2012 war für Merck ein sehr erfolgreiches und gleichzeitig von erheblichen Veränderungen geprägtes Jahr. Die Gesamterlöse der Merck-Gruppe stiegen um 8,7 % auf 11.173 Mio € (2011: 10.276 Mio €) aufgrund eines organischen Wachstums von 4,8 %, eines Wachstums aus Währungseffekten in Höhe von 3,6 % sowie eines Zuwachses von 0,3 % aus Akquisitionseffekten. Mit 432 Mio € (2011: 370 Mio €) fielen die Lizenz- und Provisionserlöse, die als Teil der Gesamterlöse ausgewiesen werden, um 62 Mio € höher als 2011 aus. Dies war vornehmlich den höheren Lizenzeinnahmen in Zusammenhang mit Humira® sowie dem stärkeren US-Dollar zu verdanken.
Die Umsatzerlöse stiegen um 8,4 % auf 10.741 Mio € (2011: 9.906 Mio €), wobei sich das organische Wachstum auf 4,5 % belief, Währungseffekte 3,6 % beisteuerten und Akquisitionen 0,3 %. Merck Serono leistete absolut gesehen den stärksten Beitrag zum organischen Umsatzwachstum, gefolgt von Merck Millipore und Performance Materials.
Merck-Gruppe | Umsatzerlöse nach Regionen – 2012

Geografisch gesehen erzielte Nordamerika ein organisches Wachstum der Umsatzerlöse im niedrigen zweistelligen Bereich, wodurch sich der Anteil dieser Region an den Umsatzerlösen des Konzerns auf 20 % erhöhte (2011: 18 %). Hierzu trugen hauptsächlich das starke organische Wachstum der verschreibungspflichtigen Medikamente von Merck Serono, insbesondere des MS-Präparats Rebif®, sowie eine langsame Erholung der Umsatzerlöse in der Geschäftseinheit Pigments & Cosmetics in der Sparte Performance Materials bei. Die aus Lateinamerika und Asien (ohne Japan) bestehende Region Emerging Markets baute ihren Anteil an den Gesamterlösen ebenfalls leicht auf 35 % (2011: 33 %) aus. Hier wurde ein organisches Wachstum im oberen einstelligen Bereich erzielt, zu dem alle vier Sparten beitrugen. In Europa gingen die Umsatzerlöse organisch um 1,6 % zurück, bedingt durch stagnierende oder rückläufige Entwicklungen in allen Sparten mit Ausnahme von Merck Millipore. Entsprechend reduzierte sich der Anteil Europas an den Umsatzerlösen des Konzerns im Jahr 2012 auf 37 % und setzte damit den rückläufigen Trend gegenüber einem Anteil von 46 % vor drei Jahren fort. Diese Entwicklung ist vor allem auf die Akquisition von Millipore zurückzuführen, die hohe Umsatzanteile in den USA mit sich brachte, eine überarbeitete Marketing- und Preisstrategie von Merck Serono in den USA sowie die nachlassende Wirtschaftsaktivität und Preisdruck in der Eurozone. Die Umsatzerlöse in der Region Übrige Welt (Japan, Afrika und Australien/Ozeanien) stiegen um 9,6 %, der Beitrag von 9 % zu den Umsatzerlösen des Konzerns blieb dabei gegenüber dem Vorjahr unverändert.
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Merck-Gruppe | Komponenten des Umsatzwachstums nach Regionen – 2012 |
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in Mio € / Veränderung in % |
Umsatzerlöse |
Organisches Wachstum |
Währungs- |
Akquisitionen / Veräußerungen |
Umsatz- |
Europa |
3.942,7 |
–1,6 |
0,5 |
0,6 |
–0,4 |
Nordamerika |
2.128,3 |
10,3 |
8,3 |
0,3 |
19,0 |
Emerging Markets |
3.712,2 |
8,8 |
4,3 |
– |
13,0 |
Region Übrige Welt |
957,6 |
3,5 |
5,7 |
0,3 |
9,6 |
Weltweit |
10.740,8 |
4,5 |
3,6 |
0,3 |
8,4 |
Das Bruttoergebnis des Konzerns erhöhte sich um 7,0 % auf 8.015 Mio € (2011: 7.491 Mio €), entsprechend einem prozentualen Anteil von 74,6 % an den Umsatzerlösen (2011: 75,6 %). Höhere Anlaufkosten für den Large-Scale-Biotech(LSB)-Produktionsstandort von Merck Serono in Vevey (Schweiz) sowie Leerkosten und gezielte Produktionsdrosselungen im Rahmen der Initiativen zum Vorratsabbau in den Sparten Performance Materials und Merck Millipore führten zu einer Bruttomarge leicht unter Vorjahr.
