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Sicherheit unserer chemischen Produkte

Einhaltung regulatorischer Anforderungen

Bei Chemikalien, zu denen auch als gefährlich eingestufte Substanzen gehören, ist die fachgerechte Anwendung Voraussetzung für die Sicherheit von Mensch und Umwelt. Aus diesem Grund informieren wir unsere Kunden umfassend über die sichere Anwendung unserer Produkte.

Zahlreiche Regularien sollen sicherstellen, dass von Chemikalien keine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgeht. Die Einhaltung dieser regulatorischen Anforderungen ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Sie betreffen die Herstellung, Handhabung, den Import, die Vermarktung, das Recycling und die Entsorgung der Chemikalien.

Mit der konzernweit gültigen Richtlinie „Product Safety Chemicals“ haben wir globale Prozesse zur Definition, Steuerung und Umsetzung von Produktsicherheit und die entsprechenden Managementstrukturen etabliert. Die Policy deckt sämtliche relevanten internationalen und nationalen Chemierechtsnormen ab. Dazu gehören z. B. das globale Einstufungssystem für Chemikalien GHS  und seine Umsetzung in regionalen Gesetzgebungen (z. B. CLP-Verordnung in der EU, HazCom in den USA), die EU-Chemikalienverordnung REACH , die US-amerikanische Chemikaliengesetzgebung TSCA  (Toxic Substances Control Act) und das bundesdeutsche Gesetz zum Schutz vor gefährlichen Stoffen (ChemG ). Ebenso umfasst die Policy Rechtsnormen, die sich auf den Transport von Gefahrstoffen, Biozide, Kosmetika, Chemikalien für Lebensmittel und Futtermittel etc. beziehen. Die Policy wird regelmäßig im Hinblick auf neue regulatorische Anforderungen aktualisiert – zuletzt geschah dies im September 2012. Das Group Product Safety Committee (GPSC), dem unter anderen das für Produktsicherheit verantwortliche Mitglied der Geschäftsleitung angehört, ist für die kontinuierliche Beobachtung der relevanten regulatorischen Anforderungen verantwortlich. Für die Einhaltung relevanter regulatorischer Anforderungen im Bereich Produktsicherheit sind die Abteilung Corporate Regulatory Affairs innerhalb der Konzernfunktion „Environment, Health, Safety, Security, Quality (EQ)“ sowie lokale Einheiten verantwortlich.

Sicherheitsanalysen in der Produktentwicklung

Wir haben in der Merck-Gruppe verschiedene Instrumente entwickelt, um bereits im Entwicklungsprozess dafür Sorge zu tragen, dass die späteren Produkte möglichst sicher zu verwenden sind. Dazu gehören Analysen, die uns aufzeigen, wie wir die Produktsicherheit weiter erhöhen können. Bei Merck Millipore unterziehen wir sämtliche Produktinnovationen einer formellen EHS-Analyse, die beispielsweise Umweltauswirkungen oder die Identifizierung schädlicher chemischer Substanzen umfasst. In der Geschäftseinheit Advanced Materials von Performance Materials wurde im Berichtszeitraum das „Innosessment“-Verfahren entwickelt, mithilfe dessen Produktinnovationen auf Gesundheits- und Umweltwirkungen wie Toxizität untersucht werden. Als Ergebnis dieser Analysen werden beispielsweise kritische Inhaltsstoffe wie bestimmte Lösungsmittel ersetzt.

Transparente Informationen für mehr Anwendungssicherheit

Um die Anwendungssicherheit zu erhöhen, liefern wir unsere Chemikalien nur mit Sicherheitsdatenblättern an unsere Kunden aus. Sie entsprechen den aktuellen relevanten nationalen regulatorischen Anforderungen wie REACH und sind in mehr als 35 Sprachen verfügbar. Wir stellen auch Erklärungen und analytische Berichte bereit, mit denen unsere Kunden ihrerseits Verpflichtungen zur Umsetzung der europäischen Richtlinie RoHS nachkommen können.

