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Merck Millipore Geschäftsentwicklung 

2012 war erneut ein erfolgreiches Jahr für Merck Millipore. Die Umsatzerlöse der Sparte stiegen um 9,0 % auf 2.598 Mio € (2011: 2.383 Mio €), bedingt durch ein solides organisches Wachstum von 3,8 %, positive Währungseffekte, vorwiegend in Verbindung mit dem US-Dollar, in Höhe von 3,9 % sowie einen Beitrag von 1,4 % aus Zukäufen in den Bereichen Zellkulturmedien, Zellbildgebung und mikrobiologische Testlösungen. Alle drei Geschäftseinheiten der Sparte konnten ein organisches Wachstum verzeichnen, angeführt von den Kunden aus der Pharmaindustrie, die von höheren Arzneimittelabsätzen, darunter auch neu eingeführten Medikamenten, profitierten. Die Geschäftseinheit Process Solutions, die Produkte und Dienstleistungen für die Arzneimittelherstellung anbietet, verzeichnete folglich das stärkste Umsatzwachstum. Der Geschäftsverlauf der Einheit Lab Solutions war angemessen, zu der Entwicklung trugen vor allem die Produkte der Geschäftsfelder Lab Water und BioMonitoring positiv bei. Ausgabenkürzungen auf staatlicher und universitärer Seite waren zwar nach wie vor zu spüren, doch hielt sich der Einfluss aufgrund des verhältnismäßig geringen Anteils dieser Kundengruppe von etwa 15 % gemessen am gesamten Umsatzerlös der Sparte in Grenzen. Im Jahr 2012 verzeichnete Merck Millipore Lizenz- und Provisionserlöse in Höhe von 19 Mio € (2011: 10 Mio €), die vorwiegend aus der Geschäftseinheit Process Solutions stammten.

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Merck Millipore | Kennzahlen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio €

2012

2011

Veränderung
in %

Gesamterlöse

2.616,9

2.392,8

9,4

Umsatzerlöse

2.598,2

2.382,6

9,0

Operatives Ergebnis (EBIT)

233,2

235,4

–1,0

Marge (in % vom Umsatz)

9,0

9,9

EBITDA

542,4

522,4

3,8

Marge (in % vom Umsatz)

20,9

21,9

EBITDA vor Sondereinflüssen

595,9

561,1

6,2

Marge (in % vom Umsatz)

22,9

23,6

Die Herstellungskosten stiegen 2012 mit 8,2 % weniger als die Umsatzerlöse und erreichten 1.086 Mio € (2011: 1.003 Mio €). Somit verbesserte sich das Bruttoergebnis um 10,2 % auf 1.531 Mio € (2011: 1.390 Mio €) oder 58,9 % der Umsatzerlöse (2011: 58,3 %). Höhere Leerkosten infolge der Bemühung der Sparte, Vorräte abzubauen, wurden teilweise durch Preiserhöhungen ausgeglichen.

Im Zuge ihrer Wachstumsstrategie investierte Merck Millipore im Jahr 2012 in neue Produktentwicklungen und Commercial Operations. Infolgedessen stiegen die Marketing-, Vertriebs- und Verwaltungskosten um 11,9 % auf 928 Mio € (2011: 829 Mio €). Die darin enthaltenen Ausgaben für Marketing und Vertrieb stiegen um 11,5 % auf 676 Mio € (2011: 606 Mio €). Dieser Anstieg war zum Teil durch den stärkeren US-Dollar bedingt, da die globalen Marketingaktivitäten von Merck Millipore größtenteils in den USA angesiedelt sind. Darüber hinaus wurden erstmals die Marketing- und Vertriebskosten im Zusammenhang mit den jüngsten Zukäufen verbucht. Diese beiden Faktoren waren ebenfalls am 9,0 %igen Anstieg der Verwaltungskosten auf 113 Mio € beteiligt (2011: 104 Mio €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 123 Mio € (2011: 103 Mio €), was einem Anstieg von 19,3 % entspricht und 28 Mio € an Sondereinflüssen im Zusammenhang mit dem Effizienzsteigerungsprogramm des Konzerns beinhaltet.

Um die Entwicklung innovativer Produkte voranzutreiben, erhöhte die Sparte außerdem ihre F&E-Ausgaben und hob diese um 24,5 % auf 166 Mio € (2011: 133 Mio €) oder 6,4 % der Umsatzerlöse der Sparte (2011: 5,6 %) an. Ein erheblicher Teil dieses Anstiegs kam der Geschäftseinheit Process Solutions zugute, in der Erwartung, dass der steigende Biopharmazeutika-Absatz weiterhin attraktive Wachstumschancen bieten wird. Auch hier trug der starke US-Dollar zu den höheren Kosten bei, da die F&E-Aktivitäten von Merck Millipore zum überwiegenden Teil in den USA angesiedelt sind.

Das EBIT der Sparte war 2012 mit einem Minus von 1,0 % leicht rückläufig und erreichte 233 Mio € (2011: 235 Mio €). Dies resultierte aus den verstärkt getätigten strategischen Geschäftsinvestitionen sowie höheren Sondereinflüssen im Rahmen der Restrukturierung (inklusive Wertminderungen), die das verbesserte Bruttoergebnis wieder ausglichen. Ferner war ein 7,7 %iger Anstieg der Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte auf 309 Mio € (2011: 287 Mio €) zu verzeichnen, vorwiegend zurückgehend auf höhere Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte im Zusammenhang mit den jüngsten Zukäufen sowie eine Wertminderung auf Sachanlagen, die aus der Konsolidierung von Produktionsstandorten der Sparte resultierte. Bereinigt um die oben beschriebenen Abschreibungen erhöhte sich das EBITDA um 3,8 % auf 542 Mio € (2011: 522 Mio €), das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg sogar um 6,2 % auf 596 Mio € (2011: 561 Mio €).

© Merck KGaA, Darmstadt, Germany, Last Update 07.03.2013