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Aufwendungen 

Die konzernweiten Marketing- und Vertriebskosten verzeichneten mit 2.411 Mio € (2011: 2.386 Mio €) einen moderaten Anstieg um 1,1 % und wuchsen somit deutlich langsamer als die Umsatzerlöse. Dies spiegelt erste Erfolge der fortlaufenden Restrukturierungen sowie das Resultat zielgerichteterer Ausgaben wider. Bezogen auf die Umsatzerlöse verringerten sich die Marketing- und Vertriebskosten entsprechend auf 22,4 % (2011: 24,1 %).

Die Lizenz- und Provisionsaufwendungen stiegen um 15,8 % auf 580 Mio € (2011: 500 Mio €) bedingt durch die gute Umsatzentwicklung von Rebif® sowie aufgrund von Währungseffekten, insbesondere seitens des US-Dollars.

Die Verwaltungskosten erhöhten sich um 3,1 % auf 552 Mio € (2011: 536 Mio €) vor allem als Folge von durch den US-Dollar getriebenen Translationseffekten im Zusammenhang mit dem in den USA beheimateten Hauptsitz von Merck Millipore sowie aufgrund höherer Bonusrückstellungen, die unter Konzernkosten und Sonstiges erfasst werden.

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge beliefen sich auf –1.127 Mio € (2011: –417 Mio €). Davon wurden –664 Mio € als Sondereinflüsse ausgewiesen. Im Rahmen des Effizienzsteigerungsprogramms „Fit für 2018“ entstanden dem Konzern Restrukturierungskosten (ohne Wertminderungen) in Höhe von 504 Mio €, die vor allem auf die Sparte Merck Serono entfielen. In Zusammenhang mit in Vorjahren abgegangenen Geschäften fielen 2012 nachlaufende Kosten in Höhe von 60 Mio € an, die unter Konzernkosten und Sonstiges verbucht wurden. Im Vorjahr wies Merck dagegen ein Plus von 152 Mio € aus, worin der Gewinn aus dem Verkauf des CropBioscience-Geschäfts enthalten war. Als Sondereinflüsse wurden 2012 Wertminderungen in Höhe von 59 Mio € mehrheitlich im Zusammenhang mit der Schließung von Standorten aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen verbucht. Im Jahr 2011 waren Wertminderungen in Höhe von 332 Mio € ausgewiesen worden, die 165 Mio € für den LSB-Produktionsstandort in Vevey enthielten.

Mit 1.511 Mio € entsprachen die F&E-Aufwendungen in etwa dem Niveau des Vorjahres (2011: 1.514 Mio €). Die auf die Umsatzerlöse bezogene Quote von 14,1 % lag damit etwa einen Prozentpunkt unter dem Niveau von 2011. Niedrigere F&E-Kosten in den Sparten Merck Serono und Consumer Health glichen die höheren Aufwendungen in den Sparten Merck Millipore und Performance Materials mehr als aus.

Merck-Gruppe | F&E nach Sparten – 2012

F&E nach Sparten – 2012 (Tortendiagramm)

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die sich in erster Linie auf die Kaufpreisallokationen aus den Akquisitionen von Serono und Millipore beziehen, verringerten sich um 13,3 % auf 872 Mio € (2011: 1.005 Mio €) und damit auf einen Betrag, der einem üblichen hierfür zu erwartenden Niveau entspricht. Im Jahr 2011 waren zusätzlich zu den Abschreibungen Wertminderungen in Höhe von 149 Mio € im Zusammenhang mit drei Entwicklungsprodukten von Merck Serono enthalten.

© Merck KGaA, Darmstadt, Germany, Last Update 07.03.2013