Unser gesellschaftliches Engagement gliedert sich in lokale und regionale gemeinnützige Projekte, die im Rahmen des bestehenden Corporate-Responsibility-Konzepts von den Merck-Gesellschaften in eigener Regie umgesetzt werden, und in Projekte mit internationaler Ausrichtung. Dazu gehören das Merck Praziquantel Donation Program (MPDP), der Global Pharma Health Fund (GPHF) und die Philharmonie Merck.
Merck Praziquantel Donation Program: Bekämpfung der Bilharziose
Im Rahmen der seit 2007 bestehenden Partnerschaft zwischen Merck und der Weltgesundheitsorganisation WHO helfen wir, die Bilharziose bei afrikanischen Kindern zu bekämpfen. Hierfür stellt Merck die Tabletten Cesol® 600 mit dem Wirkstoff Praziquantel kostenlos bereit. Nach Malaria ist die durch Würmer verursachte Bilharziose die in Afrika am weitesten verbreitete Tropenkrankheit, unter der vor allem Kinder zu leiden haben. Seit Beginn der Partnerschaft wurden bereits über 28 Millionen Kinder in elf afrikanischen Ländern behandelt.
Wir haben uns gegenüber der WHO verpflichtet, Cesol® 600 so lange kostenlos bereitzustellen, bis die Krankheit in Afrika vollständig besiegt ist, und werden mittelfristig unser Spendenvolumen verzehnfachen. Daneben unterstützen wir auch ein Bildungsprogramm an afrikanischen Schulen, das über die Ursachen von Bilharziose und entsprechende Gegenmaßnahmen aufklärt. Darüber hinaus haben wir uns im Juli 2012 zusammen mit TI Pharma, Astellas Pharma Inc. und dem Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut („Swiss TPH“) in einer öffentlich-privaten Partnerschaft zusammengeschlossen, um eine pädiatrische Darreichungsform von Praziquantel bei Vorschulkindern zu entwickeln. Zum jetzigen Zeitpunkt können Säuglinge und Kleinkinder, die mit Bilharziose infiziert sind, nicht adäquat behandelt werden, da die Standardtherapie nur in Form von Tabletten für Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren geeignet ist.
Global Pharma Health Fund: Schutz vor gefälschten Arzneimitteln
Der exklusiv von Merck unterstützte Global Pharma Health Fund (GPHF) bekämpft Arzneimittelfälschungen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Nach Schätzungen von Interpol sind 10 % bis 30 % der weltweit angebotenen Arzneimittel gefälscht oder qualitativ minderwertig. Besonders die Länder Afrikas und Asiens sind davon betroffen, da es dort keine wirksame staatliche Arzneimittelkontrolle gibt. Um Fälschungen zu erkennen und rechtzeitig aus dem Verkehr zu ziehen, waren Ende des Jahres 2012 mehr als 570 mobile Kompaktlabore, die „GPHF-Minilabs“, in über 80 Ländern im Einsatz. Mit diesen Minilabs lassen sich 58 verschiedene Wirkstoffe von Arzneimitteln innerhalb kürzester Zeit identifizieren und minderwertige oder unwirksame Medikamente sofort aufspüren.
Philharmonie Merck: Kulturförderung
Die Philharmonie Merck ist Teil unseres kulturellen Engagements. Das Projektorchester mit bis zu 80 professionellen Musikern und einem breit gefächerten Programm ist nicht nur ein fester Bestandteil im kulturellen Umfeld der Unternehmenszentrale Darmstadt, sondern unternimmt auch internationale Konzertreisen.