Über die gesetzlichen Anforderungen hinaus engagieren wir uns für weiterführende Produktsicherheit und insbesondere für Transparenz. Wir unterstützen die Ziele der „Global Product Strategy“, einer internationalen Initiative der Chemiebranche. In diesem Zusammenhang stellen wir unseren Kunden auf den Internetseiten des Chemieverbands ICCA  sogenannte Product Safety Summaries zur Verfügung.

Alle Informationen zur Verwendung unserer Produkte sind auch auf unseren Internetseiten abrufbar. Dort stellen wir mit ScIDeEx®  außerdem ein Programm bereit, mithilfe dessen der Anwender einer Chemikalie ihre sichere Verwendung auf Basis der Informationen in unserem Sicherheitsdatenblatt auch bei einer etwas modifizierten Verwendungsweise überprüfen kann. Dieses Programm leistet einen wichtigen Beitrag zur Anwendungssicherheit unserer Chemikalien. Es basiert auf einem von der europäischen Chemieagentur ECHA anerkannten Programm namens ECETOC TRA2. 2012 haben wir einen Film  zur sicheren Anwendung der Produkte von Merck Millipore im Labor produziert, ihn stellen wir auf unseren Internetseiten zur Verfügung.

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Ziele: Produktsicherheit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Strategisches Ziel

Maßnahmen

Bis?

Fortschritt 2011 und 2012

Status

Etablierung einer global einheitlichen Gefahren- und Risikokommunikation für alle relevanten Merck-Chemikalien in der Lieferkette unter Berücksichtigung des Vorsorgegrundsatzes

Umsetzung von REACH:

Veröffentlichung des Berechnungsprogramms ScIDeEx® im Merck Chemie-Portal

Ende 2011

Das Programm ScIDeEx®  ist auf den Internetseiten von Merck veröffentlicht.

Ausstattung aller Gemische mit neuen Sicherheitsdatenblättern gemäß REACH Anhang II

Ende 2012

Alle Sicherheitsdatenblätter wurden fristgerecht auf das neue Format umgestellt.

 

Registrierung von Stoffen mit einer Produktionsmenge von 100-1000 t pro Jahr (Phase 2 der Umsetzung von REACH) und Registrierung von Non-Phase-in-Stoffen

Mitte 2013

Für mehr als 75 und damit einen großen Anteil der relevanten Stoffe sind die Arbeiten bereits abgeschlossen. Merck befindet sich mit der Erreichung des Ziels im Zeitplan.

 

Registrierung von Stoffen mit einer Produktionsmenge von 1-100 t pro Jahr (Phase 3 der Umsetzung von REACH) und Registrierung von Non-Phase-in-Stoffen

Mitte 2018

Wir haben mit der Registrierung erster Stoffe für Phase 3 begonnen.

 

Umsetzung von GHS/CLP:

Einstufung von Gemischen und Sets nach der CLP-Verordnung

Mitte 2015

Wir haben mit der Klassifizierung von Gemischen begonnen.

 

Umsetzung der Global Product Strategy (GPS):

Bereitstellung von Product Safety Summaries für alle unter REACH registrierten Gefahrstoffe unter GPS

Ende 2020

Erste Product Safety Summaries sind auf den Internetseiten der internationalen Chemieverbandes ICCA  verfügbar. Parallel zur Registrierung von Stoffen für REACH wird Merck weitere Product Safety Summaries erstellen, um das Ziel für alle Stoffe zu erreichen.

 

Projekte zur Gefahrenkommunikation:

Aktualisierung von Sicherheitsdatenblättern für Nicht-Gefahrstoffe

Ende 2020

Wir haben begonnen, die Sicherheitsdatenblätter zu aktualisieren.

 

Ausweitung der Erstellung von Sicherheitsdatenblättern nach einem global einheitlichen Standard

Ende 2020

Ein konzernweiter Standard wird derzeit entwickelt.

Legende: erreicht in Umsetzung nicht erreicht neues Ziel