nahezu unverändertem Niveau.

Die Verwaltungskosten stiegen im 2. Quartal 2011 um 10 % auf 126 Mio €.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge haben sich im Berichtsquartal von –109 Mio € im Vorjahresquartal auf –270 Mio € mehr als verdoppelt. Diese Summe enthält neben den Millipore-bezogenen Integrationskosten unter anderem auch eine Wertminderung in Höhe von –161 Mio € für Überkapazitäten in der Large-Scale-Biotech (LSB)-Produktionsanlage am Schweizer Standort in Corsier-sur-Vevey sowie eine Rückstellung in Höhe von –20 Mio € für die noch anfallenden Kosten in Zusammenhang mit dem im Juni bekanntgegebenen Entwicklungsstopp bei Cladribin, einem Arzneimittelkandidaten für die orale Behandlung der Multiplen Sklerose. Das 1. Halbjahr 2011 verzeichnete im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge um 50 % auf –368 Mio €.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) lagen mit 369 Mio € im 2. Quartal um 9,0 % höher als im Vorjahr. Entscheidend hierfür waren die höheren F&E-Ausgaben der Chemiesparten.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte haben sich im Berichtsquartal von –146 Mio € auf –319 Mio € mehr als verdoppelt. In dieser Summe sind die Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte aus der Kaufpreisallokation für Millipore in Höhe von –46 Mio € und von Merck Serono in Höhe von –263 Mio € enthalten. Letzterer Wert beinhaltet Wertminderungen: in Höhe von -63 Mio € für Safinamid, einer potenziellen Begleittherapie bei der Behandlung von Parkinson; -17 Mio €, um die Abschreibungsdauer für Rebif® zu verkürzen; sowie eine Wertminderung in Höhe von -35 Mio € für IMO-2055, da dieser 2007 von Idera Pharmaceuticals einlizenzierte Kandidat für die Krebstherapie nicht weiterentwickelt wird. Des Weiteren gibt es eine Wertminderung in Höhe von -8,6 Mio € für Patente in der Sparte Performance Materials.

© Merck KGaA, Darmstadt, Germany, Last Update 27.07.2011