
Für unsere Geschäftstätigkeit benötigen wir Ressourcen wie Energie, Wasser und Rohstoffe sowie zahlreiche weitere Materialien, die wir zum größten Teil in der Produktion einsetzen. Ein effizienter Energie- und Stoffeinsatz ist ein wichtiger Faktor im Wettbewerb, gerade vor dem Hintergrund immer knapper und teurer werdender Ressourcen.
Mit unserem unternehmensweiten Programm zur kontinuierlichen Verbesserung der unternehmerischen Prozesse „Operational Excellence “ verfolgen wir das Ziel der „hervorragenden Betriebsführung“, des wirtschaftlichsten und effizientesten Betriebs aller Produktionsanlagen. In den Jahren 2011 und 2012 waren weltweit alle Produktionsstandorte von Merck in das Programm eingebunden. Seine Schwerpunkte lagen in den zurückliegenden Jahren vor allem auf der Globalisierung der Strukturen und Prozesse sowie Effizienzsteigerungen. So wurde im Jahr 2012 das Thema Utility Management (mit Schwerpunkt Energiemanagement) in der Chemieproduktion verpflichtend, für die Pharmaproduktion war dies bereits im Jahr 2011 geschehen.
Energieverbrauch
2012 hat Merck insgesamt 1.438 GWh Energie verbraucht, dies bedeutet einen leichten Rückgang im Vergleich zu 2011 (1.446 GWh).
Merck betreibt auch eigene Anlagen zur Erzeugung von Strom und Dampf, so zum Beispiel an den deutschen Standorten das Gasturbinenkraftwerk in Darmstadt oder das Heizwerk in Gernsheim. Das Kraftwerk in Darmstadt arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Es zeichnet sich dadurch aus, dass die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme genutzt wird: Eine Gasturbine wandelt durch einen Generator Erdgas in Strom um. Die Abwärme der Turbine und die bei der Verbrennung entstehenden heißen Abgase werden dazu verwendet, Dampf und warmes Wasser für die Produktion zu erzeugen.
In Gernsheim wird Mitte 2013 ebenfalls ein Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung in Betrieb genommen, damit werden jährlich rund 6.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart.
Wassernutzung
2011 und 2012 haben wir 17,6 bzw. 16,2 Millionen m3 Frischwasser verwendet. Es stammte zu 33 % aus Grundwasser, zu 43 % aus Oberflächenwasser und zu 24 % aus der öffentlichen Wasserversorgung. Durch die Wasserentnahmen waren keine sensiblen Wasserquellen betroffen.
Der mit 86 % größte Anteil wurde in Europa verwendet, 8 % in Asien, Australien und Afrika, 5 % in Nordamerika und 1 % in Lateinamerika.
Materialverbrauch
Zu den von Merck eingesetzten Materialien zählen insbesondere Produktionsmaterialien wie chemische und pharmazeutische Rohstoffe. Hinzu kommen Betriebsstoffe und Packmaterialien wie beispielsweise Faltschachteln, Glasflaschen oder Ampullen.
Von den eingekauften Materialien, die direkt in unsere Chemikalien und Arzneimittel eingehen, nehmen wir in der Regel eine Quantifizierung in Gewicht vor. Von diesen Materialien haben wir in den Jahren 2011 und 2012 389 kt bzw. 360 kt eingesetzt. Zum Portfolio unserer Sparte Merck Millipore gehören zahlreiche Geräte und Arbeitsinstrumente, für deren Herstellung wir Halbfertig- und Fertigmaterialien, wie beispielsweise fertig zusammengesetzte Elektronikkomponenten oder Gehäuse für Geräte benötigen. Diese erfassen wir in Stückzahlen.
Verpackungsmaterialien und Betriebsstoffe wie Energie oder Schmiermittel sind in diesen Zahlen nicht enthalten.
